Beobachtetes Signal · 11. Sept. 2026 · Data Breach · Quelle: techcrunch · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Negativ
Trezor warnt vor Phishing-Welle nach Sicherheitsvorfall beim E-Mail-Dienstleister Brevo
Der Hardware-Crypto-Wallet-Anbieter Trezor warnt seine Kunden vor dem zweiten schwerwiegenden Sicherheitsvorfall innerhalb von zwei Monaten. Nach einem Cyberangriff auf das MarTech-Unternehmen Brevo, das Trezor für Newsletter-Kampagnen nutzt, versendeten Angreifer rund 347.000 Phishing-E-Mails an Trezor-Nutzer. Die E-Mails enthielten schädliche Links zu gefälschten Apps, mit denen Backup-Passwörter (Seed Phrases) für Wallets abgegriffen werden sollten, was zu irreversiblen Krypto-Diebstählen führen kann. Laut Brevo verschafften sich die Hacker aufgrund fehlerhaft konfigurierter Zugriffsrechte Zugang zu 138 Accounts. Trezor betonte, dass eigene Produkte, Wallets und Kernsysteme nicht kompromittiert wurden. Der Vorfall folgt auf einen Datenabfluss beim Versandpartner ShipMonk, von dem über 81.000 Kunden betroffen waren. Trezor evaluiert nun seine Dienstleisterbeziehungen neu und warnt vor weiteren Phishing-Versuchen.
Der Vorfall bei Trezor unterstreicht die systemischen Sicherheitsrisiken in modernen MarTech-Lieferketten und zeigt, wie Schwachstellen bei Drittanbietern direkt das Vertrauen in hochsensible Krypto- und Fintech-Ökosysteme gefährden.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Ein Cyberangriff auf Brevo ermöglichte den Versand von rund 347.000 Phishing-E-Mails an Trezor-Kunden.
- Brevo bestätigte, dass Hacker aufgrund unzureichend konfigurierter Zugriffsrechte Zugriff auf 138 Konten erhielten.
- Die Phishing-Nachrichten zielten darauf ab, über Schadsoftware die Backup-Passwörter der Krypto-Wallets abzugreifen.
- Trezors eigene Hardware-Produkte, Wallets und Account-Systeme blieben unberührt.
- Dies ist der zweite Vorfall innerhalb von zwei Monaten, nachdem zuvor beim Versandpartner ShipMonk Daten von 81.000 Nutzern exponiert wurden.
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Ontologie & Marktkonzepte
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Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
Ledger bestätigt Hardware-Implantat in Krypto-Wallets
Ledger, ein französischer Hersteller von Hardware-Wallets, hat bestätigt, dass sich in einem Kundengerät ein nicht autorisiertes Hardware-Implantat befand. Dies folgt auf eine Serie von Diebstählen in Südostasien mit einem Schaden von rund 92,9 Millionen Dollar. Die betroffenen Geräte wurden über CryptoBilis verkauft, einen offiziellen Ledger-Händler für Indonesien, Malaysia und die Philippinen. Das Implantat, Berichten zufolge eine zweite Platine mit Mikrocontroller und Mobilfunkhardware, kann die Wiederherstellungsphrase beim Einrichten abfangen und aus der Ferne übertragen. Ledger betont, dass die eigenen Systeme und Direktvertriebskanäle nicht kompromittiert wurden. Das Unternehmen überprüft nun die Kontrollen bei autorisierten Händlern und rät Kunden, die bei CryptoBilis gekauft haben, Vermögenswerte auf neue Geräte mit neuen Wiederherstellungsphrasen zu übertragen. CryptoBilis hat den Verkauf aller Hardware-Wallets gestoppt. Ledger arbeitet mit SEAL 911 und den Behörden zusammen. Dieser Vorfall reiht sich in eine Liste von Sicherheitsproblemen bei Ledger ein.
Zwei Hardware-Wallet-Hersteller gehackt: Foundation und Keystone offen
Zwei Hardware-Wallet-Hersteller, Foundation und Keystone, haben Datenschutzverletzungen erlitten, bei denen Kundendaten kompromittiert wurden. Bei Foundation nutzten Angreifer kompromittierte API-Schlüssel für Cloudflare, um Phishing-Mails über die eigenen Domains des Unternehmens zu versenden und möglicherweise auf Postadressen und Telefonnummern von Kunden zuzugreifen. Bei Keystone verschafften sich Angreifer über ein externes Monitoring-Tool Zugriff und legten fast 26.000 Kundendatensätze (Namen, Kontaktdaten, Lieferadressen, Bestelldetails) aus den Jahren 2024 bis 2026 offen. Beide Unternehmen bestätigen, dass Geräte und gespeicherte Kryptowerte nicht betroffen sind; Zahlungsdaten, Seed-Phrasen und private Schlüssel seien sicher. Allerdings verlor Keystone auch den Schlüssel zur Echtheitsprüfung der Geräte, was zur Vernichtung von über 18.800 Wallets führte. Die Vorfälle reihen sich in ein Jahr voller Sicherheitspannen bei Hardware-Wallets ein, auch Ledger und Coldcard waren betroffen. Die Hauptgefahr ist Phishing, da Kriminelle mit den gestohlenen Daten glaubwürdige Mails verfassen können.
Tenga: Hacker erbeuten Kundendaten bei E-Mail-Angriff
Der japanische Sex-Toy-Hersteller Tenga hat Kunden darüber informiert, dass ein unbefugter Dritter auf das berufliche E-Mail-Konto eines Mitarbeiters zugegriffen hat. Dabei wurden Postfachinhalte sowie möglicherweise Kundennamen, E-Mail-Adressen und historische Korrespondenzen, einschließlich Bestelldetails oder Kundendienstanfragen, offengelegt. TechCrunch vorliegende Benachrichtigungen zeigen, dass der Angreifer zudem Spam-Nachrichten an die Kontakte des kompromittierten Accounts versendete. Eine forensische Untersuchung ergab, dass rund 600 Personen in den Vereinigten Staaten von dem Vorfall betroffen sind; ob Kunden außerhalb der USA betroffen sind, bleibt unklar. Tenga hat die Zugangsdaten des Mitarbeiters zurückgesetzt, die Multi-Faktor-Authentifizierung systemweit aktiviert und Kunden empfohlen, ihre Passwörter zu ändern sowie auf verdächtige E-Mails zu achten. Das Unternehmen, das weltweit über 162 Millionen Produkte ausgeliefert hat, veröffentlichte die Meldung Mitte Februar und ergänzte sie später um offizielle Statements.
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