Beobachtetes Signal · 21. Juli 2023 · Hiring · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral
Gefragte Jobprofile und Recruiting-Trends bei DAX-Konzernen
Eine aktuelle XING-Analyse zeigt, dass die 40 DAX-Konzerne im vergangenen Jahr über 100.000 Vakanzen ausgeschrieben haben. Die gefragtesten Profile werden von Software-Entwicklern mit 15,6 Prozent angeführt, gefolgt von kaufmännischen Angestellten mit 14,7 Prozent, Projektmanagern mit 14,1 Prozent sowie Ingenieuren mit 12,7 Prozent und F&E-Ingenieuren mit 10,1 Prozent. Auf den Rängen sechs bis zehn folgen Elektromonteurinnen und -monteure, Controller, Teamleiter, Techniker sowie Software-Architekten. Der Bericht unterstreicht den anhaltenden Fachkräftemangel in den Bereichen IT und Engineering, der durch die digitale Transformation angetrieben wird. Gleichzeitig wird aufgezeigt, dass Quereinsteiger auch ohne klassische Software-Ausbildung Einstiegschancen in Großkonzerne haben. Neue Funktionen wie die gezielte Ausrichtung von Bewerbungen bei Kununu erleichtern den Prozess. Insgesamt spiegelt der Bericht einen wettbewerbsintensiven deutschen Arbeitsmarkt wider, der für Stellensuchende zahlreiche Möglichkeiten bietet, während Großunternehmen weiterhin Herausforderungen bei der Stellenbesetzung bewältigen müssen.
Liefert marktweite Recruiting-Daten und Trend-Einblicke für DAX-Konzerne, stellt jedoch kein branchenveränderndes Großereignis dar.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Die 40 DAX-Konzerne schrieben in den letzten zwölf Monaten laut XING-Daten über 100.000 Stellen aus.
- Die Top-5-Jobprofile nach Anteil: Software-Entwickler (15,6 %), kaufmännisches Personal (14,7 %), Projektmanager (14,1 %), Ingenieure (12,7 %) und F&E-Ingenieure (10,1 %).
- Auf den Plätzen sechs bis zehn rangieren Elektromonteur:innen, Controller, Teamleiter, Techniker und Software-Architekten.
- Kununu bietet eine neue Funktion für zielgerichtete Bewerbungen bei bevorzugten Wunscharbeitgebern an.
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DAX erzielt Rekordgewinne durch Rüstung, KI-Infrastruktur und Finanzsektor
Die DAX-Konzerne erzielten im zweiten Quartal 2026 Rekordwerte bei Umsatz und operativem Ergebnis, getrieben von wenigen Kernbranchen. Laut einer EY-Analyse stieg das kumulierte EBIT im Jahresvergleich um 16 % auf 52,6 Milliarden Euro, während der Umsatz um 4,6 % auf rund 463 Milliarden Euro zulegte. Haupttreiber waren Rüstung (Rheinmetall +69 %), Luftfahrt (Airbus +28 %), der globale KI-Rechenzentrumsausbau sowie Finanz- und Chemiewerte (BASF operatives Ergebnis +137 %). Dagegen schwächelte die Automobilindustrie: Der Sektor verzeichnete einen Umsatzrückgang von 1,2 % und einen Gewinneinbruch von 12 % (BMW -39 %, Volkswagen und Daimler Truck jeweils -9 %). Die Beschäftigung sank um 41.000 Stellen auf rund 3,49 Millionen, wobei rund 40.000 Stellen allein im Automobilsektor abgebaut wurden. EY warnt, dass die Rekordergebnisse strukturelle Schwächen sowie eine hohe Abhängigkeit von Sonderfaktoren und Auslandsmärkten überdecken.
Großbritannien und Deutschland starten Industrie-Tech-Korridor
Großbritannien und Deutschland haben einen industriellen Technologiekorridor ins Leben gerufen, um das Wachstum von KI und Deep-Tech durch grenzüberschreitende Partnerschaften zu fördern. Die Initiative, unterstützt von deutschen Unternehmen wie Allianz, Bosch, RWE und Siemens, wird wachstumsstarke Technologieunternehmen mit Industriepartnern und Investoren vernetzen. Die deutsche Robotikfirma MicroAGI plant eine Expansion in London und schafft 180 Arbeitsplätze, während Proxima Fusion seinen Standort in Culham ausbauen wird. Beide Länder stellen zudem 20 Millionen Euro für gemeinsame Quantenforschung bereit. Der Korridor ist eine Flaggschiff-Initiative des Kensington-Vertrags und zielt darauf ab, die digitale Souveränität zu stärken.
Ex-Telekom-Media-Chef: Werbetreibende müssen Bots einpreisen
Beim AGF-Forum in Frankfurt demonstrierte Norman Wagner, Managing Director von Pion3ers und ehemaliger Media-Chef der Deutschen Telekom, live, wie einfach es ist, ein vollständig KI-generiertes Magazin zu erstellen und mit Bots künstlichen Traffic zu erzeugen. Er argumentierte, dass ein Großteil der Online-Inhalte und des Traffics inzwischen von Bots stammt, was es für Werbetreibende extrem schwierig macht, echte Reichweite und Wirksamkeit zu messen. Wagner glaubt, dass Technologie allein das Problem nicht lösen kann, und plädiert stattdessen für 'gesunden Menschenverstand' und unabhängige Messungen. Er schlägt vor, dass Walled Gardens, die keine unabhängige Verifizierung zulassen, mit einem Preisabschlag belegt werden sollten. Er hob auch das Potenzial von KI für kontextuelle Brand Safety hervor und merkte an, dass keyword-basierte Negativlisten 70 % der News-Umfelder fälschlicherweise als ungeeignet einstufen.
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