Beobachtetes Signal · 18. Juni 2024 · Technical Release · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Neutral
TikTok testet Weblinks in Videos und fokussiert EU- sowie US-Märkte
TikTok führt ein neues Feature zur Einbettung von Weblinks in Videos ein, was Creator und Brands erweiterte Möglichkeiten bietet. Die Funktion steht Accounts zur Verfügung, die bereits über einen TikTok Shop verfügen, und leitet Nutzer zu externen Webseiten weiter. In der EU, wo der offizielle Start des TikTok Shops verschoben wurde und der Zugriff aktuell eingeschränkt ist, eröffnet diese Option Marken neue Wege zur Kundengewinnung. Ein praktisches Testbeispiel zeigte einen SAT.1-Account, der auf die Streaming-Plattform Joyn verlinkt. Parallel dazu treibt TikTok den E-Commerce in den USA voran, testet dort die bildbasierte Produktsuche im TikTok Shop und wehrt sich rechtlich gegen ein US-Gesetz. Diese Entwicklungen unterstreichen die dynamische Plattformstrategie zwischen Commerce-Expansion und regionalen regulatorischen Hürden in Europa und Nordamerika.
Die Freigabe externer Weblinks durch eine Major Platform erweitert die Performance-Optionen im Social Commerce, während divergierende EU- und US-Dynamiken die regionale Strategie prägen.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- TikTok testet die Integration von Weblinks in Videos für Accounts mit eingerichtetem TikTok Shop.
- Der offizielle Start des TikTok Shops in der EU wurde verschoben, der Zugang ist aktuell limitiert.
- Ein SAT.1-Account wurde gesichtet, der in einem Video auf die Streaming-Plattform Joyn verlinkt.
- In den USA testet TikTok eine bildbasierte Produktsuche innerhalb des TikTok Shops mittels Nutzer-Uploads.
- TikTok fokussiert die US-Expansion und führt parallel juristische Auseinandersetzungen gegen ein dortiges Gesetz.
Verknüpfte Unternehmen
2 verknüpfte UnternehmenVerwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
OK Futures KI-‚Druckkochtopf‘-Kampagne für Goodwipes
Der frühere CEO von MullenLowe U.S., Frank Cartagena, gründete die Kreativagentur OK Future, um das Potenzial generativer KI für eine kleine Agentur zu testen. Ihr erstes Projekt, eine Parodie auf OpenAIs Astra-Werbespot für die Körperpflegemarke Goodwipes, wurde in vier Tagen mit KI-Tools wie ArtCraft, Seedance und OpenAIs Astra-Modell produziert und reduzierte die geplanten Produktionskosten von 700.000 US-Dollar drastisch. Die Kampagne 'Meet Asstra' erzielte über 1,5 Millionen Aufrufe auf Reddit. Cartagena bezeichnete das Tempo jedoch als 'nicht nachhaltig' und als 'Druckkochtopf'; das Team arbeitete rund um die Uhr und drohte sogar mit Kündigung. Goodwipes‘ SVP of Marketing, Meredith Diehn, betonte das Vertrauen in Cartagena und den Wert, mit KI zu experimentieren. Der Artikel unterstreicht den wachsenden Einsatz von KI in der Kreativproduktion: 73 % der Vermarkter nutzen GenAI für visuelle Inhalte, und Gartner prognostiziert, dass die Ausgaben für KI-Software bis 2029 auf 981 Milliarden US-Dollar steigen werden.
ARD-Mediathek überholt ZDF, RTL+ wächst im September
Im September 2026 erreichte die ARD-Mediathek wieder die Marke von 100 Millionen gestreamten Stunden und kam auf 106,2 Millionen Stunden, ein Plus von 16,1 Prozent gegenüber August. Dieses Wachstum wurde durch Inhalte wie die finale Staffel von 'Babylon Berlin' und Live-Fußball beflügelt. Das ZDF-Streamingportal verzeichnete hingegen nur ein minimales Wachstum von 0,8 Prozent auf 77,4 Millionen Stunden und blieb damit hinter ARD und anderen Plattformen zurück. RTL+ verzeichnete ein deutliches Wachstum von 10,9 Prozent insgesamt und 18,8 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen und erreichte 64,6 Millionen Stunden. Die Streamingstunden von DAZN verdreifachten sich auf 14,6 Millionen, was vermutlich auf die Champions League zurückzuführen ist. Im Gegensatz dazu verzeichnete Wow einen Rückgang von 5,8 Prozent auf 8,3 Millionen Stunden, während Sky um 11,8 Prozent zulegte. Amazon blieb mit 125,8 Millionen Stunden führend. Die Daten stammen von der AGF Videoforschung.
Lo-fi-UGC-Inhalte schlagen polierte Anzeigen
Der Artikel diskutiert die wachsende Effektivität von Lo-fi- und UGC-Inhalten gegenüber polierten Markenwerbeanzeigen in sozialen Feeds. Unter Berufung auf Daten von TikTok, System1, Meta und Kantar wird berichtet, dass Creator-Content eine um 70 % höhere Klickrate und 159 % mehr Engagement erzielt als Nicht-Creator-Anzeigen bei gleichem CPM, und dass Zuschauer Influencer-Inhalte nach durchschnittlich 17,8 Sekunden überspringen, verglichen mit 7,9 Sekunden bei traditionellen Markeninhalten. Meta-Partnerschaftsanzeigen liefern laut Bericht 19 % niedrigere CPAs und 13 % höhere Klickraten. Der Artikel betont, dass Lo-fi-Inhalte zwar authentisch wirken, aber dennoch einer bewussten Strategie bedürfen, einschließlich klarer Markenhinweise innerhalb der ersten zwei Sekunden. Er empfiehlt Marken, Lo-fi-Produktion, echte UGC/Creator-Inhalte und eine Remix-Ebene aus vorhandenem Material zu kombinieren, um kreative Frische und Leistung auf Plattformen wie TikTok und Instagram Reels zu erhalten.
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