Beobachtetes Signal · 12. Mai 2026 · Technical Release · Quelle: techcrunch · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral
Thinking Machines entwickelt KI mit aktiver Zuhörfunktion während des Sprechens
Thinking Machines Labs, gegründet von der ehemaligen OpenAI-CTO Mira Murati, hat eine technische Vorschau auf ein neuartiges Interaktionsmodell für multimodale Echtzeit-Konversationen im Full-Duplex-Modus veröffentlicht. Das Modell zielt auf eine Latenz von unter einer Sekunde ab (ca. 0,4 Sekunden), um während des Sprechens des Nutzers reagieren zu können. Dies umfasst Unterbrechungen zur Fehlerkorrektur, proaktive Antworten oder simultane Übersetzungen sowie die Fortführung von Gesprächen während Hintergrundaufgaben. Unternehmensdemos zeigen diese Fähigkeiten, jedoch ist das Modell noch nicht öffentlich; eine limitierte Research-Preview für Tester ist in den kommenden Monaten geplant. Verwandte technische Dokumentationen beschreiben TML-Interaction-Small als Mixture-of-Experts-Architektur und verweisen auf Benchmarkerfolge bei Audio- und Vision-Timing-Evaluationen, womit die Initiative vorerst als technische Vorschau und nicht als kommerzielles Produkt positioniert ist.
Ein Forschungsmeilenstein bei konversationeller KI-Interaktivität könnte zukünftige Sprach- und Chatinterfaces prägen. Da es sich jedoch um eine noch nicht öffentliche Vorschau eines Startups handelt, sind die unmittelbaren Auswirkungen auf die Branche vorerst begrenzt.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Thinking Machines Labs entwickelt ein Interaktionsmodell für multimodale Echtzeit-Full-Duplex-Kommunikation.
- Das Modell strebt Antwortzeiten von rund 0,4 Sekunden an, um Unterbrechungen und parallele Dialoge zu ermöglichen.
- Gründerin Mira Murati verließ OpenAI Ende 2024 und leitet nun Thinking Machines Labs.
- Das Startup hat Berichten zufolge vor der Markteinführung eines Produkts über 12 Milliarden US-Dollar von Investoren eingeworben.
- Thinking Machines plant in den kommenden Monaten eine limitierte Research-Preview für ausgewählte Tester.
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Thinking Machines präsentiert neue Modelle für multimodale Echtzeit-Interaktion
Thinking Machines Lab (Thinky), das von der ehemaligen OpenAI-CTO Mira Murati gegründete Startup, hat eine Research Preview neuartiger „Interaction Models“ vorgestellt. Diese sind für eine menschenähnliche Echtzeit-Kollaboration über Audio, Video und Text konzipiert. Die Modelle basieren auf einer Micro-Turn-Architektur, die Eingaben in Intervallen von rund 200 ms verarbeitet und Full-Duplex-Kommunikation unterstützt. Als Flaggschiff präsentierte das Unternehmen TML-Interaction-Small, ein Mixture-of-Experts-Modell mit 276 Milliarden Parametern, das innerhalb von ca. 0,40 Sekunden reagiert sowie Tool-Calls und UI-Generierung nahtlos integriert. Thinking Machines sicherte sich eine Frühphasen-Finanzierung in Höhe von 2 Milliarden US-Dollar von Investoren wie Andreessen Horowitz, NVIDIA, AMD, Cisco, Jane Street und Sequoia Capital. Zudem kündigte NVIDIA eine Partnerschaft für 2026 zur Bereitstellung von einem Gigawatt Rechenkapazität an. Eine limitierte Preview startet in den kommenden Monaten, gefolgt von einem breiteren Rollout Ende 2026.
Mira Murati kehrt zurück und stellt neue KI-Interaktionsmodelle vor
Mira Murati, CEO von Thinking Machines Lab und ehemalige CTO von OpenAI, trat in einem Bloomberg-Interview nach rund 18 Monaten erstmals wieder öffentlich auf. Sie gab Einblicke in die Arbeit ihres Start-ups, das in dieser Zeit Personal rekrutierte, Kapital einsammelte und Tinker gelauncht hat – eine API zur Feinabstimmung von Open-Source-Modellen. Zudem präsentierte sie eine neue Klasse von KI-Schnittstellen, sogenannte „Interaction Models“. Diese sind darauf ausgelegt, kontinuierliche Audio-, Text- und Videoströme im Takt von rund 200 Millisekunden zu verarbeiten, um die Dynamik menschlicher Kommunikation naturgetreu abzubilden. Einen konkreten Veröffentlichungstermin nannte Murati noch nicht. Darüber hinaus äußerte sie sich zu internen Abgängen bei Thinking Machines und reflektierte über Governance-Risiken sowie die Konzentration von Entscheidungsmacht, die bereits durch die Führungskrise bei OpenAI im November 2023 offenkundig wurden.
Interaktive KI-Modelle von Thinking Machines: Das Modell als Interface
The Sequence veröffentlichte am 20. Mai 2026 einen vielbeachteten Essay über die Forschungsarbeit von Thinking Machines an interaktiven, multimodalen Modellen. Die Publikation argumentiert, dass die künftige Mensch-KI-Kollaboration weit über einfache Next-Token-Textströme hinausgehen muss. Im Mittelpunkt steht der Ansatz von Thinking Machines, das KI-Modell selbst als Benutzeroberfläche zu etablieren und die Zusammenarbeit als einen temporalen, interaktiven Prozess anstelle eines serialisierten Textaustauschs zu gestalten. Der Artikel verweist auf eine YouTube-Videodemonstration von Thinking Machines und bewertet die Entwicklungen als zwar noch frühphasig, aber technologisch wegweisend. Damit positionieren sich interaktive multimodale Systeme als potenzielle Evolution künftiger Benutzerschnittstellen und kollaborativer Workflows im Bereich Künstliche Intelligenz.
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