Beobachtetes Signal · 23. Apr. 2026 · Product Launch · Quelle: Adzine · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Positiv
The Trade Desk startet agentische Werbetools für programmatische Workflows
The Trade Desk hat mit „Koa Agents“ KI-basierte Agenten zur Automatisierung operativer Aufgaben im programmatic media buying sowie das „Open Agentic Kit“ als Integrationsframework vorgestellt. Die über eine dialogbasierte Schnittstelle gesteuerten Agenten sollen Mediaplanung, Zielgruppenauswahl, Aktivierung und kontinuierliche Optimierung übernehmen, sodass Einkäufer primär strategische Ziele definieren. Die globale Agenturgruppe Stagwell testet die Technologie in einer geschlossenen Beta-Phase durch die Integration in ihre hauseigene Medienplattform. Dieser Schritt erfolgt vor dem Hintergrund eines breiteren Branchentrends hin zu agentischer Werbung, der durch Initiativen wie das IAB Tech Lab Agentic Real Time Framework (ARTF) und Pubmatics „Agentic OS“ untermauert wird. Marktbeobachter weisen jedoch auf wichtige Fragen bezüglich Interoperabilität und herstellerspezifischer Abhängigkeiten hin.
Die Einführung agentischer KI-Agenten und eines offenen Integrationskits durch eine führende Demand-Side Platform wie The Trade Desk könnte programmatische Workflows grundlegend verändern und den Wettbewerb um Standards und Interoperabilität im Bereich agentischer Werbung beschleunigen.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- The Trade Desk hat „Koa Agents“ als KI-basierte Agenten für den programmatischen Medieneinkauf eingeführt.
- Das Unternehmen veröffentlichte das „Open Agentic Kit“ als Integrationsframework für agentische Workflows.
- Die globale Agenturgruppe Stagwell testet die Technologie in einer geschlossenen Beta-Phase, indem sie Koa in ihre interne Medienplattform integriert.
- Zu den branchenweiten Initiativen im Bereich agentischer Prozesse gehören das IAB Tech Lab Agentic Real Time Framework (ARTF) und Pubmatics „Agentic OS“.
- Anja Martensen, Senior Director Client Services DACH bei The Trade Desk, betont die Verschiebung hin zu KI-gesteuerten Media-Buying-Workflows.
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AdTech setzt auf Agentic AI und neue programmatische Ansätze
Am 22. April 2026 kündigten Publisher und AdTech-Anbieter zahlreiche Innovationen im Bereich Agentic AI und programmatischer Produkte an. The Trade Desk stellte Koa Agents als erste plattforminterne KI-Agenten sowie ein Open Agentic Kit als Interoperabilitätsschicht vor; Stagwell pilotiert das System. Microsoft Advertising rollte KI-gestützte Kampagnen-Agenten aus, während OpenAI die ChatGPT-Werbung neben CPM um Cost-per-Click (CPC) erweitert hat. Zudem lancierte Index Exchange mit Index Cloud eine Lösung, mit der Demand-Side Platforms die Gebotslogik direkt in der Exchange ausführen können; Bedrock Platform testet diesen Ansatz als erster DSP. Die Branchenübersicht verzeichnet zudem Pilotpreise und Neueinstellungen, weist jedoch auf anhaltende Spannungen hin: Konkurrierende Agenten-Standards und unterschiedliche Anbieteranreize könnten die Interoperabilität und die Akzeptanz bei Vermarktern trotz rascher Produktstarts gefährden.
Stagwell kooperiert mit The Trade Desk für agentenbasiertes Media-Buying
Stagwell hat eine Partnerschaft mit The Trade Desk vereinbart, um KI-Agenten auf Basis der Koa-Software in den eigenen Ad-Tech-Stack zu integrieren und agentenbasierte Media-Workflows zu beschleunigen. Die Initiative nutzt die Kokai-Schnittstelle sowie ein Open-Agentic-Kit-Framework für textbasierte Agenteninteraktionen bei Aufgaben wie Zielgruppenentwicklung, Segmentierung und Fehlerbehebung; die Agenten beschleunigen das Setup, platzieren Media-Buys jedoch nicht autonom. Stagwells Matt Adams wertete den Deal als Vertrauensbeweis in The Trade Desk, ungeachtet jüngster Transparenz- und Gebührenszenarien, die von einigen Holding-Networks vorgebracht wurden. Das Projekt wird bei The Trade Desk von CEO Jeff Green beaufsichtigt. Parallel dazu arbeitet Stagwell an einer separaten Gemini-Integration für DV360 von Google.
The Trade Desk: Claude-gestützte Koa Agents für die Kampagneneinrichtung
The Trade Desk hat mit den „Koa Agents“ agentenbasierte Funktionen entwickelt, die wesentliche Teile der programmatischen Kampagneneinrichtung automatisieren. Über eine Interoperabilitätsschicht namens Open Agentic Kit lassen sich Partner-KI-Modelle wie Anthropics Claude anbinden. In einer geschlossenen Beta-Phase können die Koa Agents Mediapläne einlesen, in plattformkompatible Vorlagen umformatieren, Kampagnen aufbauen, Werbemittelprobleme beheben und begründete Nächste Schritte vorschlagen, führen den programmatischen Einkauf jedoch nicht autonom aus. Die auf der bestehenden Koa AI und dem Kokai-Kampagnenmanagement-Stack basierende Funktion legt den Schwerpunkt auf menschliche Freigaben sowie Datenportabilität. Ziel ist es, die operationalen Hürden für Werbetreibende zu senken und gleichzeitig die kommerzielle Dynamik zwischen Agenturen und Demand-Side-Platforms nachhaltig zu verändern.
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