Beobachtetes Signal · 29. Juli 2026 · Product Launch · Quelle: persoenlich.com News · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Positiv

Tamedia: Fokus auf Abonnements und digitale Monetarisierung

Zusammenfassung des Signals

Tamedia-CEO Jessica Peppel-Schulz erklärte im Interview mit der österreichischen Tageszeitung „Der Standard“, dass das Unternehmen neue digitale Abonnementmodelle wie sogenannte „Limited Abos“ für selektive Themeninteressen entwickelt. Derzeit stammen rund 85 Prozent des Umsatzes aus dem Printgeschäft, binnen fünf Jahren wird ein Umsatzmix von 60 Prozent Print und 40 Prozent Digital angestrebt. Seit der Rückführung der Vermarktung in Eigenregie unter Tamedia Advertising Anfang 2025 verzeichnete das digitale Werbegeschäft ein Wachstum von 30 Prozent in einem rückläufigen Markt. Zudem meldet Tamedia messbare Zuwächse bei der Google-Reichweite: Der Traffic stieg in sechs Monaten um 40 Prozent, die markenübergreifende Google-Sichtbarkeit wuchs innerhalb von zwölf Jahren um 140 Prozent. Eine 2023 ausgesprochene Beschäftigungsgarantie für Journalisten läuft Ende September aus; absolute langfristige Jobgarantien lehnte die CEO ab.

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Der Wandel der Publisher-Strategie und Monetarisierung – insbesondere die angekündigten Abo-Modelle und das digitale Wachstum nach der Rückführung der Vermarktung – liefert wichtige Einblicke in Verlags- und Werbeerlösmodelle.

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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz

  • Tamedia entwickelt „Limited Abos“ als digitale Abonnements für selektive Themeninteressen.
  • Rund 85 % des aktuellen Umsatzes stammen aus dem Printbereich; das Ziel ist ein Mix von 60 % Print und 40 % Digital in fünf Jahren.
  • Nach der Rückführung der Vermarktung zu Tamedia Advertising Anfang 2025 wuchs das digitale Werbegeschäft um 30 %.
  • Der durch Google generierte Traffic stieg in sechs Monaten um 40 %, die markenübergreifende Sichtbarkeit in zwölf Monaten um 140 %.
  • Eine 2023 vereinbarte Beschäftigungsgarantie für Journalisten läuft Ende September aus; eine absolute Zusage für die Zukunft gibt es nicht.
Primäre Quellenbasis & Herkunftsnachweis
Verifizierter Herkunftsnachweis
Primärquelle: persoenlich.com News•Veröffentlicht: 29. Juli 2026
Ursprünglicher Berichttitel: “Tamedia: Strategisch zählt nur das Abonnement”

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Corporate Restructuring20. Okt. 2026

Tamedia-Geschäftsleitung hält an Stellenabbau fest

In einem Schreiben an die Mitarbeitenden bekräftigt die Tamedia-Geschäftsleitung um CEO Jessica Peppel-Schulz ihren Kurs, trotz Protesten und Kritik der Redaktionen 41 Stellen abzubauen (34 Vollzeitstellen, davon 30 in der Publizistik). Als Gründe nennt das Unternehmen den stark unter Druck stehenden Werbemarkt in Print und Digital sowie den raschen Wandel der Mediennutzung. Die Geschäftsleitung weist den Vorwurf mangelnder sozialer Verantwortung zurück und verweist auf den Sozialplan und Verhandlungen mit den Sozialpartnern, während die Gewerkschaft Syndicom eine fehlende vorherige Information und Gespräche bemängelt. Die Redaktionen fordern einen sofortigen Kündigungsstopp, ein Konsultationsverfahren auch in der Deutschschweiz und personelle Konsequenzen in der Führung. Die Geschäftsleitung macht keine Zugeständnisse und setzt weiterhin auf KI zur Automatisierung standardisierter Inhalte, betont aber die Verantwortung von Journalisten für Qualitätsjournalismus.

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Publisher & Media Owner21. Mai 2026

Digitale Abonnements gleichen Print-Rückgänge bei der Spiegel-Gruppe aus

Die Spiegel-Gruppe hat stabile Geschäftszahlen für das Jahr 2025 vorgelegt. Getrieben durch steigende Umsätze im Bereich Digital Subscriptions konnten die Rückgänge im Printgeschäft sowie bei Printanzeigen vollständig kompensiert werden. Der Gesamtumsatz der Gruppe lag bei 258,8 Millionen Euro, was einem Anstieg von 3,6 Millionen Euro im Jahresvergleich entspricht, während der Jahresüberschuss leicht auf 25,9 Millionen Euro sank. Die Erlöse aus digitalen Abonnements wie Spiegel+ kletterten um 16,1 Prozent auf 77,7 Millionen Euro. Demgegenüber stand ein Rückgang der Print-Vertriebserlöse um 2,3 Prozent auf 88,5 Millionen Euro sowie ein deutlicher Einbruch der Print-Werbeumsätze um 16,6 Prozent auf 14,6 Millionen Euro. Die digitalen Werbeerlöse beliefen sich auf 43,5 Millionen Euro. Bis 2030 strebt die Verlagsgruppe an, die Umsätze mit digitalen Abonnements gruppenweit auf über 100 Millionen Euro zu steigern, gestützt durch fortlaufende Investitionen in investigativen Journalismus und Produktinnovationen.

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Media & Publishing24. Okt. 2026

Tamedia-Stellenabbau grösser als kommuniziert

Der publizistische Leiter von Tamedia, Simon Bärtschi, bestätigte, dass der kommunizierte Stellenabbau nicht alle wegfallenden Stellen umfasst. In einem SRF-Medientalk erklärte er, dass frei werdende Stellen nur noch ersetzt werden, wenn sie zur redaktionellen DNA gehören. Das Unternehmen kündigte 41 Entlassungen (34 Vollzeitstellen) an, doch Kritiker sagen, der tatsächliche Abbau sei grösser, da seit 2024 viele Stellen nicht nachbesetzt wurden. Bärtschi verteidigte die Strategie, lehnte eine Quersubventionierung durch profitable TX-Group-Plattformen ab und liess die Zukunft des letzten Druckzentrums nach 2034 offen.

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