Beobachtetes Signal · 1. Nov. 2026 · Policy Update · Quelle: persoenlich.com News · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Negativ
Medienleute rufen zu Kundgebung in Bern auf
Schweizer Journalistinnen und Journalisten verschiedener Medienhäuser, darunter Tamedia, Ringier, SRG, CH Media, NZZ und Tsüri.ch, organisieren am 21. November in Bern eine Kundgebung unter dem Motto «Journalismus retten – Demokratie verteidigen», um gegen Stellenabbau und die ihrer Ansicht nach sinkende journalistische Qualität zu protestieren. Initiiert wird der Protest von der neu gegründeten Media Alliance, unterstützt von den Gewerkschaften Syndicom und SSM sowie dem Berufsverband Impressum. Auslöser sind Sparmassnahmen wie die Streichung von 34 Vollzeitstellen bei Tamedia und rund 40 Stellen beim SRF. Die Organisatoren wollen mit der Kundgebung die Öffentlichkeit wachrütteln, nennen aber noch keine konkreten Forderungen. Die Gruppe betont ihre politische Neutralität und hofft, dass die Allianz nach der Veranstaltung nicht mehr nötig ist.
Die Kundgebung thematisiert erhebliche Stellenstreichungen im Schweizer Medienmarkt, was den Publikationssektor und potenziell die Werbeinventare und Reichweiten beeinflussen könnte. Es handelt sich jedoch um ein lokales Ereignis ohne direkte AdTech-Relevanz.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Die Media Alliance, ein neues Schweizer Medienbündnis, organisiert am 21. November eine Kundgebung in Bern unter dem Motto «Journalismus retten – Demokratie verteidigen».
- Journalistinnen und Journalisten von Tamedia, Ringier, SRG, CH Media, NZZ, Tsüri.ch und Lokalmedien unterstützen den Aufruf.
- Tamedia kündigte am 5. Oktober die Streichung von 34 Vollzeitstellen an; beim SRF fallen rund 40 Stellen weg.
- Die Gewerkschaften Syndicom und SSM sowie der Berufsverband Impressum unterstützen die Kundgebung.
- Die Media Alliance hat noch keine konkreten Forderungen vorgelegt; ein Programm soll demnächst folgen.
Verknüpfte Unternehmen
5 verknüpfte Unternehmen“Tamedia kündigte die Streichung von 34 Vollzeitstellen an, was Proteste auslöste.”
“Reporter der Ringier-Zeitung Blick sind Teil der Initiative, unter anderem Pascal Scheiber als Vorstandsmitglied.”
“Medienschaffende von CH Media gehören zu den Unterstützern der Kundgebung.”
“Auch Mitarbeitende der NZZ sind Teil der Initiative.”
“Zur SRG gehört das SRF, wo rund 40 Stellen abgebaut werden.”
Ontologie & Marktkonzepte
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Tamedia-Mitarbeiter streiken gegen 41 Kündigungen
Am Donnerstagmorgen haben Tamedia-Mitarbeitende in der ganzen Schweiz mit einem einstündigen Warnstreik gegen die im Oktober angekündigten 41 Kündigungen protestiert. Rund 150 Mitarbeitende und Unterstützer versammelten sich in Zürich, weitere Aktionen gab es in Bern, Lausanne und Genf. Der Streik wurde zusammen mit den Gewerkschaften Syndicom und Impressum organisiert. Kurz vor Streikbeginn erweiterte Verleger Pietro Supino sein Gesprächsangebot auf alle Mitarbeitenden, doch die Belegschaft bekräftigte ihre fünf Forderungen: Rücknahme aller Kündigungen, ein ordentliches Konsultationsverfahren, ein zweijähriger Kündigungsstopp, eine grosse Mitarbeiterversammlung mit Supino noch in diesem Monat sowie Verhandlungen über einen Firmen-GAV. Die Mitarbeitenden äusserten grosse Sorge um die Zukunft des Qualitätsjournalismus bei Tamedia und kritisierten das Vorgehen der Geschäftsleitung.
400 protestieren gegen Tamedia-Stellenabbau
Rund 400 Personen versammelten sich vor dem Hauptsitz der TX Group in Zürich, um gegen den geplanten Stellenabbau bei Tamedia zu protestieren, der 31 Redaktionsstellen streicht und 41 Mitarbeitende betrifft. Die von den deutschschweizer Redaktionen organisierte Aktion forderte einen sofortigen Kündigungsstopp und ein Konsultationsverfahren. Redaktorin Alexandra Aregger kritisierte die wechselnden Strategien der Geschäftsleitung und den Vertrauensverlust. Stadtpräsident Raphael Golta betonte die Bedeutung lokal produzierten Journalismus'. Trotz der Mobilisierung hält die Geschäftsleitung an den Massnahmen fest; die ersten Kündigungsgespräche sind für Mittwoch geplant. Kommunikationschef Edi Estermann verteidigte den Abbau als notwendige Transformation in einem sich schnell verändernden Medienmarkt.
St-Paul-Médias-Mitarbeiter protestieren gegen geplante Entlassungen
Am 2. Juli 2026 demonstrierten Mitarbeiter, Unterstützer und Gewerkschaften vor dem Hauptsitz von St-Paul Médias in Fribourg gegen den Ende April angekündigten Abbau von 18 Stellen. An der Kundgebung nahmen rund 80 bis 100 Personen teil. Die Verlagsgruppe gibt regionale Titel wie die Freiburger Tageszeitung La Liberté heraus; Beschäftigte und ihre Vertreter warnen, dass die Kürzungen die Qualität und das Fortbestehen mehrerer Publikationen gefährden. Ein Konsultationsverfahren für Massenentlassungen läuft bereits seit dem 18. Juni. Die Gewerkschaft Syndicom und der Berufsverband Impressum erklärten, dass die Personalvertretung die Unternehmensstrategie mit datenbasierten Argumenten ablehnt. Julie Rudaz, Präsidentin der Redaktionskommission, hob die starke interne Mobilisierung hervor und äußerte die Hoffnung, dass die Argumente der Belegschaft Gewicht behalten.
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