Beobachtetes Signal · 26. Mai 2026 · Organization Dissolution · Quelle: persoenlich.com News · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Negativ

Schweizer Medienqualitätsranking wird nach Verbandsauflösung eingestellt

Zusammenfassung des Signals

Der im Jahr 2014 gegründete Verein Medienqualität Schweiz (MQS) wird Ende des Jahres aufgelöst, wodurch das biennale Medienqualitätsranking nicht fortgeführt wird. Das Projekt, realisiert in Zusammenarbeit mit dem fög (Universität Zürich), der Universität Fribourg und der Hochschule Luzern, kostete jährlich rund 400.000 bis 500.000 CHF und wurde von Unternehmenssponsoren wie Novartis, CSS, Denner und Swiss Re finanziert. Während das fög die Inhaltsqualitätsanalysen in seinem Jahrbuch weiterführt, pausiert die repräsentative Bevölkerungsumfrage mangels Finanzierung. Die Forschenden Philipp Bachmann und Diana Ingenhoff planen, frühere Studien sowie einen Impact Score in Fachzeitschriften zu veröffentlichen und Datensätze über Open-Data-Repositories zugänglich zu machen. Die Einstellung des Programms entfernt ein wichtiges Benchmarking-Tool für Schweizer Publisher und Werbetreibende, verändert die lokale Medienplanung jedoch primär auf akademischer Ebene.

Polaris7 AgentStrategische Einordnung
Hohe Konfidenz

Das Ende des regionalen Medienmessprogramms entzieht Schweizer Publishern und Advertisern ein öffentliches Benchmarking-Tool und pausiert repräsentative Publikumsbefragungen, was vor allem für die lokale Medienplanung relevant ist.

SIGNAL RADAR

Marktsignale zu Neue Zürcher Zeitung (NZZ) in Echtzeit verfolgen

Polaris7 erfasst behördliche Registrierungen, Primärquellen, Führungswechsel und Deal-Aktivitäten rund um die Uhr. Erstellen Sie Ihren kostenlosen Explorer-Workspace, um automatisierte Executive Briefings zu erhalten.

Kostenlos im Explorer starten
Kostenloser Explorer-ZugangKeine Kreditkarte nötigSofortiges Watchlist-Setup

Wichtigste Kernpunkte & Evidenz

  • Der Verein Medienqualität Schweiz (MQS) wird zum Jahresende aufgelöst.
  • Das biennale Medienqualitätsranking, zuletzt 2024 veröffentlicht, wird nicht fortgeführt.
  • Das Projekt wurde gemeinsam vom fög (Universität Zürich), der Universität Fribourg und der Hochschule Luzern verantwortet.
  • Die jährlichen Kosten von 400.000 bis 500.000 CHF wurden durch Unternehmensspender wie Novartis, CSS, Denner und Swiss Re gedeckt.
  • Inhaltsanalysen fließen künftig ins fög-Jahrbuch ein; repräsentative Umfragen pausieren; Veröffentlichungen historischer Daten erfolgen via Open-Data.

Ontologie & Marktkonzepte

Primäre Quellenbasis & Herkunftsnachweis
Verifizierter Herkunftsnachweis
Primärquelle: persoenlich.com News•Veröffentlicht: 26. Mai 2026
Ursprünglicher Berichttitel: “Medienqualitätsranking: Wie es nach der Auflösung weitergeht”

Verwandte Marktsignale & Trends

Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.

Publisher & Media Owner8. Mai 2026

SwissMediaForum: Überlebenskampf, KI-Herausforderungen und Kooperationskultur in der Schweizer Medienlandschaft

Auf dem SwissMediaForum in Luzern diskutierten die Spitzenköpfe der grössten Schweizer Medienhäuser – darunter Pietro Supino (TX Group), Felix Graf (NZZ), Susanne Wille (SRG), Michael Wanner (CH Media) und Marc Walder (Ringier) – unter der Moderation von Eveline Kobler (SRF) über digitale Überlebensstrategien, KI und Plattformdisruption. Marc Walders provokante These, dass digital nur Blick, NZZ und 20 Minuten überleben werden, sorgte für Gegenwind, insbesondere bezüglich subventionierter CH-Media-Resultate. Einig war man sich über die Notwendigkeit klarer Urheberrechtsregeln für KI: Walder unterstützte die Motion Gössi, während SRG-Chefin Susanne Wille anbot, SRG-Distributionskanäle für private Medien zu öffnen, um Reichweiten zu teilen. Die NZZ setzt auf internationale Expansion und KI-gestützte «liquid content»-Formate. CH Media meldete stabilisierte Abonnentenzahlen im zweiten Halbjahr 2025 und verwies auf eine Reuters-Studie, wonach die Zahlungsbereitschaft für Digital-News in der Deutschschweiz auf 22 % gestiegen ist. Die Meinungen zur SRG-Kooperation bleiben gespalten.

Signal analysieren
Broadcasting regulation and public broadcaster oversight20. Juli 2026

Rechtsbürgerliche Kräfte erhöhen den Druck auf die SRG

Eine Untersuchung des Magazins Republik belegt den wachsenden politischen Druck auf die SRG trotz eines klaren Votums gegen die Halbierungsinitiative. Der neu gegründete Verein SVFAB analysierte angeblich rund 30'000 SRF-Sendungen mittels Künstlicher Intelligenz auf eine linkslastige Schlagseite hin und übergab die Daten an die neue Bakom-Direktorin Gianna Luzio. Der SVFAB fordert die Schaffung eines unabhängigen Mediengerichts mit Sanktionsbefugnissen und Bussen von bis zu 500'000 CHF. Medienminister Albert Rösti unterstützt die Debatte über eine angeblich unausgewogene Berichterstattung und erwägt, der Unabhängigen Beschwerdeinstanz (UBI) ebenfalls Bussenkompetenzen zu verleihen, was eine Gesetzesänderung erfordern würde. Medienexperten kritisieren die SVFAB-Methodik als intransparent und wissenschaftlich nicht haltbar. Die Diskussion verlagert sich zunehmend auf strukturelle Hebel wie Konzessionsbedingungen, Aufsichtsstrukturen und die künftige Finanzierung.

Signal analysieren
Financials13. Mai 2026

MAZ Reports Loss for Fiscal Year 2025

The MAZ Institute for Journalism and Communication closed its 2025 fiscal year with a reported annual loss and a notable drop in revenue. The institute’s annual report records a net loss of CHF 114,164 and an operating result of minus CHF 1.525 million, roughly CHF 0.5 million below budget. Net revenue from services fell from CHF 4.8 million to CHF 3.97 million. Both the journalism and communications divisions saw declines: journalism revenue fell to CHF 1.974 million (a five‑year low), while the communications unit missed budget and prior‑year targets by about CHF 700,000 due to cancelled longer courses. MAZ has launched a transformation project in early 2026 to review offerings and reduce fixed costs and initiated an accreditation process in H2 2025 to seek state recognition for its diplomas.

Signal analysieren

Marktsignale & Strategische Shifts in Echtzeit verfolgen

Erstellen Sie benutzerdefinierte Watchlists, um automatisierte, evidenzbasierte Executive Briefings zu erhalten, sobald wesentliche Signale oder Marktverschiebungen auftreten.