Beobachtetes Signal · 26. Aug. 2026 · Policy Update · Quelle: persoenlich.com News · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral
Schweizer UKW-Comeback stoppt geplante Abschaltung zugunsten von DAB+
Ein journalistischer Kommentar beleuchtet die intensive Schweizer Debatte um die geplante UKW-Abschaltung zugunsten von DAB+, die vom Parlament nach heftigem öffentlichen Druck und durch das Engagement des Medienpioniers Roger Schawinski schließlich gekippt wurde. Da die öffentlich-rechtliche SRG zuvor bereits zahlreiche UKW-Sender demontiert hatte, steht sie nun vor der kostenintensiven Reaktivierung ihrer analogen Infrastruktur. Der Beitrag unterstreicht die ungebrochene emotionale Bindekraft und Resilienz des klassischen Radios gegenüber digitalen Audio-Konkurrenten wie Spotify und Podcasts. Flankierend feiert das traditionsreiche SRF-Radio-Talkformat „Persönlich“ sein 50-jähriges Jubiläum, während der langjährige Moderator Ralph Wicki in den Ruhestand verabschiedet wird. Verfasst wurde die Kolumne von Matthias Ackeret, Herausgeber und Chefredakteur von persoenlich.com.
Die Kehrtwende bei der UKW-Politik erzwingt massive Investitionen in die Rundfunkinfrastruktur der SRG und verändert die Distributions- sowie Monetarisierungsbedingungen im Schweizer Audiomarkt nachhaltig, wenngleich die direkten AdTech-Auswirkungen überschaubar bleiben.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Das Schweizer Parlament hat die geplante UKW-Abschaltung im Jahr 2025 überraschend rückgängig gemacht.
- Medienunternehmer Roger Schawinski trug maßgeblich zur erfolgreichen öffentlichen Kampagne gegen das Aus bei.
- Die SRG muss nun bereits abgeschaltete UKW-Sender mit erheblichem finanziellen Aufwand wieder aufbauen.
- Das SRF-Format „Persönlich“ feiert sein 50. Jubiläum, und Moderator Ralph Wicki gibt seinen Abschied.
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2 verknüpfte Unternehmen“Matthias Ackeret ist Verleger und Chefredaktor von persoenlich.com....”
“Im Regen stand dabei lediglich die SRG, die ihre UKW-Sender bereits abgestellt hatte und nun für teures Geld ihr UKW-Netz erneut aufbauen mu...”
Ontologie & Marktkonzepte
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SRG to Resume FM Broadcasting This Autumn
Switzerland’s public broadcaster SRG plans to restart analogue FM (UKW) radio transmissions in autumn 2026 after political pressure and a December parliamentary motion. FM technical tests have been running since 20 July 2026, with Swisscom Broadcast AG conducting function checks at multiple sites on SRG’s behalf. The Federal Office of Communications (Bakom) is expected to issue the required UKW concession in August 2026. SRG had switched distribution to DAB+ and shut down UKW in January, a move linked to about a 6% market-share loss in the first half of 2025. SRG says tests continue, older equipment remains in use and contractual details with Swisscom are still being clarified. Initial operating costs are estimated at about CHF 6.6 million per year, with potential expansion costs up to CHF 15 million.
Susanne Wille plant dreistufige Rückkehr der SRG zu UKW
Die Schweizer SRG plant anstelle einer sofortigen Vollabschaltung eine schrittweise Rückkehr zum UKW-Radio. Laut Medienberichten und einem internen SRG-Papier wird beim Bundesamt für Kommunikation (Bakom) ein entsprechender Antrag gestellt. Die Umsetzung erfolgt in drei Ausbaustufen: Die erste Phase soll im dritten Quartal 2026 starten, rund 85 Prozent der Bevölkerung auf Hauptverkehrswegen abdecken und jährliche Betriebskosten von 6,6 Millionen Franken verursachen. Die zweite Stufe zielt ab frühestens Oktober 2026 auf 90 Prozent Abdeckung bei 8,1 Millionen Franken jährlich. Bis Ende 2028 soll die letzte Stufe mit 95 Prozent Reichweite und 14.8 Millionen Franken Jahreskosten greifen. Die SRG will alle drei Radioprogramme, darunter Radio SRF 2 Kultur, auf UKW zurückbringen. Interne Analysen warnen jedoch vor Schwierigkeiten, das frühere Publikumsvolumen vor der Abschaltung wiederzuerlangen.
Rolle rückwärts: SRG reicht Gesuch für UKW-Frequenzen beim Bakom ein
Die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) hat beim Bundesamt für Kommunikation (Bakom) ein Gesuch für UKW-Frequenzen eingereicht, um die UKW-Verbreitung wiederaufzunehmen. SRG-Mediensprecher Nik Leuenberger bestätigte den Schritt und betonte, dass der Sender so schnell wie möglich auf UKW zurückkehren wolle. Voraussetzung hierfür sind jedoch eine neue Sendekonzession sowie die Klärung vertraglicher und technischer Rahmenbedingungen. Laut Bakom sollen neue Radiokonzessionen regulär ab 2027 greifen; für Stationen, die bereits zuvor Frequenzen hielten, wäre eine frühere Vergabe jedoch denkbar. Die SRG hatte die UKW-Verbreitung erst Ende 2024 eingestellt. Der Schwenk zurück zur Terrestrik folgt auf den Beschluss des Schweizer Parlaments, den ursprünglich für Ende 2026 geplanten, landesweiten UKW-Ausstieg zu verschieben. Für die Schweizer Audiolandschaft bedeutet dies eine signifikante Verschiebung der Distributionsstrategien.
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