Beobachtetes Signal · 19. Juni 2026 · Research Report · Quelle: https://martech.org/feed/ · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Negativ
Umfrage: MarTech scheitert an der Umsetzung von Daten in Taten
Eine neue eClerx-Umfrage, über die MarTech berichtet, offenbart eine weit verbreitete Lücke zwischen der Einführung von Marketing-Technologien und den tatsächlichen Geschäftsergebnissen. Trotz hoher Investitionen in MarTech, Analytics und KI mangelt es vielen Unternehmen an Vertrauen in ihre Daten und an der Fähigkeit, Erkenntnisse in Aktionen umzusetzen. Der Bericht bezeichnet das Problem als „Aktivierungs-Gap“: Datenerfassung und Insights haben sich verbessert, doch fragmentierte Systeme, Datensilos, schwache Attribution sowie langsame Abläufe verhindern, dass Erkenntnisse Kampagnen, Budgets und die Customer Experience maßgeblich beeinflussen. Die Umfrage belegt eine geringe operative Reife und legt nahe, dass die nächste Herausforderung für das Marketing im operativen Design statt in zusätzlichen Tools liegt.
Die Umfrageergebnisse verdeutlichen systematische operative Defizite bei der MarTech-Einführung und -Messung, die die Marketingeffektivität und den ROI beeinträchtigen. Dies ist besonders relevant für MarTech-Anbieter, Analytics-Dienstleister und Marketing-Operations-Teams, stellt jedoch keine Plattformrichtlinie oder ein marktbewegendes Großereignis dar.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- eClerx-Umfrage: 78 % der Marketing-Führungskräfte geben an, dass ihre MarTech-Stacks ihre Geschäftsziele nicht unterstützen.
- Nur 25 % der Befragten beschreiben ihre Organisationen als vollständig datengestützt.
- Drei Viertel der Befragten (ca. 75 %) treffen Investitionsentscheidungen auf Basis unvollständiger Daten.
- 47 % melden nur ein mäßiges Vertrauen in die Messung des wahren Cross-Channel-ROI; 24 % nutzen Media Mix Modeling zur Budgetumschichtung anhand von Live-Leistungsdaten.
- 68 % erklären, dass Daten über Marketing-, Vertriebs-, Kunden- und Analytics-Umgebungen hinweg nur teilweise vereinheitlicht oder fragmentiert sind; laut eClerx nennen 86 % fragmentierte Daten, inkonsistentes Reporting, begrenzte Echtzeitsichtbarkeit oder schwache Attributionsrahmen als Barrieren.
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eClerx Report: 78% Say Martech Fails to Deliver ROI
eClerx Services Ltd published the eClerx Marketing Report 2026: Mind the Gap, reporting that a large share of marketing leaders believe martech investments are not delivering expected ROI. The report is based on a survey of 366 U.S.-based marketing leaders across organizations with $500M–$5B+ revenues in 15+ industries. It introduces the concept of an "activation gap" — the disconnect between generating insights and acting on them — and includes a Martech Maturity Scorecard to assess activation architecture. Key findings include that many organizations make decisions from partial data, have limited confidence in cross-channel ROI measurement, and rarely use live media-mix modeling to reallocate budgets. Scott Houchin, Chief Marketing Officer at eClerx, is quoted on the need to embed insights into workflows rather than adding more tools.
B2B-Marketer: Datenüberflutung bei gleichzeitigem Mangel an Erkenntnissen
Am 22. April 2026 auf MarTech veröffentlicht, argumentiert Mike Maynard (Managing Director bei Napier), dass B2B-Marketer riesige Datenmengen sammeln, diese jedoch nicht in verwertbare Insights umwandeln können. Der Beitrag beschreibt strukturelle Messprobleme wie lange Sales Cycles, große Buying Committees und geringe Event-Volumina, die Inkrementelltheits-Tests und Attribution erschweren. Er beleuchtet praktische Hürden bei der Identifizierung und Ansprache hochwertiger Accounts – etwa rückläufige Formularanmeldungen, durch Remote Work erschwertes IP-to-Company-Mapping sowie Cookie-Opt-outs – und warnt vor unnötigem Datenverlust durch übervorsichtige DSGVO-Richtlinien. Zudem wird angemerkt, dass KMUs oft die Ressourcen fehlen, um komplexe MarTech (MAPs, CRMs, CDPs, Data Warehouses) zu operationalisieren, weshalb Teams die Grundlagen fixen sollten, bevor sie fortgeschrittene Analytics oder Automatisierung anstreben.
CMO-Council-Bericht: Martech-Stack-Erfolg hängt stark vom spezifischen Problem ab
Ein neuer Bericht des CMO Council und von MartechTribe mit dem Titel „The Apex Martech Matrix 2026“ analysiert 988 Martech-Stacks über sieben Branchen und 49 Kategorien hinweg, um die Treiber der Marketing-Performance zu ermitteln. Die Studie zeigt, dass überdurchschnittlich performende Unternehmen – definiert als die Top 30 % nach Umsatz pro Mitarbeiter – keineswegs konsistent über ausgefeiltere Technologie oder tiefgreifendere Expertise verfügen. Es zeigen sich unterschiedliche Muster: Spitzenreiter im Bereich Marketing Automation nutzen eine breitere Funktionalität bei ähnlicher Reife; im E-Mail-Marketing weisen sie eine höhere operative Reife bei weniger komplexen Features auf; beim CRM sind beide Faktoren ausgeprägter. Bemerkenswerterweise korrelierte höhere Investitionen in eine Customer Data Platform (CDP) nicht mit einer besseren Performance. Der Bericht legt nahe, dass das bloße Hinzufügen von Funktionen selten die Lösung ist; Vermarkter sollten stattdessen zunächst ungenutzte Potenziale bereits vorhandener Tools ausschöpfen.
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