Beobachtetes Signal · 20. Aug. 2026 · Technical Release · Quelle: techcrunch · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Negativ
Studie: Ein Drittel neuer Webseiten zeigt Spuren von KI-Autorschaft
Eine am 20. August 2026 veröffentlichte Studie des Pew Research Center analysierte Common-Crawl-Daten von fast einer halben Milliarde englischsprachiger Webseiten der letzten fünf Jahre mithilfe des Detektionstools Open Pangram. Während im Gesamtarchiv rund zehn Prozent der Seiten signifikante Anzeichen von KI-Autorschaft aufwiesen, steigt dieser Wert bei Einbeziehung ausschließlich jener Inhalte, die nach dem ChatGPT-Start im November 2022 publiziert wurden, auf etwa 35 Prozent an. Eine zusätzliche Zufallsstichprobe von 10.000 Seiten aus Juli 2026 bestätigte die Größenordnung von zehn Prozent starker KI-Signale. Die Verteilung nach Domains variiert deutlich: Rund zehn Prozent entfallen auf .com-Seiten, 4,6 Prozent auf .org-Domains sowie jeweils etwa ein Prozent auf .edu- und .gov-Präsenzen. Dies verdeutlicht die zunehmende Verwässerung der offenen Weblandschaft durch KI-generierten Content, was weitreichende Implikationen für Content-Qualität, Publisher-Inventar und Brand Safety im programmatischen Ökosystem mit sich bringt.
Diese groß angelegte Pew-Studie belegt die massenhafte Verbreitung von KI-Inhalten im Netz. Dies verändert Publisher-Inventare grundlegend und erfordert verschärfte Maßnahmen bei Content-Qualität, Brand Safety, Ad-Messung sowie Betrugserkennung im programmatischen Advertising.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Das Pew Research Center veröffentlichte am 20.08.2026 die Untersuchung zur KI-Durchdringung im Web.
- Die Analyse basierte auf Common-Crawl-Daten von fast einer halben Milliarde englischsprachiger Webseiten aus fünf Jahren.
- Der Einsatz des Open-Pangram-Detektionstools und einer Juli-2026-Stichprobe (10.000 Seiten) ergab jeweils rund zehn Prozent starke KI-Signale.
- Nach Ausschluss von Inhalten vor dem ChatGPT-Launch (Nov 2022) steigt der Anteil KI-generierter Seiten auf ca. 35 Prozent.
- Die Verteilung nach Top-Level-Domains zeigt ca. 10 % bei .com, 4,6 % bei .org sowie je ~1 % bei .edu und .gov.
Verknüpfte Unternehmen
8 verknüpfte Unternehmen“Over one-third of webpages published after the release of ChatGPT show signs of being written by AI, according to a new study from Pew Resea...”
“Pew then used Open Pangram’s technology to detect how many were likely written or heavily edited by AI....”
“It also arrives shortly after internet infrastructure provider Cloudflare reported that bot web traffic had overtaken human web traffic....”
“Cloudflare reported that bot web traffic had overtaken human web traffic — a milestone that was reached sooner than the company had estimate...”
“Sarah has worked as a reporter for TechCrunch since August 2011....”
“She joined the company after having previously spent over three years at ReadWriteWeb....”
Ontologie & Marktkonzepte
Verwandte Marktsignale & Trends
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Jede dritte neue Website mittlerweile KI-generiert
Eine Studie von Forschenden aus den USA und Großbritannien zeigt, dass rund 35 % aller neu erstellten Websites KI-generiert sind – nur drei Jahre nach dem Markstart von ChatGPT. Das Team analysierte Web-Snapshots in Zusammenarbeit mit dem Internet Archive und setzte das Tool Pangram zur KI-Erkennung ein. Demnach wirken KI-geschriebene Seiten oft steriler und tonaler positiver, weisen jedoch im Vergleich zu Inhalten aus der Vor-KI-Ära keine Zunahme faktischer Fehler auf. Netcraft-Daten beziffern die weltweite Gesamtzahl der Websites auf rund 1,5 Milliarden (Stand März 2026), während Bitkom schätzt, dass jährlich etwa 60 millionen neue Websites entstehen. Die Forschenden planen, die Trends weiter zu beobachten und in Kooperation mit dem Internet Archive eine kontinuierliche Datenpipeline aufzubauen, um die Evolution des Web-Inventars zu analysieren.
KI-Detektoren stufen menschliche Texte von 2017 als künstlich ein
Ein persoenlich.com-Leitartikel von Christian Beck beleuchtet die gravierende Unzuverlässigkeit von KI-Detektoren anhand eines eigenen Blogbeitrags aus dem Jahr 2017. Dieser wurde von TextGuard zunächst zu 76 Prozent und später zu 61 Prozent als KI-generiert eingestuft, während Pangram ihn als zu 100 Prozent menschlich bewertete. Zahlreiche LinkedIn-Kommentare bestätigten diese Fehlerraten: So wurde etwa die historische Rede von Martin Luther King Jr. zu 98 Prozent als KI-Inhalt klassifiziert. Der Beitrag kritisiert, dass Detektoren strukturierter Journalismus-Stil bevorzugen, und warnt vor kommerziellen Geschäftsmodellen, die von angeblichen «Humanisierungsservices» profitieren. Beck und weitere Branchenstimmen wie Reto Vogt betonen, dass Detektorwerte keineswegs als Beweis dienen und die aktuelle Technologie grundlegend unzuverlässig ist, was Verlage und Kommunikationsprofis vor falsche Anschuldigungen stellt.
Pangram-Analyse: Über 40 Prozent der langen LinkedIn-Posts KI-generiert
Pangram Labs, Entwickler eines KI-Textdetektors, hat von Nutzern gelesene Social-Media-Posts plattformübergreifend analysiert und eine hohe Durchdringung mit KI-generierten Texten festgestellt. Demnach wurden über 40 Prozent der LinkedIn-Posts mit mehr als 250 Wörtern als vollständig KI-generiert eingestuft. Pangram beansprucht eine Erkennungsgenauigkeit von 99,98 Prozent, gestützt durch Studien der University of Maryland und der University of Chicago. Über alle untersuchten Plattformen lag der durchschnittliche KI-Anteil bei 13,8 Prozent, wobei längere Beiträge häufiger KI-basiert waren. Auf X wurden 25 Prozent als vollständig und 23 Prozent als teil-KI-generiert klassifiziert. LinkedIn hat sich öffentlich zu dem Anstieg sogenannter KI-Inhalte geäußert und Gegenmaßnahmen angekündigt.
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