Beobachtetes Signal · 22. Aug. 2026 · Technical Release · Quelle: Retail-News · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Positiv
Studie: Generation 60+ wird zum zentralen Konsum- und Schlüsselmarkt
Das Konsumbarometer 2026 von Consors Finanz und Observatoire Cetelem belegt die wachsende wirtschaftliche Bedeutung der europäischen Generation 60+, die sich stark hinsichtlich Einkommen, Vermögen, Lifestyle und digitaler Kompetenz unterscheidet. Die Untersuchung basiert auf Online-Befragungen von 10.930 Erwachsenen in zehn europäischen Ländern zwischen November und Dezember 2025, darunter 833 in Deutschland. Demnach verfügen Senioren über mehr Kaufkraft als Unter-30-Jährige, agieren preis- und qualitätsbewusst und nutzen zunehmend digitale Kanäle. Gesundheit, finanzielle Sicherheit und ein selbstbestimmtes Leben stehen im Fokus, was die Nachfrage nach altersgerechtem Wohnen, smarten Technologien und Dienstleistungen antreibt. Für den Handel und Marken ergeben sich dadurch lukrative Potenziale, diese heterogene Zielgruppe durch transparente Preismodelle, digitale Barrierefreiheit und passgenaue Angebote zu erschließen.
Eine europäische Konsumstudie verdeutlicht die wachsende Kaufkraft und das veränderte Verhalten der Generation 60+, was konkrete Handlungsoptionen für Retailer, Marken und Vermarkter zur Anpassung ihrer Produkt-, Preis- und Digitalstrategien bietet und insbesondere für Retail Media sowie Audience Segmentation von hoher Relevanz ist.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Das Konsumbarometer 2026 wurde von Consors Finanz und Observatoire Cetelem veröffentlicht.
- Die Studie basiert auf Online-Befragungen von 10.930 Erwachsenen in zehn europäischen Ländern, darunter 833 Befragte aus Deutschland.
- Personen ab 60 Jahren verfügen europaweit über eine höhere Gesamtkaufkraft als die Altersgruppe unter 30 Jahren, sind jedoch in Bezug auf Einkommen, Lifestyle und digitale Kompetenzen sehr heterogen.
- Die Wirtschaftsstimmung in den zehn analysierten Ländern lag 2026 bei durchschnittlich 5,2 von 10 Punkten für die nationale und 6,1 von 10 Punkten für die persönliche Lage; 40 Prozent verzeichneten Kaufkraftverluste.
- Hauptprioritäten der Über-60-Jährigen sind Gesundheit (91 Prozent), finanzielle Sicherheit und selbstbestimmtes Wohnen, was eine hohe Nachfrage nach barrierefreien Lösungen, Sicherheitstechnik und Services generiert.
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Ontologie & Marktkonzepte
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Generation 60+ verbindet Online-Einkauf und stationären Handel
Laut dem Konsumbarometer 2026 von Consors Finanz nutzen Verbraucher ab 60 Jahren in Deutschland zunehmend Online-Shopping, schätzen aber weiterhin den stationären Handel. 31% haben noch nie online eingekauft. Der Online-Anteil wächst in Kategorien wie Reisen (33% bevorzugen online), Elektronik (41%), Haushaltsgeräte (38%) und Bekleidung (41%). Lebensmittel bleiben jedoch überwiegend stationär (69% kaufen im Supermarkt), und auch Kosmetik wird meist im Geschäft gekauft. Vor dem Kauf vergleichen 68% die Preise vor Ort, 65% informieren sich online, und 59% nutzen Preisvergleichsportale. KI-Tools werden selten genutzt (7%). Die Studie empfiehlt Händlern, persönliche Beratung mit digitalen Services zu verzahnen.
Marken unterschätzen weiterhin die kaufkräftige Zielgruppe 50plus
Ein W&V-Bericht über ein JOM-Group-Webinar und Forschungen des Rheingold Salons verdeutlicht, dass die Generation 50plus von Vermarktern oft unterschätzt wird, obwohl sie hochlukrativ ist. Fast die Hälfte der deutschen Bevölkerung ist über 50 Jahre alt, verfügt über rund 60 Prozent des Nettovermögens und verantwortet den Großteil der Ausgaben in Kategorien wie FMCG (57 Prozent) und Luxusgütern. Die Referenten Roland Köster von JOM und Ines Imdahl vom Rheingold Salon warnten, dass reine Reichweite, insbesondere über TV, weder Werberelevanz noch Vertrauen garantiert. Die repräsentative Studie des Rheingold Salons, unterstützt von Screenforce und Gerolsteiner Brunnen, zeigt, dass diese Alterskohorte heterogen, digital aktiv (insbesondere die 60- bis 69-Jährigen) und offen für Marken mit substanziellen Narrativen ist. Procter & Gamble ist der Initiative beigetreten und führt interne Workshops durch, um Kampagnen auf ihre Relevanz für die Zielgruppe 50plus zu prüfen.
Neue Perspektiven auf die Generation 50Plus
Die aktuelle Screenforce-Studie "50 Plus & Schluss?" räumt gründlich mit gängigen Klischees rund um die kaufkräftige Altersgruppe der Über-50-Jährigen auf. Entgegen weitverbreiteter Stereotype in der Marketing- und Werbebranche fühlt sich diese Zielgruppe signifikant jünger und sprüht vor Tatendrang. Für Marken und Werbetreibende im Bereich Connected TV und klassischer Medien bedeutet dies einen Paradigmenwechsel: Statt auf verstaubte Altersklischees zu setzen, ist eine passgenaue Ansprache auf Augenhöhe gefordert. Die Studie zeigt auf, dass Verbraucher in dieser Lebensphase über ein hohes verfügbares Einkommen verfügen und markentreu, aber gleichzeitig offen für neue digitale Produkte sind. Werbemaßnahmen müssen daher modern, wertschätzend und realitätsnah gestaltet werden, um das volle ökonomische Potenzial dieser wertvollen demografischen Gruppe im Rahmen einer ganzheitlichen Identity Management-Strategie nachhaltig zu erschließen.
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