Beobachtetes Signal · 26. Aug. 2026 · Study / Survey Published · Quelle: Horizont · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Negativ

Studie: 43 Prozent vertrauen Social Media mehr als klassischen Nachrichten

Zusammenfassung des Signals

Laut Daten des Social-Media-Atlas 2026 vertrauen inzwischen 43 Prozent der Internetnutzer Beiträgen auf Social-Media-Plattformen mehr als redaktionellen Nachrichten. Die repräsentative Erhebung unter rund 3.600 Onlinern ab 16 Jahren, initiiert von der PER Agency mit dem IMWF und umgesetzt durch Toluna, belegt einen Vertrauenszuwachs von sechs Prozentpunkten im Vorjahresvergleich, primär getrieben durch die Altersgruppe der 20- bis 49-Jährigen. Zwei Drittel der Befragten stützen sich vor allem auf Posts aus dem privaten Umfeld; 35 Prozent folgen regelmäßig privaten Empfehlungen (Gen Z: 47 Prozent, Gen Y: 46 Prozent). Trotz hoher Plattformaktivität registriert die Mehrheit regelmäßig irreführende oder falsche Inhalte. Branchenbeobachter warnen vor diesem Hintergrund vor den Gefahren durch KI-generierte Fälschungen für die Wählerinformation im Vorfeld der anstehenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern.

Polaris7 AgentStrategische Einordnung
Hohe Konfidenz

Die Verschiebung des Informationsvertrauens hin zu Social Media bei gleichzeitig steigenden Risiken durch KI-Desinformation vor Wahlen hat erhebliche Implikationen für Publisher, Plattformen sowie die Brand Safety von Werbetreibenden.

SIGNAL RADAR

Marktsignale zu HORIZONT in Echtzeit verfolgen

Polaris7 erfasst behördliche Registrierungen, Primärquellen, Führungswechsel und Deal-Aktivitäten rund um die Uhr. Erstellen Sie Ihren Polaris7-Workspace, um automatisierte Executive Briefings zu erhalten.

Monitoring starten
Verifizierte PrimärquellenAutomatisierte BriefingsSofortiges Watchlist-Setup

Wichtigste Kernpunkte & Evidenz

  • 43 Prozent der Internetnutzer vertrauen Social-Media-Posts mehr als redaktioneller Berichterstattung (Social-Media-Atlas 2026).
  • Repräsentative Befragung von ca. 3.600 Internetnutzern ab 16 Jahren durch Toluna im Auftrag von PER Agency und IMWF.
  • Das Vertrauen in soziale Medien stieg im Jahresvergleich um sechs Prozentpunkte, mit den höchsten Werten bei den 20- bis 49-Jährigen.
  • Zwei Drittel vertrauen primär privaten Kontakten; 35 Prozent folgen häufig privaten Empfehlungen (Gen Z: 47 Prozent, Gen Y: 46 Prozent).
  • Warnung vor KI-generierten Fakes auf Plattformen im Vorfeld der Landtagswahlen 2026 in Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern.

Ontologie & Marktkonzepte

Primäre Quellenbasis & Herkunftsnachweis
Verifizierter Herkunftsnachweis
Primärquelle: Horizont•Veröffentlicht: 26. Aug. 2026
Ursprünglicher Berichttitel: “Studie: 43 Prozent vertrauen Social-Media-Posts mehr als klassischen Nachrichten”

Verwandte Marktsignale & Trends

Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.

Media Channel17. Juni 2026

Reuters-Report: Lineares Fernsehen bleibt vertrauenswürdige Nachrichtenquelle

Der Reuters Institute Digital News Report 2026 zeigt, dass etablierte Medienmarken, insbesondere das lineare Fernsehen, in Deutschland weiterhin wichtige und hoch angesehene Nachrichtenquellen sind. Die Tagesschau führt das Vertrauensranking an, gefolgt von regionalen Tageszeitungen und ZDF heute. Das allgemeine Nachrichtenvertrauen liegt stabil bei 46 Prozent, während 59 Prozent der erwachsenen Onlinenutzer mindestens einmal pro Woche lineare TV-Nachrichten sehen. Ältere Zuschauer (55+) nutzen das lineare Fernsehen am intensivsten (77 Prozent regelmäßige Nutzung; 60 Prozent nennen es als Hauptquelle). Jüngere Zielgruppen konsumieren zwar Nachrichteninhalte von Influencern (rund 30 Prozent der 18- bis 24-Jährigen wöchentlich), bewerten deren Glaubwürdigkeit jedoch geringer. Generative KI spielt für Nachrichten eine untergeordnete Rolle (5 Prozent wöchentliche Nutzung von KI-Chatbots). Zudem verdeutlicht der Report eine starke Nachfrage der Nutzer (64 Prozent) nach objektiven, meinungsneutralen Informationsquellen.

Signal analysieren
Social & Digital Platforms17. Juni 2026

Soziale Netzwerke werden weltweit erstmals zur primären Nachrichtenquelle

Eine Auswertung des Reuters Digital News Report 2026 zeigt einen globalen Wandel des Medienkonsums hin zu algorithmischen Social Networks und Videoplattformen. Im Durchschnitt nutzen 54 Prozent der Nutzer zuerst soziale Medien für Nachrichten, verglichen mit 51 Prozent, die klassische Websites und Apps direkt ansteuern. Creator Accounts und News-Influencer gewinnen massiv an Bedeutung: Ein wachsender Teil des Publikums konsumiert deren Inhalte parallel zu traditionellen Medien, während ein kleinerer Kreis fast ausschliesslich auf Creator vertraut. Das globale Vertrauen in etablierte Medien sinkt auf ein Allzeittief von 37 Prozent, und die Zahlungsbereitschaft für Journalismus geht auf 11 Prozent zurück. Deutschland zeigt ein differenzierteres Bild: TV und etablierte Online-Marken bleiben stabil, während Social-Plattformen moderat zulegen und WhatsApp das stärkste Plattformwachstum verzeichnet.

Signal analysieren
Social Media5. Okt. 2026

Weltweit wächst die Skepsis gegenüber Social Media

Eine Umfrage des Pew Research Centers in 37 Ländern zeigt eine wachsende Skepsis gegenüber den Auswirkungen sozialer Medien auf die Demokratie. Während im Durchschnitt weiterhin 55 Prozent die Auswirkungen positiv bewerten, ist der Anteil derer, die negative Effekte sehen, in den meisten Ländern mit Vergleichsdaten aus 2022 oder 2023 gestiegen. Besonders ausgeprägt ist die Skepsis in wohlhabenden westlichen Staaten: 70 Prozent in den Niederlanden, 65 Prozent in Frankreich, 64 Prozent in den USA und 61 Prozent in Deutschland sehen soziale Medien als eher schädlich für die Demokratie. Die Umfrage untersuchte auch die Wahrnehmung politischer Polarisierung: In mehreren Ländern, darunter Deutschland, hat die Sorge, dass soziale Medien die gesellschaftliche Spaltung verschärfen, ein Niveau erreicht, das dem der USA entspricht. Facebook bleibt die meistgenutzte Plattform, gefolgt von Instagram, TikTok, X und Snapchat. Die internationale Erhebung umfasste 42.151 Befragte in 36 Ländern, zusätzlich zu US-Daten von etwa 9.000 Befragten.

Signal analysieren
Executive Briefing & Watchlist

Alle künftigen Signale zu HORIZONT & Wettbewerbern im Briefing erhalten

Verpassen Sie keine M&A-Transaktionen, Führungswechsel, Kunden-Etats oder Produkt-Launches mehr. Polaris7 überwacht über 20.000 Primärquellen rund um die Uhr und liefert evidenzbasierte Telemetrie direkt in Ihr wöchentliches Executive Briefing.

Tägliche Primärquellen-ScansKuratierte Executive BriefingsJederzeit abbestellbar