Beobachtetes Signal · 25. Juni 2025 · Market Research & Intelligence · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral
State of Search 2025: Wandel des Suchverhaltens in Deutschland
Eine aktuelle Studie von Claneo und Appinio unter 2.000 Befragten in Deutschland und den USA beleuchtet drastische Veränderungen im Suchverhalten. Obwohl Google mit 67 Prozent Primärnutzung und 77 Prozent wöchentlicher Nutzung weiterhin dominiert, ist die traditionelle Nutzung im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufig. Gleichzeitig gewinnen KI-Chatbots wie ChatGPT und Perplexity sowie Social-Media-Plattformen rasant an Bedeutung: 33 Prozent der Nutzer greifen wöchentlich auf KI-Bots zu, 13 Prozent sogar täglich. Das Vertrauen in KI-gestützte Suchmaschinen erreicht mittlerweile 79 Prozent, verglichen mit 90 Prozent bei klassischen Suchmaschinen. Bei der Produktsuche führt Google (53 Prozent) knapp vor Amazon (50 Prozent), während die Gen Z zunehmend auf Social Platforms wie TikTok (19 Prozent) und Instagram (17 Prozent) setzt. Diese Marktentwicklungen erfordern von Brands eine strategische Neuausrichtung hin zu kanalübergreifenden Search-Ansätzen.
Neue Erkenntnisse aus einer länderübergreifenden Studie zum KI-gestützten Suchverhalten und der sich verändernden Plattformnutzung erfordern cross-mediale Strategien.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Claneo und Appinio befragten 2.000 Personen in Deutschland und den USA zum Suchverhalten.
- Google bleibt mit 67 Prozent die primäre Informationsquelle, verzeichnet aber einen leichten Rückgang der wöchentlichen Nutzung auf 77 Prozent (2024: 81 Prozent).
- 33 Prozent der Nutzer greifen wöchentlich auf KI-Chatbots zu (ein Anstieg von 15 Prozentpunkten zum Vorjahr), und 13 Prozent der Deutschen nutzen sie täglich.
- Das Vertrauen in KI-Bots liegt bei 79 Prozent, während traditionelle Suchmaschinen weiterhin von 90 Prozent der Nutzer vertraut werden.
- Bei der Produktsuche führt Google mit 53 Prozent vor Amazon mit 50 Prozent; die Gen Z bevorzugt vermehrt TikTok (19 Prozent) und Instagram (17 Prozent).
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Google-Suchtrends 2025: Das bewegt Deutschland im Netz
Der Artikel analysiert die Google-Suchtrends 2025 für Deutschland und beleuchtet das Suchverhalten zu Politik, Alltag und Künstlicher Intelligenz. Google verzeichnet im Jahr 2025 über fünf Billionen Gesamtanfragen und etabliert AI Overviews sowie den AI Mode fest im deutschen Markt. Vorgestellt werden Top-Ten-Listen der Suchanfragen mit dem stärksten Wachstum, darunter Themen zur Bundestagswahl, zum Nahostkonflikt und virale Trends wie Labubu. Zudem zeigt sich ein stark wachsendes Interesse an KI-Tools und -Funktionen wie Gemini 3, NotebookLM, Apple Intelligence, Perplexity und Sora. Die Inhalte sind nach Fragekategorien wie Warum-, Wie- und Wird-Fragen gegliedert. Insgesamt verdeutlicht der Jahresrückblick die immense Bandbreite des Suchinteresses zwischen globalen Ereignissen, KI-Innovationen und consumer technology im AdTech- und Medienkontext.
KI formt lokale Suche um: Chatbots ergänzen klassische Suchmaschinen
Der „Consumer Search Behaviors Report 2026“ von Yext zeigt, dass KI zunehmend als Ausgangspunkt für die lokale Suche dient, traditionelle Suchmaschinen jedoch nicht verdrängt hat. 84 % der Befragten nutzen solche Anwendungen häufiger als vor einem Jahr. Während 77 % lokale Unternehmen weiterhin über konventionelle Suchmaschinen suchen, nutzen 41 % KI-Tools und 39 % soziale Netzwerke. In Deutschland gaben 27 % der Verbraucher an, dass eine KI-Empfehlung sie in den letzten sechs Monaten zu einem Erstkontakt oder -besuch bei einem lokalen Anbieter geführt hat – insbesondere in der Gastronomie. Das Vertrauen ist gemischt: 79 % vertrauen KI-Antworten teilweise, 11 % voll und ganz, wobei 96 % die Aussagen über andere Quellen verifizieren. Der Report verdeutlicht eine hybride Customer Journey, bei der Chatbots die Entdeckung anstoßen und Nutzer anschließend Suchmaschinen, Websites sowie Bewertungen konsultieren.
KI-Assistenten werden zur zweitwichtigsten Informationsquelle für deutsche Onlinenutzer
Eine aktuelle YouGov-Studie zeigt, dass KI-Assistenten und Chatbots zu einer zentralen Informationsquelle aufgestiegen sind. Demnach nutzten 39 Prozent der deutschen Onlinenutzer im Untersuchungszeitraum KI-Assistenten, während 79 Prozent klassische Suchmaschinen einsetzten. Besonders ausgeprägt ist die Nutzung bei der Gen Z, wo 49 Prozent KI-Tools heranziehen und 56 Prozent diese mindestens täglich abfragen; über alle Altersgruppen hinweg nutzen 31 Prozent KI täglich. Hauptanwendungsgebiete sind direkte Antworten (64 Prozent), das Zusammenfassen von Web-Inhalten (37 Prozent), Faktenchecks (32 Prozent) und der Produktvergleich (26 Prozent). Das Vertrauen in KI-Antworten bleibt mit 36 Prozent jedoch deutlich geringer als bei Suchmaschinen (72 Prozent). Die Studie warnt vor Risiken wie Halluzinationen, mangelnder Transparenz und rechtlichen Konflikten. Für die Digital- und Medienbranche hat dies massive Auswirkungen auf Discoverability, Zitiermethoden und Publisher-Strategien in SEO und Paid Search.
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