Beobachtetes Signal · 7. Mai 2026 · Policy Update · Quelle: persoenlich.com News · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral
SRG-Trägerschaft fordert weiterhin Vollprogramm in neuer Konzession ab 2029
Die Regionalgesellschaft SRG Bern Freiburg Wallis hat eine Resolution verabschiedet, die Bund und Parlament auffordert, der SRG in der ab dem 1. Januar 2029 gültigen Konzession weiterhin einen umfassenden Service-public-Auftrag zu sichern. Das Gremium lehnt Vorschläge ab, das Mandat auf Information, Kultur und Bildung zu beschränken. Sport und Unterhaltung müssten integraler Bestandteil des verfassungsrechtlichen Leistungsauftrags bleiben, da sie essenziell für Reichweite und nationalen Zusammenhalt seien. Neben einer starken regionalen Verankerung und dem Erhalt der sprachregionalen Vielfalt verlangt die Trägerschaft eine auskömmliche Finanzierung inklusive Teuerungsausgleich ab 2029. Zudem spricht sie sich entschieden gegen neue Kontrollorgane mit erweiterten Sanktionskompetenzen jenseits der bestehenden Ombudsstellen und der Unabhängigen Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen (UBI) aus.
Die medienpolitische Positionierung zur SRG-Konzession ist für Schweizer Publisher und den lokalen Werbemarkt relevant, hat jedoch begrenzte direkte Auswirkungen auf das globale AdTech- und MarTech-Ökosystem.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- SRG Bern Freiburg Wallis verabschiedete am 7. Mai 2026 eine Resolution zur künftigen SRG-Konzession.
- Die neue Konzession für die SRG soll planmäßig am 1. Januar 2029 in Kraft treten.
- Die Trägerschaft fordert ein Vollprogramm inklusive Sport und Unterhaltung und weist eine Beschränkung zurück.
- Gefordert werden regionale Verankerung, sprachregionale Vielfalt und eine gesicherte Finanzierung mit Teuerungsausgleich ab 2029.
- Zusätzliche Aufsichtsorgane mit erweiterten Sanktionsrechten jenseits von Ombudsstelle und UBI werden explizit abgelehnt.
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Switzerland Begins Work on New SRG Concession
The Swiss Federal Department of the Environment, Transport, Energy and Communications (Uvek) has started work on a new concession for public broadcaster SRG. Uvek and SRG agreed a timetable at a June 1 meeting led by Bakom director Gianna Luzio; Uvek will hold further hearings with directly affected industries and stakeholders on topics including SRG’s online presence and its sports and entertainment offerings. The Federal Council (Bundesrat) is expected to adopt the new concession around mid‑2028, with the concession scheduled to take effect in 2029. A public consultation (Vernehmlassung) is planned for spring 2027. The process will build on framework principles set by the Bundesrat in 2022, emphasising SRG’s public‑service focus on information, education and culture and recognising SRG’s ongoing transformation and reform efforts.
Bakom-Studie: SRG soll im Online-Bereich mehr Freiheiten erhalten
Das Schweizer Bundesamt für Kommunikation (Bakom) hat einen Ländervergleich zu öffentlich-rechtlichen Online-Mandaten veröffentlicht, der für erweiterte digitale Spielräume der SRG plädiert. Die von Sabrina Heiland und Manuel Puppis (Universität Freiburg) verfasste Studie analysiert die Schweizer Nachbarländer, Großbritannien, Belgien, Irland sowie nordische Staaten. Das Ergebnis: Lediglich Deutschland, Österreich und Belgien schränken Online-Textangebote öffentlich-rechtlicher Sender spürbar ein. Finnland begrenzte reine Textbeiträge bei Yle erst nach einer Verlegerbeschwerde bei der EU-Kommission. Die Autoren empfehlen eine technologieneutrale Definition des Leistungsauftrags, die Verankerung technischer Innovationen in der Konzession sowie den Ausbau der SRG zu einer digitalen Plattform im Sinne eines «Public Open Space». Die öffentliche Vernehmlassung zur neuen SRG-Konzession ist für das Frühjahr 2027 geplant, der finale Beschluss wird für Mitte 2028 erwartet.
Rolle rückwärts: SRG reicht Gesuch für UKW-Frequenzen beim Bakom ein
Die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) hat beim Bundesamt für Kommunikation (Bakom) ein Gesuch für UKW-Frequenzen eingereicht, um die UKW-Verbreitung wiederaufzunehmen. SRG-Mediensprecher Nik Leuenberger bestätigte den Schritt und betonte, dass der Sender so schnell wie möglich auf UKW zurückkehren wolle. Voraussetzung hierfür sind jedoch eine neue Sendekonzession sowie die Klärung vertraglicher und technischer Rahmenbedingungen. Laut Bakom sollen neue Radiokonzessionen regulär ab 2027 greifen; für Stationen, die bereits zuvor Frequenzen hielten, wäre eine frühere Vergabe jedoch denkbar. Die SRG hatte die UKW-Verbreitung erst Ende 2024 eingestellt. Der Schwenk zurück zur Terrestrik folgt auf den Beschluss des Schweizer Parlaments, den ursprünglich für Ende 2026 geplanten, landesweiten UKW-Ausstieg zu verschieben. Für die Schweizer Audiolandschaft bedeutet dies eine signifikante Verschiebung der Distributionsstrategien.
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