Beobachtetes Signal · 19. Aug. 2026 · Hiring · Quelle: persoenlich.com News · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral
SRG-Verwaltungsratsvakanz zieht parlamentarische Kritik nach sich
Der Verwaltungsrat des Schweizer öffentlich-rechtlichen Medienunternehmens SRG ist nach dem Rücktritt von Ursula Gut-Winterberger Ende 2025 seit fast sieben Monaten unvollständig. Parlamentarier über Parteigrenzen hinweg, darunter Martin Candinas und Min Li Marti, kritisieren die anhaltende Vakanz scharf und fordern Bundesrat Albert Rösti auf, rasch für eine Nachfolge zu sorgen. Gut-Winterberger und Hans-Ulrich Vogt waren vom Bundesrat ernannt worden; Vogt verbleibt im Gremium. Das zuständige Departement von Rösti begründet die Verzögerung mit notwendigen Prüfungen und stellt eine Bekanntgabe im September in Aussicht. Gesetzgeber betonen, dass eine vollständige Besetzung des Verwaltungsrats essenziell ist, um anstehende Kosteneinsparungen und die Verhandlungen über eine neue Konzession adäquat zu überwachen.
Eine Governance-Vakanz bei einem großen öffentlich-rechtlichen Medienunternehmen beeinträchtigt die Überwachung von Sparmaßnahmen und Konzessionsverhandlungen. Dies hat zwar begrenzte direkte Auswirkungen auf AdTech und MarTech, ist jedoch für Medienbesitzer und den Schweizer Gesamtmarkt von Relevanz.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Der SRG-Verwaltungsrat ist nach dem Rücktritt von Ursula Gut-Winterberger Ende 2025 seit fast sieben Monaten unvollständig.
- Ursula Gut-Winterberger trat unter Verweis auf eine unglückliche Konstellation bei der Wahl der neuen SRF-Direktion zurück.
- Gut-Winterberger und Hans-Ulrich Vogt wurden vom Bundesrat in den SRG-Verwaltungsrat gewählt; Vogt ist weiterhin im Gremium.
- Parlamentarier wie Martin Candinas und Min Li Marti kritisieren die langwierige Vakanz und fordern Bundesrat Albert Rösti zum Handeln auf.
- Röstis Departement erklärt, der Prozess sei vorbereitet und eine Nachfolgeregelung werde im September erwartet.
Verknüpfte Unternehmen
4 verknüpfte Unternehmen“The long vacancy drew incomprehension in parliament, as CH Media reports....”
“Ursula Gut-Winterberger pointed to an 'unlucky constellation' in the procedure for electing the new SRF director....”
“The SRG board has been incomplete for nearly seven months....”
Ontologie & Marktkonzepte
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SRG-Trägerschaft fordert weiterhin Vollprogramm in neuer Konzession ab 2029
Die Regionalgesellschaft SRG Bern Freiburg Wallis hat eine Resolution verabschiedet, die Bund und Parlament auffordert, der SRG in der ab dem 1. Januar 2029 gültigen Konzession weiterhin einen umfassenden Service-public-Auftrag zu sichern. Das Gremium lehnt Vorschläge ab, das Mandat auf Information, Kultur und Bildung zu beschränken. Sport und Unterhaltung müssten integraler Bestandteil des verfassungsrechtlichen Leistungsauftrags bleiben, da sie essenziell für Reichweite und nationalen Zusammenhalt seien. Neben einer starken regionalen Verankerung und dem Erhalt der sprachregionalen Vielfalt verlangt die Trägerschaft eine auskömmliche Finanzierung inklusive Teuerungsausgleich ab 2029. Zudem spricht sie sich entschieden gegen neue Kontrollorgane mit erweiterten Sanktionskompetenzen jenseits der bestehenden Ombudsstellen und der Unabhängigen Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen (UBI) aus.
Schweiz startet Arbeiten an neuer SRG-Konzession
Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) hat die Arbeiten an einer neuen Konzession für die öffentlich-rechtliche SRG aufgenommen. Bei einem Treffen unter Leitung von Bakom-Direktorin Gianna Luzio vereinbarten das Uvek und die SRG einen konkreten Zeitplan. Das Uvek wird Konsultationen mit direkt betroffenen Branchen und Interessenvertretern zu zentralen Themen wie der Online-Präsenz sowie dem Sport- und Unterhaltungsangebot der SRG führen. Der Bundesrat voraussichtlich Mitte 2028 die neue Konzession verabschieden, die 2029 in Kraft treten soll. Eine öffentliche Vernehmlassung ist für das Frühjahr 2027 geplant. Der Prozess baut auf den vom Bundesrat 2022 festgelegten Rahmenbedingungen auf, die den Public-Service-Fokus der SRG auf Information, Bildung und Kultur betonen und die laufenden Reformanstrengungen berücksichtigen. Dies hat direkte Auswirkungen auf die Struktur des Schweizer Medienmarktes und zukünftige Werbe- sowie Monetarisierungsdynamiken.
SRG-Präsident Jean-Michel Cina kündigt Rücktritt für 2027 an
Jean-Michel Cina hat am 20. August 2026 seinen Rücktritt als Präsident der SRG (Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft) nach fast zehn Jahren im Amt angekündigt. Laut SRG erfolgt der Zeitpunkt bewusst: Das strategische Projekt „Enavant“ ist angelaufen, und die neue Geschäftsleitung hat im April 2026 ihre Arbeit aufgenommen. Cina bleibt im Amt, während ein Personalaussschuss des Verwaltungsrats die Nachfolge vorbereitet; die Wahl ist für die SRG-Delegiertenversammlung im Frühjahr 2027 angesetzt. Während Cinas Amtszeit wurden zwei eidgenössische Volksinitiativen, die die SRG betrafen—die No-Billag-Initiative 2018 sowie die Halbierungsinitiative 2026—von den Stimmberechtigten abgelehnt. Als Quelle wird die sda genannt.
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