Beobachtetes Signal · 8. Aug. 2026 · Partnership · Quelle: persoenlich.com News · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Positiv
SRG-Archiv soll Schweizer KI-Modelle trainieren
Das Archiv der SRG soll Schweizer Hochschulen in Zürich und Lausanne zur Verfügung gestellt werden, um das Training eines nationalen KI-Sprachmodells zu unterstützen. SRG-Generaldirektorin Susanne Wille befürwortet die Freigabe der Bestände für die Universitäten. Entwickler des Sprachmodells Apertus betonen, dass das SRG-Audiomaterial dem Modell ermöglichen würde, sämtliche Landessprachen und Dialekte präzise abzubilden und um journalistisch verifiziertes Wissen über die Schweiz zu ergänzen. HSG-Professor Damian Borth bezeichnete die Kooperation als strategisch klug, da die Trainingsdaten damit unter Schweizer Datensouveränität verbleiben. Während urheberrechtliche und rechtliche Rahmenbedingungen noch final geklärt werden müssen, hält Mitentwickler Imanol Schlag eine operative Umsetzung innerhalb weniger Monate für realisierbar.
Die Öffnung des öffentlich-rechtlichen Archivs stärkt die lokale KI-Entwicklung sowie die Datensouveränität maßgeblich, bleibt jedoch regional begrenzt und von der rechtlichen Klärung abhängig.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Das SRG-Archiv soll für Forschungseinrichtungen in Zürich (ETH) und Lausanne (EPFL) geöffnet werden.
- SRG-Generaldirektorin Susanne Wille unterstützt die Bereitstellung der Medienbestände für akademische Zwecke.
- Das Sprachmodell Apertus soll durch das Audiomaterial alle Schweizer Landessprachen und Dialekte integrieren.
- HSG-Professor Damian Borth lobt den Vorstoß und betont die Wahrung der Schweizer Datensouveränität.
- Rechtliche Details zur Datennutzung sind noch offen; eine Umsetzung wird binnen weniger Monate angestrebt.
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Ontologie & Marktkonzepte
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SRG: Neue konzernweite KI-Richtlinie für den Schweizer Public Service
Das Schweizer öffentlich-rechtliche Medienhaus SRG hat ein 17-seitiges internes KI-Reglement verabschiedet, das am 1. Juni 2026 in Kraft tritt. Die von Generaldirektorin Susanne Wille unterzeichnete Richtlinie zentralisiert die KI-Governance über alle Unternehmenseinheiten hinweg und verankert den KI-Einsatz auf strategischer Ebene. Sie fordert eine Kennzeichnungspflicht, sobald KI Inhalte wesentlich beeinflusst, warnt jedoch vor übertriebenem Labelling. Während KI-generierte Bilder für interne Prozesse zulässig sind, ist die Veröffentlichung fotorealistischer KI-Bilder oder -Videos realer Situationen strikt untersagt. Im Branchenvergleich bemerkenswert: Das Reglement integriert explizite Umweltziele zur Reduktion von Ressourcenverbräuchen durch effiziente Modelle und forciert Accessibility-Anwendungen wie automatische Untertitelung. Operations-Direktor Moritz Stadler sieht KI primär als Hebel zur Prozessautomatisierung. Das Regelwerk gilt als „lebendes Dokument“ und wird halbjährlich durch den Bereich Data & AI Business überprüft.
Schweizer KI-Modell Apertus erweitert Funktionen um Bild- und Audioanalyse
Das von Schweizer Forschungsinstitutionen entwickelte KI-Modell Apertus ist laut einem Bericht der Zeitung Le Temps nun in der Lage, Bilder und Töne zu analysieren. Beteiligt an dem Projekt sind die ETH Zürich, die EPFL Lausanne sowie das nationale Hochleistungsrechenzentrum CSCS in Lugano. Trotz der multimodalen Erweiterung betonen die Forschenden, dass Apertus weiterhin ein experimentelles Modell und kein marktreifes Endnutzerprodukt darstelle; ein Einsatz als Suchmaschine berge derzeit noch Risiken, erklärte Imanol Schlag vom ETH AI Center. Das strategische Ziel der Initiative besteht darin, eine vollständig transparente Open-Source-Alternative zu proprietären, kommerziellen Systemen bereitzustellen. Unternehmen, Behörden und die Wissenschaft sollen so eine verlässliche und datenschutzkonforme Grundlage für eigene Implementierungen erhalten.
SRG-Archive: Audiovisuelles Digitalgedächtnis der Schweiz weist erhebliche Lücken auf
Die SRG hat auf memobase.ch rund 1,5 Millionen Radio- und TV-Beiträge von SRF und RTR durchsuchbar gemacht, wovon über 650.000 Dokumente direkt abspielbar sind. Damit verfehlt das Medienhaus jedoch die 2021 mit Memoriav vereinbarte Zielmarke, bis 2022 rund vier Millionen Sendungen bereitzustellen. Archivbestände von RTS und RSI fehlen bislang vollständig. Als Ursachen für die Verzögerung nennt die SRG technische Hürden bei der Metadaten-Integration sowie das im November 2024 gestartete Transformationsprogramm „Enavant“; eine Roadmap für die Anbindung sei in Arbeit. Gemäß Art. 33 Abs. 2 RTVV ist die SRG seit 2016 gesetzlich zur Zugänglichmachung ihrer Archive verpflichtet. Das Medienunternehmen verweist zur Mandatserfüllung ergänzend auf seine regionalen Play-Plattformen, die knapp zwei Millionen Audio- und Videodokumente umfassen.
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