Beobachtetes Signal · 4. Okt. 2018 · Earnings Report · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Negativ
Snapchat: Werbeeinnahmen für 2018 deutlich unter den Prognosen
eMarketer hat die Prognose für die US-Werbeumsätze von Snapchat im Jahr 2018 drastisch auf 662 Millionen US-Dollar nach unten korrigiert. Dies entspricht einer Kürzung um 36 Prozent gegenüber früheren Schätzungen und verfehlt die Marke von 1 Milliarde US-Dollar deutlich. Die Zielmarke von 1 Milliarde US-Dollar wird voraussichtlich erst um 2020 erreicht. Als Gründe für die Herabstufung nennt der Analyst sinkende Nutzerzahlen sowie den beschleunigten Übergang zu einem programmatischen Werbesystem über Self-Service-Formate. Während die programmatische Automatisierung die Werbekundenbasis vergrößerte, führte sie branchenweit zu sinkenden Durchschnittspreisen für Ads. Zwar berichten einige Marken von starkem ROI, doch bestehen weiterhin Skepsis hinsichtlich der Reichweite und der Attribution im Vergleich zu Facebook. Trotz anhaltenden Wachstums bei US-Teenagern bleibt der langfristige Ausblick für die Monetarisierung ungewiss, wie eMarketer-Analystin Debra Aho Williamson analysiert.
Die Prognosekorrektur dämpft die AdTech-Umsatzerwartungen für Social-Media-Plattformen und unterstreicht die monetären Herausforderungen bei der Umstellung auf programmatische Abrechnungsmodelle.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- eMarketer korrigierte Snapchats US-Werbeumsatzprognose für 2018 um 36 Prozent auf 662 Millionen US-Dollar nach unten.
- Bisherige Schätzungen hatten die US-Werbeerlöse für 2018 auf über 1 Milliarde US-Dollar beziffert.
- eMarketer erwartet nun, dass Snapchat die Schwelle von 1 Milliarde US-Dollar bei den US-Werbeeinnahmen erst um 2020 überschreiten wird.
- Die Umstellung auf eine programmatische Werbeplattform im Juni 2017 forcierte den Wandel hin zu Self-Service-Prozessen.
- Programmatische Ads erhöhten zwar die Zahl der Werbetreibenden, führten jedoch zu niedrigeren Ad-Preisen, während die Messbarkeit im Vergleich zu Facebook zurückbleibt.
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LinkedIn: Leads nicht als Endziel im B2B-Marketing sehen
Beim B2Believe-Event von LinkedIn im neuen Space im Empire State Building forderten Führungskräfte und Praktiker eine Abkehr von leitorientiertem B2B-Marketing hin zu einem 'Full-Journey'-Ansatz, der Signale, Targeting, Creatives, die gesamte Customer Journey und Messung verbindet. Jae Oh, Senior Director of Product Management, zeigte, dass weniger als 10% der Upper-Funnel-Zielgruppen in Bottom-Funnel-Kampagnen gelangen, und forderte Marketer auf, Markenaufbau mit Demand Capture zu verbinden. Eine Studie des B2B Institute von LinkedIn mit eMarketer ergab, dass 77% der Marketer sagen, sie zielen nicht mehr auf Einzelpersonen, aber nur 31% haben einen Playbook für die Aktivierung von Zielgruppen im unteren Funnel. Praktiker von Canva, SAP, Mastercard und anderen zeigten, wie Marketing und Vertrieb gemeinsame Signale nutzen. LinkedIn skizzierte zudem eine Produkt-Roadmap mit Fokus auf Cost-per-Opportunity-Ziele, Multi-Format-Kampagnen, agentische Workflows und Inkrementalitäts-Prognosen.
Snap-Manager: Viel KI-generierter Inhalt ist einfach Müll
In einem Interview auf der DMEXCO 2026 äußerte sich Jan Müller, Senior Sales Manager für die größten Kunden in der DACH-Region bei Snap, zur Haltung der Plattform gegenüber KI-generierten Inhalten. Snap empfiehlt keine vollständig KI-generierten Videos mehr im Spotlight-Feed von Snapchat, um dem sogenannten 'AI Slop' entgegenzuwirken. Müller räumte ein, dass einige KI-generierte Inhalte gut seien, ein Großteil jedoch minderwertig. Er betonte zudem die Bedeutung von Authentizität und den Mix aus Marken- und Performance-Werbetreibenden auf der Plattform.
Snap-Experte: Marken sollten private Chats ernster nehmen
In einem Gastkommentar bei Meedia argumentiert Jan Müller, Senior Sales Manager Largest Customers DACH bei Snap Inc., dass Marken den Fokus von Reichweite auf Relevanz in privaten Kommunikationskanälen verlagern sollten. Unter Berufung auf die Studie 'The Great Brand Reset' von Snap und Mindscope hebt er hervor, dass 56 % der deutschen Befragten Inhalte mit einer kleinen, konkreten Gruppe teilen und 61 % private Interaktionen mit Marken über DMs, Stories oder Chatbots bevorzugen. Er betont, dass Chats nicht nur für den Kundenservice da sind, sondern Potenzial für Markenbindung bieten, insbesondere bei der Gen Z. Er plädiert dafür, Inhalte zu schaffen, die praktischen Nutzen bieten, Kamera und AR für Try-before-buy-Erlebnisse zu nutzen und in Entscheidungsmomenten relevant zu sein. Der Kommentar enthält keine neuen Produktankündigungen oder Unternehmensmeldungen.
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