Beobachtetes Signal · 17. März 2026 · Research Report · Quelle: Verve Group SE News Monitor · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Positiv
Shopping-Apps erzielen höhere Bereitschaft zur Freigabe von Nutzerdaten
Der „2025 In-App User Privacy Report“ von Verve, basierend auf einer Befragung von rund 4.000 Mobilnutzern in den USA und UK, zeigt, dass Shopping-Apps bei der Datensicherung besser abschneiden als andere App-Kategorien. Im Jahr 2025 gaben nur 23,4 % der Shopping-App-Nutzer an, keinerlei personenbezogene Daten teilen zu wollen (leichter Rückgang von 24,0 % im Jahr 2024), verglichen mit einem Durchschnitt von 35,1 % über alle App-Typen hinweg. Nutzer teilen am ehesten E-Mail-Adressen (47,3 %), Namen (41,1 %) und das Geschlecht (38,2 %). Die Bereitschaft zur Weitergabe von Gesundheitsdaten stieg von 6,5 % auf 8,3 %. Regionale und alterspezifische Unterschiede bleiben bestehen: Nutzer in UK sind datenfreudiger als in den USA, während jüngere Kohorten (Gen Z, Millennials) zurückhaltender werden. Experten empfehlen, wertvolle Daten erst später im User Funnel und gegen klaren Mehrwert zu erheben.
Umfragedaten zur Bereitschaft von App-Nutzern zur Datenweitergabe unterstützen Publisher und Werbetreibende bei der Optimierung ihrer First-Party-Data-Strategien, stellen jedoch keine plötzliche Änderung von Plattformrichtlinien dar.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Verve befragte für den In-App User Privacy Report 2025 rund 4.000 Mobilnutzer in den USA und UK.
- Nur 23,4 % der Shopping-App-Nutzer verweigern 2025 jegliche Datenweitergabe (vs. 35,1 % im App-Gesamtdurchschnitt).
- Häufig geteilte Datentypen bei Shopping-Apps: E-Mail (47,3 %), Name (41,1 %), Geschlecht (38,2 %) und Mobilnummer (26,8 %).
- Die Bereitschaft zur Freigabe von Gesundheitsdaten stieg von 6,5 % (2024) auf 8,3 % (2025).
- Regionale Diskrepanz: 43 % der UK-Befragten teilen ihren Namen mit Shopping-Apps, gegenüber 39 % in den USA.
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Verve-Studie: 75% der Verbraucher akzeptieren Werbung für werbefreie Inhalte
Verve hat den „2025 In-App User Privacy Report“ veröffentlicht, der auf einer Censuswide-Umfrage unter 4.000 Verbrauchern in UK und den USA vom August 2025 basiert. Die Studie untersucht Datenschutzbedenken, Personalisierung und den Wertetausch im Digital Advertising. Der Trend geht klar zu ad-supported Modellen: 75% zeigen sich offener für Werbung im Austausch gegen kostenlose Inhalte als noch vor zwei Jahren (2024: 67%), getrieben durch Abo-Müdigkeit und knappe Budgets. Gleichzeitig wächst die Skepsis gegenüber der Datennutzung; 65% sorgen sich vermehrt um den Einsatz ihrer Daten für das Training von KI — ein Anstieg um 20 Prozentpunkte. Relevanz bleibt ein starker Treiber für das Engagement, während 72% weniger bereit wären, für Werbefreiheit zu zahlen, wenn die Ads relevant ausgespielt werden. Der Report beleuchtet zudem demografische Unterschiede und zeigt, dass sich 65% heute stärker kontrolliert bei den Privacy Settings fühlen.
96 % der App-Nutzer sorgen sich um ihre persönlichen Daten
Eine von MarTech Series am 20. Mai 2026 veröffentlichte Clutch-Studie zeigt, dass 96 % der Smartphone-Nutzer besorgt darüber sind, wie Apps ihre persönlichen Daten verwenden. Seit dem Aufstieg von AI sind zudem 78 % vorsichtiger bei der Vergabe von App-Berechtigungen geworden. Die Untersuchung belegt konkrete Verhaltensänderungen: 74 % haben Berechtigungen aufgrund vermuteter Datenmissbräuche widerrufen, 71 % haben eine App gelöscht, und 51 % praktizieren aktive Datenminimierung. Gleichzeitig gaben 65 % an, zähneknirschend unkomfortable Berechtigungen erteilt zu haben, um Zugang zu einer App zu erhalten, während 39 % generell von Datenmissbrauch ausgehen. Analystin Hannah Hicklen betont, dass Nutzer App-Berechtigungen direkt mit personalisierter Werbung, Data Breaches und Überwachung verknüpfen. Der Report unterstreicht, dass der gesteigerte Datenhunger von AI-Modellen die Risiken erhöht und fordert von App-Entwicklern deutlich mehr Transparenz.
OpenAI platziert visuelle Anzeigen in ChatGPT Bildgenerierung
OpenAI erweitert sein Werbeangebot in ChatGPT um ein neues visuelles Anzeigenformat. Die Display-Anzeigen erscheinen zunächst während der Bildgenerierung in ChatGPT und zeigen Nutzern Produkte und Dienstleistungen, während sie auf die Fertigstellung ihrer Bilder warten. Die Anzeigen sind klar gekennzeichnet und von den generierten Bildern getrennt. Der Rollout beginnt im Oktober 2026 und ist zunächst auf Nutzer in den USA und eine erste Gruppe von Werbetreibenden beschränkt. Erste Tests zeigten positive Ergebnisse: WeightWatchers verzeichnete Kosten pro Akquisition etwa 15% unter dem Vergleichswert für bezahlte Suchanzeigen, und Workmagic meldete eine statistisch signifikante Steigerung für die Wellness-Marke Dose. OpenAI gibt an, dass ChatGPT wöchentlich 1,2 Milliarden Menschen erreicht, was ein enormes Werbe- und Umsatzpotenzial darstellt. Ob die Anzeigen über die Bildgenerierung hinaus ausgeweitet werden, wurde noch nicht angekündigt.
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