Beobachtetes Signal · 5. Aug. 2026 · Security Incident · Quelle: Retail-News · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Negativ
Welle von Cyberattacken trifft europäische Händler über Drittanbieter
Eine Welle von Cyberattacken hat mehrere europäische Händler getroffen und verdeutlicht die wachsenden Risiken in digital vernetzten Lieferketten. Zu den gemeldeten Vorfällen gehören Logistikstörungen beim niederländischen Kaufhaus De Bijenkorf nach einem Angriff auf einen externen Logistikpartner sowie ein Datenleck bei der französischen Gruppe Intermarché, von dem rund 300.000 Click-&-Collect-Nutzer betroffen sind – Namen, E-Mails und Kontaktdaten wurden exponiert, während Zahlungsdaten und Passwörter laut Berichten unversehrt blieben. Zudem kam es bei der polnischen Convenience-Kette Żabka zu einem unbefugten Zugriff über ein Drittanbieter-Dienstkonto, der Angreifern Einblicke in interne Systeme verschaffte, während der Filialbetrieb und die Zahlungssysteme funktionsfähig blieben. Die Fälle unterstreichen die Zunahme von Supply-Chain-Angriffen, die externe Dienstleister ausnutzen, um Kernsicherheitsvorkehrungen zu umgehen. Dies treibt Forderungen nach umfassenderen Sicherheitsstrategien über den gesamten Handel und dessen Lieferantenökosystem hinweg voran.
Mehrere europäische Händler wurden über Angriffe auf Drittanbieter und Logistikpartner getroffen. Dies unterstreicht einen wachsenden Trend von Supply-Chain-Kompromittierungen, die Abläufe und Kundendaten stören können – relevant für Retail Media, den digitalen Handel und das Vendor Risk Management, wenngleich es sich um keine branchenverändernde Plattformrichtlinie handelt.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- De Bijenkorf erlitt erhebliche Logistikstörungen infolge eines Cyberangriffs auf einen externen Logistikpartner, was Online-Bestellungen, Retouren und Erstattungen beeinträchtigte.
- Intermarché meldete einen Cyberangriff, bei dem die personenbezogenen Daten von rund 300.000 Click-&-Collect-Nutzern (Namen, E-Mail-Adressen und Kontaktdaten) offengelegt wurden; Zahlungsdaten und Passwörter waren Berichten zufolge nicht betroffen.
- Żabka wurde über ein kompromittiertes Konto eines externen Dienstleisters angegriffen, wodurch Angreifer auf interne Systeme zugreifen konnten, während Filialbetrieb, Zahlungssysteme und die Kunden-App funktionsfähig blieben.
- Die Vorfälle veranschaulichen den Trend zunehmender Supply-Chain-Angriffe, die den Handel über Drittanbieter und die digitale Infrastruktur ins Visier nehmen.
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Cyberangriff auf Logistikpartner von De Bijenkorf stört Geschäftsbetrieb massiv
Ein Cyberangriff auf einen externen Logistikpartner hat den operativen Betrieb der niederländischen Warenhauskette De Bijenkorf, die zur Selfridges Group gehört, erheblich beeinträchtigt. Während die physischen Filialen, der Webshop sowie die App weiterhin erreichbar sind, kommt es zu deutlichen Verzögerungen bei der Auslieferung von Online-Bestellungen, Retouren und Rückerstattungen. Laut Retail Detail verschafften sich unbefugte Akteure Zugriff auf Teile der IT-Infrastruktur des Dienstleisters. De Bijenkorf hat die betroffenen Systeme isoliert, externe Cybersecurity- und Forensik-Experten hinzugezogen, die zuständige Datenschutzbehörde informiert und betroffene Kunden benachrichtigt. Bislang ist unklar, ob personenbezogene Kundendaten abgeflossen sind. Der Vorfall unterstreicht die wachsenden Cyber-Risiken innerhalb der maritimen und terrestrischen Supply-Chain im Handel sowie die Dringlichkeit, Drittanbieter strikt in Sicherheits- und Notfallkonzepte einzubinden.
CEVA-Cyberangriff legt E-Commerce von De Bijenkorf und weiteren Händlern lahm
Ein Cybervorfall beim Logistikdienstleister CEVA Logistics beeinträchtigt den Betrieb mehrerer europäischer Retailer massiv. Bei De Bijenkorf sind infolge des Ausfalls eines CEVA-Verteilzentrums in Tilburg zahlreiche Artikel online nicht verfügbar und Lieferungen verzögert; das Unternehmen hat eine Kunden-FAQ veröffentlicht. Ace & Tate leitete Brillenbestellungen auf die Abholung im Store um, während Contactlinsen weiterhin versendet werden. About You untersucht mögliche unbefugte Zugriffe auf CEVA-Systeme und hat betroffene Logistikprozesse an andere Standorte verlagert. Medienberichte nennen den Marktplatz Bol ebenfalls als CEVA-Kunden, und einige Firmen haben Kunden über potenzielle Datenschutzrisiken informiert. CEVA hat erklärt, dass Kundenname, Adresse, Telefonnummer und Bestelldaten möglicherweise kompromittiert wurden; Passwörter und Zahlungsdaten seien nach aktuellem Stand jedoch nicht betroffen. Die Ermittlungen dauern an.
Ceva-Logistics-Hack legt Kundendaten in ganz Europa offen
Der weltweit agierende Logistikriese Ceva Logistics wurde Opfer eines Cyberangriffs, der mindestens acht europäische Lagerhäuser betrifft und zum Diebstahl personenbezogener Kundendaten führte. Der Vorfall, der Branchenberichten zufolge am 29. Juli begann, hat zu Lieferverzögerungen und Stornierungen für zahlreiche Einzelhändler und Organisationen geführt. Zu den betroffenen Unternehmen zählen namhafte Marken wie die niederländischen Händler Bol und De Bijenkorf, der Fußballverein Ajax, die Bank ING, der Brillenhersteller Ace & Tate sowie Valve für Steam-Hardware-Kunden. Ceva bestätigte den Vorfall am 1. August, leitete Untersuchungen ein, stellte einige Dienste wieder her und kooperiert mit den Behörden. Die niederländische Datenschutzbehörde hat bereits von zehn Organisationen Meldungen über Datenschutzverletzungen erhalten.
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