Beobachtetes Signal · 17. Mai 2026 · Earnings Report · Quelle: persoenlich.com News · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral
Serafe versendet 2025 rekordhohe 1,1 Millionen Mahnungen
Die Schweizerische Erhebungsstelle für die Radio- und Fernsehenerhebung Serafe hat im Jahr 2025 eine Rekordzahl von 1,1 Millionen Zahlungsaufforderungen verschickt. Damit war mehr als jeder vierte Schweizer Haushalt von einer kostenpflichtigen Mahnung betroffen. Die Zahl der eingeleiteten Betreibungsverfahren blieb mit über 110.000 auf hohem Niveau. Serafe begründet den Anstieg mit verbesserten Adressdaten und der engeren Abstimmung mit dem Bundesamt für Kommunikation (Bakom). In den letzten fünf Jahren stiegen die Einnahmen aus Mahn- und Betreibungsgebühren von 0,9 Millionen auf fast 6 Millionen Franken an. Für 2025 verzeichnete das Unternehmen einen Reingewinn von 4,5 Millionen Franken. Interne Streitigkeiten sorgten derweil für Unruhe: Minderheitsaktionäre kritisierten, dass die Gewinne vor allem an die Elca Group flossen, woraufhin mehrere von ihnen ihre Anteile veräußerten.
Der Artikel beleuchtet signifikant gestiegene Gebührenerträge, Gewinne und interne Gesellschafterkonflikte bei der Schweizer Medienabgabe-Inkassostelle — von lokalem Interesse für Medienfinanzierung und Verlage, jedoch ohne direkte, globale Relevanz für die AdTech- und MarTech-Branche.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Serafe verschickte 2025 die Rekordzahl von 1,1 Millionen Zahlungsmahnungen.
- Mehr als jeder vierte Schweizer Haushalt erhielt im Berichtszeitraum mindestens eine kostenpflichtige Mahnung.
- Es wurden über 110.000 Betreibungsverfahren eingeleitet.
- Die Einnahmen aus Mahn- und Betreibungsgebühren vervielfachten sich innerhalb von fünf Jahren von 0,9 Millionen auf fast 6 Millionen CHF.
- Serafe wies 2025 einen Nettogewinn von 4,5 Millionen CHF aus, was nach Protesten von Minderheitsaktionären über die Gewinnverteilung an die Elca Group zu Anteilsverkäufen führte.
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swissnet Group veröffentlicht testierten Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2025
Die in der Schweiz ansässige swissnet Group, ein Anbieter von ICT- und Location-Based Marketing-Software, hat ihren testierten IFRS-Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2025 vorgelegt. Der Konzernumsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 61 Prozent auf 21,0 Millionen CHF (GJ 2024: 13,1 Millionen CHF). Dieses Wachstum wurde durch einen Anstieg der Hardwareverkäufe um 88 Prozent auf 11,4 Millionen CHF sowie ein Umsatzplus von 37 Prozent im Bereich Software-as-a-Service auf 9,6 Millionen CHF angetrieben. Das bereinigte EBITDA verbesserte sich um 49 Prozent auf 3,7 Millionen CHF. Aufgrund einmaliger Integrationsaufwendungen im Zuge von Transaktionen wie dem Reverse Merger der swissnet AG sowie den Zukäufen von swissnet ICT und Lokalee verzeichnete das Unternehmen jedoch einen bereinigten Periodenverlust von 4,2 Millionen CHF. Die liquiden Mittel sanken um 88 Prozent auf 508.000 CHF, während sich das Eigenkapital um 108 Prozent auf 22,5 Millionen CHF erhöhte.
Schweiz plant Reform des Firmentarifs für Radio- und TV-Abgabe
Der Schweizer Bundesrat hat eine Revision des Firmentarifmodells für die Radio- und Fernsehabgabe vorgeschlagen, um ein Bundesgerichtsurteil vom November 2024 umzusetzen. Der Vernehmungsentwurf, der bis zum 27. Oktober in der Anhörung ist, ersetzt das bisherige degressive Stufenmodell mit 18 Stufen durch eine progressive Struktur mit 60 Umsatzstufen. Künftig sollen Grossunternehmen mit Umsätzen ab rund 111 Millionen CHF verhältnismässig höhere Beiträge leisten, während Klein- und Mittelständische Unternehmen entlastet werden. Das Aufkommen aus der Unternehmensabgabe soll weiterhin konstant bei rund 180 Millionen CHF jährlich liegen, was etwa 13 Prozent des Gesamtertrags entspricht. Eine erste Tarifanpassung ist ab Januar vorgesehen, die Reform soll 2028 in Kraft treten. Zudem wird die Umsatzfreigrenze für die Abgabepflicht im Jahr 2027 von bisher 500.000 CHF auf 1,2 Millionen CHF angehoben.
SCHUFA meldet mehr Zahlungsprobleme, Kleinkredite steigen
Laut SCHUFA Risiko- und Kreditkompass 2026 stieg der Anteil der Verbraucher mit registrierten Zahlungsstörungen im vergangenen Jahr von 7,9 % auf 8,1 %. Die Zahl der erstmaligen Zahlungsausfälle lag rund zwölf Prozent über dem Vorjahreswert. Die Privatinsolvenzanträge wuchsen um 8,3 % auf rund 88.000, und die Zahl der Pfändungsschutzkonten erreichte mit 2,82 Millionen einen Höchststand. Regional verzeichneten Bremen (11,2 %), Berlin (10,1 %) und Nordrhein-Westfalen (9,9 %) die höchsten Anteile betroffener Verbraucher, während Bayern (6 %) und Baden-Württemberg (6,6 %) die niedrigsten Quoten aufwiesen. Kleinkredite unter 1.000 Euro stiegen um elf Prozent auf 7,5 Millionen Verträge, unter anderem wegen der zunehmenden Nutzung von Buy-Now-Pay-Later-Angeboten im Onlinehandel, während größere Ratenkredite über 1.000 Euro um zwei Prozent zurückgingen. Das Hypothekengeschäft legte kräftig zu: Die Zahl neuer Immobilienkredite stieg um 25 % auf 1,12 Millionen, das Darlehensvolumen um 21 % auf 177,9 Milliarden Euro.
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