Beobachtetes Signal · 30. Apr. 2026 · Market Analysis · Quelle: CNBC Technology · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Negativ
Selby: Risiko eines Nahost-Rückzugs bei KI vom Markt unterschätzt
Jack Selby, Managing Director bei Thiel Capital, warnt davor, dass die Märkte das Risiko unterschätzen, dass Investoren aus dem Nahen Osten sich infolge des Iran-Konflikts aus KI-Projekten zurückziehen könnten. Laut Selby machen Staatsfonds und staatliche Investoren aus den VAE, Saudi-Arabien und weiteren nahöstlichen Ländern etwa ein Viertel der weltweiten KI-Investitionen für die kommenden fünf Jahre aus, wobei rund die Hälfte davon für regionale Rechenzentren eingeplant ist. Er warnt, dass eine Umlenkung dieser Mittel für den Wiederaufbau oder den heimischen Bedarf massive Auswirkungen auf den Bau von Rechenzentren sowie auf börsennotierte und private KI-Unternehmen haben könnte. Zudem erläuterte Selby seine Strategie, überfüllte Venture-Märkte zu meiden und mit einem zweiten Fonds von Copper Sky gezielt Technologieunternehmen außerhalb von Kalifornien, New York und Massachusetts ins Visier zu nehmen.
Der Beitrag beleuchtet ein erhebliches Finanzierungsrisiko für die KI-Infrastruktur und Rechenzentren durch nahöstliche Staatsfonds, was Capex, Hyperscaler, Chiphersteller und private KI-Firmen betreffen kann – auch wenn es sich dabei nicht um eine unmittelbare plattformpolitische oder technische Änderung handelt.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Jack Selby ist Managing Director bei Thiel Capital und Direktor des VC-Fonds Copper Sky.
- Selby schätzt, dass Investoren aus dem Nahen Osten etwa ein Viertel der weltweiten KI-Investitionen für die nächsten fünf Jahre verantworten.
- Etwa die Hälfte der nahöstlichen KI-Gelder ist laut Selby für Rechenzentren in der Region bestimmt, der Rest fließt in weltweite Projekte.
- Oracle, Nvidia und Cisco sind am UAE-Campus von OpenAI beteiligt, um eine Kapazität von 5 Gigawatt aufzubauen; Microsoft plant bis 2029 Investitionen von 15 Milliarden US-Dollar in den VAE.
- Selby legt einen zweiten Copper Sky Fonds auf, der auf Tech-Firmen außerhalb von Kalifornien, New York und Massachusetts abzielt, um überfüllten Märkten zu entgehen.
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Middle East Conflict and Interest Rates Threaten AI Build-Out Funding
This article from The Newcomer analyzes the geopolitical and macroeconomic risks to the AI infrastructure build-out. While AI investments continue at record valuations, the ongoing Middle East conflict, falling oil exports, and rising interest rates pose significant threats. AWS acknowledged permanent data loss from drone attacks on Middle East facilities. The article questions whether Middle Eastern sovereign wealth funds can sustain their AI investment pace, noting Saudi Arabia's pledge of $15 billion at LEAP 2026, contrasting with Qatar's pullback. Additionally, rising interest rates increase the cost of debt financing data centers, making hyperscaler debt riskier. The piece also covers the competitive landscape for personal AI agents, with Meta's launch of 'Muse' challenging startup Instinct, and highlights a Menlo Ventures report on consumer AI monetization.
Iran-Krieg bedroht den Ausbau von KI-Rechenzentren im Nahen Osten
Hyperscaler und Cloud-Anbieter haben Milliarden in KI-fokussierte Rechenzentren im Nahen Osten investiert, angezogen von günstiger Energie, Land und staatlicher Unterstützung. Jüngste, vom Iran gesteuerte Angriffe auf AWS-Einrichtungen in den VAE und Bahrain haben Ausfälle verursacht und Bedenken geweckt, dass Rechenzentren in modernen Konflikten zu legitimen Zielen werden könnten. Experten erklären, dass bestehende Projekte aufgrund versunkener Kosten und Latenzanforderungen zwar kaum aufgegeben werden, anhaltende Feindseligkeiten jedoch neue Bereitstellungen verlangsamen, höhere Kosten für physische Härtung (Raketenabwehr, Drohnenschutz) erfordern oder zukünftige Kapazitäten in Regionen wie Nordeuropa, Indien oder Südostasien verlagern könnten. Zu den genannten Grossprojekten gehören der von OpenAI unterstützte Stargate-Campus in den VAE sowie der 15-Milliarden-Dollar-Investitionsplan von Microsoft bis 2029. Unternehmen wie die Pure Data Centre Group erklären, dass Expansionspläne je nach Verlauf des Konflikts pausiert oder verlangsamt werden könnten.
Tech-Investoren vor volatilen Sommermonaten im KI-Markt
Steigende Bewertungen, Marktvolatilität und politischer Gegenwind sorgen im Sommer für ein nervöses Umfeld bei Tech- und KI-Investoren. Neben Blasenwarnungen der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich und einer Zunahme des Margenhandels prägen mehrere strategische Entwicklungen die Branche: Amazon stoppte den Vertrieb eines OpenAI-Films, den sich daraufhin der Indie-Verleiher Neon sicherte. Während Together AI und das deutsche Drohnen-Start-up Quantum Systems signifikante Finanzierungsrunden abschlossen, verhandelt OpenAI Berichten zufolge über eine fünfprozentige Beteiligungsspende an einen US-Staatsfonds. Parallel steigen Meta und xAI in die kommerzielle Bereitstellung von Compute-Ressourcen ein, und Anthropic-Mitgründer Tom Brown soll einen Stillstand mit der US-Regierung vermittelt haben. Trotz anhaltendem FOMO-Effekt und starkem Umsatzwachstum führender KI-Akteure wachsen die regulatorischen und politischen Risiken rund um Rechenzentren und Infrastruktur spürbar.
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