Beobachtetes Signal · 5. Sept. 2026 · Litigation · Quelle: techcrunch · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Negativ

Seattle Times und Newsday verklagen OpenAI und Microsoft wegen KI-Training

Zusammenfassung des Signals

Die Seattle Times und Newsday haben Klage gegen OpenAI und Microsoft eingereicht und werfen den Unternehmen vor, urheberrechtlich geschützte journalistische Inhalte ohne Genehmigung zum Training von KI-Modellen verwendet zu haben. Die Verleger behaupten, dass Artikel systematisch unter Umgehung von Paywalls kopiert wurden, um ihre Systeme zu füttern, wodurch Traffic und digitale Werbeeinnahmen umgeleitet werden. Die Klage wirft zudem Bedenken hinsichtlich KI-generierter Halluzinationen auf, die fälschlicherweise den Zeitungen zugeschrieben werden, sowie bezüglich der Entfernung von Copyright-Management-Informationen. Dies folgt auf eine ähnliche Klage der New York Times aus dem Jahr 2023 und verschärft die juristischen Auseinandersetzungen zwischen Medienkonzernen und KI-Anbietern. Bemerkenswert ist, dass Microsoft und OpenAI zuvor bereits Journalismusprojekte bei der Seattle Times finanziert hatten. Microsoft zeigte sich überrascht, aber kompromissbereit. Die Klage wurde am 7. September 2026 eingereicht.

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Von hoher strategischer Bedeutung, da prominente Medienhäuser gegen führende KI-Konzerne vorgehen und wegweisende Präzedenzfälle für die kommerzielle Nutzung urheberrechtlich geschützter Trainingsdaten schaffen.

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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz

  • Die Seattle Times und Newsday reichten am 7. September 2026 Klage gegen OpenAI und Microsoft ein.
  • Die Klage wirft den Unternehmen unautorisiertes Scraping von Artikeln und die Nutzung urheberrechtlich geschützter Inhalte unter Umgehung von Paywalls vor.
  • Verleger bemängeln den Entzug von Traffic und digitalen Werbeeinnahmen sowie Risiken durch KI-Halluzinationen und das Entfernen von Copyright-Informationen.
  • Der Fall folgt auf eine ähnliche Klage der New York Times aus dem Jahr 2023 und erweitert die branchenweiten Rechtsstreitigkeiten.
  • Trotz früherer Projektfinanzierungen bei der Seattle Times streben Microsoft und OpenAI nun eine Klärung des Rechtsstreits an.

Verknüpfte Unternehmen

4 verknüpfte Unternehmen

“The Seattle Times and Newsday are suing OpenAI and Microsoft over the use of their journalism to train AI....”

“The New York Times sued OpenAI and its partner/investor Microsoft over alleged copyright infringement in 2023....”

“The New York Times sued OpenAI and its partner/investor Microsoft over alleged copyright infringement in 2023....”

Primäre Quellenbasis & Herkunftsnachweis
Verifizierter Herkunftsnachweis
Primärquelle: techcrunch•Veröffentlicht: 5. Sept. 2026
Ursprünglicher Berichttitel: “Seattle Times and Newsday are the latest publications to sue OpenAI and Microsoft”

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Litigation28. Juni 2026

Über 400 US-Lokalzeitungen verklagen OpenAI und Microsoft wegen Urheberrechtsverletzungen

Knapp 50 US-Medienhäuser mit rund 400 Lokalzeitungen haben eine gemeinsame Klage gegen OpenAI und Microsoft eingereicht. Sie werfen den Tech-Konzernen vor, Verlagsinhalte – darunter auch kostenpflichtige Paywall-Inhalte – systematisch und ohne Erlaubnis zum Training ihrer KI-Modelle kopiert, Autorenangaben entfernt und wortgetreue Artikel-Wiedergaben ermöglicht zu haben. Die Kläger fordern Schadensersatz und ein Ende dieser Praktiken und warnen vor einem potenziellen Todesstoß für den lokalen Journalismus. OpenAI weist die Vorwürfe zurück und beruft sich auf öffentlich zugängliche Daten sowie die US-Fair-Use-Doktrin, während CEO Sam Altman zuvor eingeräumt hatte, dass das Training ohne urheberrechtlich geschütztes Material nicht möglich sei. Der Rechtsstreit ist Teil von rund 120 anhängigen Urheberrechtsklagen gegen KI-Anbieter an US-Gerichten.

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Legal21. Sept. 2026

NYT-Klage: Entsiegelte Dokumente schwächen Fair-Use-Verteidigung von OpenAI und Microsoft

Neu entsiegelte Dokumente in der Klage der New York Times gegen OpenAI und Microsoft offenbaren interne Eingeständnisse, wonach KI-Produkte Verlagsinhalte weitgehend substituieren und eine existenzielle Bedrohung für Publisher darstellen. Rechtsexperten betonen, dass diese Enthüllungen die Fair-Use-Verteidigungslinie der KI-Entwickler massiv untergraben – insbesondere angesichts von Belegen für das Umgehen von Paywalls, was einen Verstoß gegen den Digital Millennium Copyright Act (DMCA) darstellen könnte. Die Unterlagen zeigen, dass Führungskräfte beider Tech-Konzerne den kommerziellen Wert journalistischer Inhalte intern anerkannten, diese jedoch ohne Lizenz für das LLM-Training nutzten. Das Verfahren unter Richter Sidney Stein könnte einen weitreichenden Präzedenzfall für urheberrechtlich geschützte Trainingsdaten schaffen und die gesamte KI-Branche in verpflichtende, kostenpflichtige Content-Licensing-Modelle zwingen.

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AI / Regulation18. Sept. 2026

Microsoft-Manager bewerten KI-Training intern als massiven Diebstahl

Im Rahmen einer Urheberrechtsklage der New York Times gegen Microsoft und OpenAI offenbaren interne Dokumente, dass leitende Microsoft-Führungskräfte das KI-Training mit urheberrechtlich geschützten Inhalten intern als beispiellosen Diebstahl betrachten – trotz anderslautender öffentlicher Aussagen. Brent Hecht, Leiter der angewandten Wissenschaften bei Microsoft, sprach von einem bemerkenswerten Diebstahl ungeahnten Ausmaßes, während OpenAI-ChatGPT-Chef Nick Turley einräumte, die Technologie stelle eine existenzielle Bedrohung für Nachrichtenverlage dar. Die Unterlagen zeigen zudem erhebliche interne Zweifel an der Rechtfertigung durch das Prinzip der Fair Use. Selbst Microsoft-CEO Satya Nadella räumte unter Eid ein, dass Chatbots den direkten Besuch von Originalquellen ersetzen können, was zu einem potenziellen Teufelskreis führt. Dieses laufende Verfahren gilt als wegweisender Präzedenzfall für die rechtliche Zulässigkeit von KI-Trainingsdaten.

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