Beobachtetes Signal · 17. Juli 2026 · Regulation · Quelle: techcrunch · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Negativ

San Francisco fordert Apple und Google zur Löschung von „Nudify“-Apps auf

Zusammenfassung des Signals

Der City Attorney von San Francisco, David Chiu, hat Apple und Google angewiesen, Dutzende sogenannter „Nudify“-Apps aus ihren App Stores zu entfernen. Diese Tools entfernen digital Kleidung von Fotos, um nicht-einvernehmliche intime Bilder zu erzeugen. Unter Verweis auf kalifornische Strafgesetze und ein Zivilhaftungsgesetz für 2025 warnt die Stadt die Technologiegiganten vor zivilrechtlichen Strafen bei Nichtstun, da sie durch Zahlungsabwicklung und Hosting bereits „vorgewarnt“ seien. Zuvor hatte das Tech Transparency Project berichtet, dass zahlreiche solcher Apps kostenpflichtig nicht-einvernehmliche Deepfake-Pornografie (NCII) anbieten und die Konzerne dadurch schätzungsweise Millionen an Gebühren eingenommen haben. Beiden Unternehmen wurde eine Frist von 28 Tagen zur Reaktion gesetzt.

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Hohe Konfidenz

Rechtliche Schritte einer Großstadt gegen Apple und Google wegen App-Inhalten und Zahlungsabwicklung könnten die Content-Moderation, das Zahlungsmanagement und die Plattformhaftung grundlegend verändern und damit digitale Stores sowie die Monetarisierung von Entwicklern massiv beeinflussen.

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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz

  • San Francisco City Attorney David Chiu forderte Apple und Google in Schreiben auf, Dutzende „Nudify“-Apps aus ihren App Stores zu entfernen.
  • Kalifornisches Recht stellt die Beihilfe zu nicht-einvernehmlichen Deepfakes unter Strafe; ein Gesetz von 2025 ermöglicht zivilrechtliche Klagen gegen Drittvermittler.
  • Den Unternehmen wird vorgeworfen, trotz früherer Warnungen Zahlungen für illegale Käufe abgewickelt zu haben, und sie erhielten eine 28-tägige Frist.
  • Das Tech Transparency Project wies nach, dass Apps über von Apple und Google abgewickelte Zahlungen intime Bilder ohne Einwilligung verkauften.
  • Chiu betonte, dass die Konzerne durch diese Apps wahrscheinlich Millionen US-Dollar an Gebühren eingenommen haben.

Verknüpfte Unternehmen

5 verknüpfte Unternehmen

“The city of San Francisco has ordered Apple and Google to remove dozens of “nudify” apps — — software programs that can digitally alter pict...”

“The city of San Francisco has ordered Apple and Google to remove dozens of “nudify” apps — — software programs that can digitally alter pict...”

“Letters sent to Google and Apple by Chiu’s office, which were viewed by TechCrunch, note that the companies have “been on notice” for their ...”

“Chiu told Wired that both companies had likely made “millions of dollars in fees” from apps that offered such services....”

“Deepfake pornography has largely been a problem for female celebrities, although nudify apps make it possible for anyone with a publicly ava...”

Primäre Quellenbasis & Herkunftsnachweis
Verifizierter Herkunftsnachweis
Primärquelle: techcrunch•Veröffentlicht: 17. Juli 2026
Ursprünglicher Berichttitel: “Apple and Google ordered to purge ‘nudify’ apps from App Stores”

Verwandte Marktsignale & Trends

Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.

Regulation27. März 2026

EU plant Verbot von Nudifier-Deepfake-Anwendungen

Das EU-Parlament hat für ein Verbot sogenannter Nudifier-Anwendungen gestimmt, die mithilfe von KI sexuell explizite Bilder oder intime Körperteile realer Personen ohne deren Zustimmung erzeugen oder manipulieren. Dieser Schritt ist eine Reaktion auf den jüngsten Grok-Skandal und die öffentliche Empörung über KI-generierte Nacktbilder, wie sie etwa in Deutschland durch den Fall von Collien Fernandes debattiert wurden. Unabhängig davon plant Bundesjustizministerin Stefanie Hubig einen nationalen Gesetzentwurf zur Kriminalisierung pornografischer Deepfakes, der Opfern die Möglichkeit von Account-Löschungen und eine kurzfristige IP-Adress-Speicherung zur Strafverfolgung bieten soll. Im Artikel zitierte Expertinnen warnen vor massiven psychologischen Schäden für die Betroffenen digitaler sexueller Gewalt.

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Regulation / Legal challenge to AI content28. Juli 2026

xAI verklagt Minnesota wegen Verbot von KI-Nudify-Anwendungen

Das von Elon Musk geführte Unternehmen xAI hat vor einem Bundesgericht Klage gegen Minnesotas Generalstaatsanwalt Keith Ellison eingereicht, um das Gesetz HF 1606 anzufechten. Das Gesetz verbietet Software, die mithilfe von KI Nacktbilder aus Aufnahmen bekleideter Personen generiert, und sieht Strafen von bis zu 500.000 US-Dollar pro generiertem Bild vor. Das am 1. August 2026 in Kraft tretende Gesetz soll gegen nicht einvernehmliche sexualisierte Darstellungen vorgehen. xAI argumentiert, das Gesetz sei eine verfassungswidrige und übermäßige Einschränkung der Meinungsfreiheit sowie der visuellen Expression. Plattformen drohten dadurch Milliardenstrafen. Während die Behörden das Gesetz verteidigen, sieht sich xAI zudem mit einer Sammelklage wegen angeblicher CSAM-Inhalte konfrontiert. Das Unternehmen kündigte an, Grok Imagine für Nutzer in Minnesota zu deaktivieren, falls keine einstweilige Verfügung erlassen wird.

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Regulation1. Aug. 2026

Richter lehnt xAI-Antrag auf Blockierung des Minnesota-Verbots von „Nudify“-Apps ab

Ein US-Bundesrichter hat den Antrag von xAI auf eine einstweilige Verfügung abgelehnt, wodurch das Gesetz des US-Bundesstaates Minnesota zum Verbot von Anwendungen, die das digitale Entkleiden von Personen ermöglichen, wie geplant am 1. August 2026 in Kraft treten kann, während die juristische Auseinandersetzung von xAI fortgeführt wird. Richter Donovan Frank hob insbesondere den Zeitpunkt der sehr späten Einreichung durch xAI am 29. Juli 2026 als ausschlaggebenden Faktor für die Entscheidung hervor. xAI argumentiert in seiner Klage, dass das Gesetz zu weitreichend gefasst sei und weniger einschneidende Alternativen existierten. Dem Rechtsstreit waren Vorfälle zu Beginn des Jahres vorausgegangen, bei denen Nutzer den xAI-Chatbot Grok dazu missbraucht hatten, nicht einvernehmliche, sexualisierte Bilder auf der Social-Platform X zu erstellen und zu verbreiten, was umgehend behördliche Untersuchungen und Plattform-Sperren nach sich zog.

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