Beobachtetes Signal · 28. Aug. 2017 · Regulation · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Negativ
Rossmann wegen mangelhafter Kennzeichnung von Influencer-Ads verurteilt
Ein Urteil des Oberlandesgerichts Celle stellt klar, dass bezahlte Instagram-Posts bereits auf den ersten Blick eindeutig als Werbung gekennzeichnet sein müssen. Im verhandelten Fall hatte ein Influencer ein gesponsertes Foto für die Drogeriekette Rossmann mit dem Hashtag '#Ad' versehen. Das Gericht wertete die Platzierung an zweiter Stelle hinter anderen Hashtags jedoch als unzureichende Kennzeichnung. Die Entscheidung verdeutlicht, dass kommerzielle Beiträge unverkennbar als Werbung erkennbar sein müssen. Bei künftigen Verstößen droht Rossmann ein Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro. Plattformbetreiber Instagram kündigte unterdessen an, in den kommenden Monaten eine transparentere Lösung zur Kennzeichnung bezahlter Inhalte bereitzustellen. Der Vorfall unterstreicht die anhaltend strengen regulatorischen Anforderungen und die wachsenden Compliance-Risiken im Bereich des Influencer Marketings auf dem deutschen Markt.
Die juristische Entscheidung verschärft die regulatorischen Vorgaben für die Kennzeichnung von Influencer-Marketing in Deutschland und erhöht die Compliance-Anforderungen für Marken.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Das Oberlandesgericht Celle urteilte, dass bezahlte Instagram-Posts auf den ersten Blick klar gekennzeichnet sein müssen.
- Ein Influencer hatte ein gesponsertes Foto für Rossmann mit dem Hashtag #Ad veröffentlicht.
- Das Gericht befand die Platzierung von #Ad an zweiter Stelle unter mehreren Hashtags als unzureichende Transparenz.
- Bei künftigen Verstößen droht Rossmann ein mögliches Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro.
- Instagram entwickelt derzeit eine klarere Kennzeichnungslösung, die in den kommenden Monaten eingeführt werden soll.
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Influencerin wegen fehlender Werbekennzeichnung auf Instagram zu 36.000 Euro Bußgeld verurteilt
Die Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK) hat eine Stuttgarter Influencerin wegen wiederholter Verstöße gegen die Kennzeichnungspflicht bei paid partnerships in Instagram Stories zu einer Geldbuße von 36.000 Euro verurteilt. Zwischen Mai und Juli 2025 veröffentlichte die Creatorin mit rund 750.000 Followern im Bereich Beauty, Make-up und Lifestyle kommerzielle Inhalte ohne oder mit nur schwer erkennbaren Hinweisen, obwohl sie bereits 2020 und 2022 behördlich verwarnt worden war. Inklusive Verfahrenskosten beläuft sich die Gesamtsumme auf 37.803,50 Euro. Der Bescheid ist inzwischen rechtskräftig, wobei die Betroffene rechtliche Schritte angekündigt hat. Dieser Präzedenzfall unterstreicht den verschärften regulatorischen Druck auf Creator, Agenturen und Brands im Bereich Social Media Marketing und die strengen Anforderungen an die Transparenz.
RTL blickt hinter Kulissen und konkurriert mit Vox
RTL Deutschland erweitert seine erfolgreiche Dokumentationsreihe 'Inside' um vier neue Folgen, die ab dem 4. November 2026 mittwochs um 20:15 Uhr ausgestrahlt werden. Die Folgen blicken hinter die Kulissen großer deutscher Unternehmen: Aldi, dm und Rossmann, Dr. Oetker und Lindt. Die Frühjahrssaison von 'Inside' erzielte über 20% Marktanteil beim jungen Publikum, insbesondere die AIDA-Folge war ein großer Erfolg. Zeitgleich strahlt der Schwesterkanal Vox eine eigene zweiteilige Doku über Eurowings an denselben Abenden und zur selben Zeit aus, was zu einer internen Programmkonkurrenz führt. Dieser Terminkonflikt ist bemerkenswert, da die Programmplanung bei RTL Deutschland nun zentral unter Oliver Schablitzki koordiniert wird, was Fragen zur mangelnden Abstimmung zwischen den Sendern aufwirft.
TikTok-Wachstumstreiber: Suche, TikTok Shop, Creator-Tools und generative KI
Im Gespräch mit OnlineMarketing.de erläutert Thomas Wlazik, General Manager Europe & Israel bei TikTok, die Transformation der Plattform von einer reinen Entertainment-App hin zu einem Zentrum für Suche, Discovery und Commerce. Die täglichen Suchanfragen verzeichnen ein Plus von über 40 % im Jahresvergleich, während der TikTok Shop in Deutschland kontinuierlich expandiert. Zudem intensiviert die Plattform die Creator-Integration in Werbekampagnen über Lösungen wie Branded Buzz und TikTok One. Wlazik hebt darüber hinaus das Potenzial generativer KI in der Werbemittelproduktion via TikTok Symphony hervor, betont jedoch die Notwendigkeit einer distinkten Markenidentität. Mit 28,9 Millionen monatlich aktiven Nutzern in Deutschland und über 200 Millionen in Europa positioniert TikTok Suche, E-Commerce, Creator-Tools sowie KI als die vier strategischen Säulen für nachhaltiges B2B-Wachstum.
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