Beobachtetes Signal · 2. März 2026 · Industry Forecast · Quelle: https://martechseries.com/feed/ · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Positiv
Wohin sich AdTech und Retail Media bis 2026 entwickeln
Diese Analyse prognostiziert die Evolution von AdTech und Retail Media bis 2026 und konstatiert den Übergang von der Experimentierphase zur operativen Reife. Fünf Hauptkräfte prägen die nächste Phase: Retail Media Networks werden zu fundamentalen Erlöstreibern; branchenweite Standardisierung und Messbarkeit gewinnen an Bedeutung; nativer Commerce Media in Shopping- und Content-Erlebnissen wächst; Creative-Assets avancieren zum messbaren Performance-Hebel; und die Kontrolle über den Media-Stack wird zum strategischen Differenzierungsmerkmal. Der Beitrag betont, dass exzellente Umsetzung – beim Aufbau von Infrastruktur, standardisierter Attribution, händlerzentrierten Creatives und klarer Data Governance – über Erfolg und Misserfolg entscheidet, da Werbetreibende verlässliche, transparente und skalierbare Retail-Media-Lösungen einfordern.
Der Artikel skizziert operative und messtechnische Veränderungen bei RMNs, nativem Commerce und Media-Stacks, die Händlerstrategien, AdTech-Vendors und Advertiser massiv beeinflussen werden.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Fünf Kernkräfte treiben AdTech und Retail Media bis 2026 voran: RMNs als Monetarisierungsbasis, Standardisierung und Messung, Wachstum von nativem Commerce Media, Creatives als messbarer Wachstumshebel sowie Stack-Kontrolle als Differenzierungsmerkmal.
- Bis 2026 wandeln sich Retail Media Networks von inkrementellen Einnahmequellen zu fundamentalen Profitabilitätstreibern für den Handel.
- Werbetreibende fordern einheitliche Performance-Indikatoren, klarere Attributionsmodelle und mehr Transparenz über RMNs hinweg zur Skalierung ihrer Budgets.
- Native Commerce Media-Formate (gesponserte Produktplatzierungen, shoppable Content, kontextbezogene Empfehlungen) erhalten Vorrang vor traditionellen Bannern.
- Der Artikel verweist auf ein MarTech-Interview mit Omri Shtayer, Vice President of Data Products and DaaS bei Similarweb.
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Retail Media: Transparenz und Kollaboration als Erfolgsfaktoren für 2025
Der Artikel betont, dass Transparenz im Jahr 2025 der entscheidende Erfolgsfaktor im Bereich Retail Media ist. Die weltweiten Werbeausgaben für Retail Media stiegen von 67 Milliarden US-Dollar im Jahr 2020 auf 140 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024 (etwa ein Fünftel der digitalen Werbeausgaben), wobei für 2025 ein Volumen von 166 Milliarden US-Dollar prognostiziert wird. Allein in Deutschland wurden im vergangenen Jahr rund 2,73 Milliarden US-Dollar investiert. Da Retailer zu Medienunternehmen mutieren und E-Commerce-Plattformen ihre Werbe-Infrastruktur ausbauen, fragmentieren Retail Media Networks (RMNs) den Markt zunehmend. Werbetreibende nutzen First-Party-Daten der Retailer für kaufkontextuelle Werbung, um Third-Party-Daten zu umgehen. Diese Fragmentierung erschwert jedoch ein konsistentes Messwesen und kanalübergreifendes Reporting. Gefordert werden standardisierte Cross-Channel-Metriken, ein einheitliches Reporting sowie ein striktes Brand Suitability Management – insbesondere bei Off-Site-Platzierungen, die ein höheres Risiko und geringeres Engagement als On-Site-Formate aufweisen. Zudem wächst die Bedeutung von Self-Service-RMN-Plattformen und branchenweiter Kooperation.
Retail-Media-Boom: Was das Jahr 2026 für die AdTech-Branche bringt
Mit Blick auf das Jahr 2026 analysiert der Beitrag die rasante Entwicklung im Retail Media Sektor. Angetrieben von starken Umsätzen im Weihnachtsgeschäft – wie 11,8 Milliarden US-Dollar am US-Black-Friday und weltweit über 17 Milliarden US-Dollar am Cyber Monday – entstehen zahlreiche neue Netzwerke wie Amex Ads von American Express und WHS Media von WHSmith. Diese erweitern die Optionen für Advertiser durch präzises Targeting und Cross-Channel-Aktivierung. Zugleich treibt Künstliche Intelligenz das Wachstum voran: Adobe-Daten belegen ein Plus von 830 Prozent beim KI-gesteuerten Retailer-Traffic im Jahresvergleich, wobei KI-vermittelte Käufer eine um 30 Prozent höhere Conversion-Rate aufweisen. Branchenverbände wie die IAB Europe fordern harmonisierte Standards, während programmatische Evolution, In-Store-Aktivierung und datengetriebene Attribution den Markt prägen. Der Trend verschiebt sich hin zu technologiegestützter Messung, kanalübergreifendem Storytelling und proprietären Retailer-Modellen.
Retail Media erreicht Marktreife, da leichtes Wachstum schwindet
Nach fünf Jahren rasanter Expansion wandelt sich Retail Media von der Frühphase zur Reife. Der IAB prognostiziert für 2026 ein Wachstum von 12,1 %, während Forrester schätzt, dass die globalen Investitionen bis Ende des Jahrzehnts 300 Milliarden US-Dollar übersteigen könnten. Bisher konzentrierte sich das Wachstum auf wenige große Player und wurde stark aus Handels- und Shopper-Budgets (schätzungsweise 30 bis 60 % der Ausgaben) gespeist, die nun rückläufig sind. Die nächste Phase erfordert die Erschließung inkrementeller Media-Budgets, verbesserte Messmethoden (insbesondere Inkrementalität und In-Store-Attribution) sowie die Integration von Retail Media in Merchandising, Loyalty, E-Commerce und Operations. Die Branche steht vor operativen und messbezogenen Herausforderungen, die auf dem IAB Connected Commerce Summit am 14. April in New York City diskutiert werden.
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