Beobachtetes Signal · 16. Okt. 2026 · Research Report · Quelle: https://martech.org/feed/ · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Negativ
Retail Media Budgets wachsen, Geduld der Werbetreibenden schwindet
Ein neuer Report, 'The 2026 Commerce Media Investment Index' von GrowthLoop und Ascend2, zeigt, dass 85% der Werbetreibenden ihre Ausgaben für Retail- und Commerce Media erhöhen wollen, aber die Geduld verlieren: langsame Audience-Aktivierung, schwache Messung und begrenzter Zugriff auf First-Party-Daten. Die Hälfte der Werbetreibenden wartet vier Tage oder länger auf Custom-Audience-Segmente, nur 11% erhalten sie am selben Tag. 92% würden mehr ausgeben bei schnellerer Audience-Lieferung, 85% würden einen Aufpreis für Same-Day-Fulfillment zahlen. Auch die Messung bleibt ein Schwachpunkt: Fast die Hälfte wartet über eine Woche auf Post-Campaign-Daten, nur 32% nutzen Ergebnisse konsistent zur Optimierung. Der Report zeigt: Geschwindigkeit und Messung werden zu entscheidenden Budgetkriterien für Retail-Media-Netzwerke.
Der Report beleuchtet eine kritische Herausforderung für Retail-Media-Netzwerke: Während Budgets wachsen, drohen operative Reibung und Messlücken Werbetreibende zu vertreiben. Das ist wichtig für AdTech, da es eine Nachfrage nach schnellerer Aktivierung und besseren Messwerkzeugen signalisiert.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- 85% der Werbetreibenden planen, ihre Ausgaben für Retail- und Commerce Media zu erhöhen.
- Die Hälfte der Werbetreibenden wartet vier Tage oder länger auf Custom-Audience-Segmente; 15% warten mindestens eine Woche.
- 92% würden bei schnellerer Audience-Lieferung mehr ausgeben; 85% würden einen Aufpreis für Same-Day-Fulfillment zahlen.
- Fast die Hälfte der Werbetreibenden wartet mehr als eine Woche auf Leistungsdaten nach der Kampagne.
- 32% der Werbetreibenden haben Investitionen aufgrund von ROI-Messschwierigkeiten reduziert, pausiert oder überdacht.
Verknüpfte Unternehmen
1 verknüpfte Unternehmen“Der Bericht mit dem Titel 'The 2026 Commerce Media Investment Index' stammt von GrowthLoop und Ascend2.”
Ontologie & Marktkonzepte
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Retail Media erreicht Marktreife, da leichtes Wachstum schwindet
Nach fünf Jahren rasanter Expansion wandelt sich Retail Media von der Frühphase zur Reife. Der IAB prognostiziert für 2026 ein Wachstum von 12,1 %, während Forrester schätzt, dass die globalen Investitionen bis Ende des Jahrzehnts 300 Milliarden US-Dollar übersteigen könnten. Bisher konzentrierte sich das Wachstum auf wenige große Player und wurde stark aus Handels- und Shopper-Budgets (schätzungsweise 30 bis 60 % der Ausgaben) gespeist, die nun rückläufig sind. Die nächste Phase erfordert die Erschließung inkrementeller Media-Budgets, verbesserte Messmethoden (insbesondere Inkrementalität und In-Store-Attribution) sowie die Integration von Retail Media in Merchandising, Loyalty, E-Commerce und Operations. Die Branche steht vor operativen und messbezogenen Herausforderungen, die auf dem IAB Connected Commerce Summit am 14. April in New York City diskutiert werden.
ANA: Vier zentrale Hürden bremsen Investitionen in Retail Media
Ein neuer Bericht der Association of National Advertisers (ANA) zeigt, dass uneinheitliche Measurement-Standards das Wachstum inkrementeller Markenbudgets im Bereich Retail Media stark hemmen. Obwohl eMarketer das US-Marktvolumen für Retail Media auf rund 70 Milliarden US-Dollar beziffert, identifizieren 55 Prozent der befragten ANA-Mitglieder fehlende Standardisierungen als größte Hürde. Führungskräfte globaler Marken wie Bayer, Hershey, Kenvue und Mondelez betonen, dass inkonsistente Messmethoden über verschiedene Retail Media Networks hinweg eine verlässliche Effektivitätsbewertung erschweren. Als Gegenmaßnahme führen Handelsunternehmen vermehrt neue Werbeformate wie Streaming- und Offsite-Ads ein, um Upper-Funnel-Budgets und zusätzliche Werbegelder zu erschließen. Dennoch bleiben die bestehenden Messdefizite das wesentliche Hindernis für eine skalierte Budgetallokation seitens der Werbetreibenden.
Retail-Media-Silos und Messprobleme hemmen das Marktwachstum
Auf einem ADWEEK-Panel im Rahmen der Possible-Konferenz in Miami diskutierten Führungskräfte über anhaltende Hürden beim Wachstum von Retail Media, obwohl die Budgets laut Emarketer in diesem Jahr voraussichtlich fast 70 Milliarden US-Dollar erreichen werden. Vertreter von Händlern, Commerce Media Networks, Marken und AdTech-Firmen betonten, dass Amazon und Walmart den Großteil der Retail-Media-Spendings auf sich vereinen und Geschäftsmodelle nutzen, die für andere Händler kaum zu replizieren sind. Diese Marktkonzentration führt in Verbindung mit Defiziten bei Rentabilität, Messbarkeit, Zusammenarbeit und Standardisierung zu einem verlangsamten Wachstum vieler Netzwerke sowie zu wiederkehrenden strategischen Neuausrichtungen. Die Diskussion unterstrich die dringende Notwendigkeit verbesserter Messmethoden und branchenübergreifender Abstimmungen, um die Profitabilität und Skalierbarkeit im Retail Media nachhaltig zu steigern.
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