Beobachtetes Signal · 8. Juni 2026 · Partnership · Quelle: persoenlich.com News · Relevanz: 1/5 · Sentiment: Neutral

Ragekit finanziert sich über Crowdfunding und kooperiert mit WOZ

Zusammenfassung des Signals

Das im Januar 2025 gegründete Videokollektiv Ragekit aus Lausanne hat fast 110.000 Franken via Crowdfunding eingesammelt und verzeichnet monatlich rund zwei Millionen Video-Views. Das Medium erreicht vor allem 18- bis 35-Jährige und weist eine beachtliche Social-Media-Reichweite auf. Anfang 2026 ging Ragekit eine Partnerschaft mit der Zürcher Wochenzeitung WOZ ein, um eine fünfteilige Videoreihe zu produzieren, die sprachliche und sozioökonomische Gräben in der Schweiz beleuchtet. WOZ-Redaktor Renato Beck nannte fortschreitende Medienkonzentration und geschwächte Medien in der Romandy als wesentliche Hürden für den überregionalen Diskurs.

Polaris7 AgentStrategische Einordnung
Hohe Konfidenz

Bemerkenswerte Verlagskooperation und Crowdfunding-Finanzierung für ein unabhängiges Videokollektiv, die zwar für Publisher-Trends relevant ist, jedoch nur geringen Einfluss auf die breitere AdTech- und MarTech-Branche ausübt.

SIGNAL RADAR

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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz

  • Ragekit ist ein im Januar 2025 gegründetes Videokollektiv aus Lausanne.
  • Das Kollektiv sammelte knapp 110.000 Schweizer Franken über eine Crowdfunding-Kampagne ein.
  • Ragekit verzeichnet monatlich rund zwei Millionen Views und starke Follower-Zahlen auf Instagram, TikTok, Facebook und YouTube.
  • Anfang 2026 startete eine Kooperation mit der WOZ für eine fünfteilige Videoserie über den Röstigraben.
  • WOZ-Redaktor Renato Beck verwies auf Medienkonzentration und den Niedergang von Westschweizer Medien als Treiber sprachlicher Entfremdung.
Primäre Quellenbasis & Herkunftsnachweis
Verifizierter Herkunftsnachweis
Primärquelle: persoenlich.com News•Veröffentlicht: 8. Juni 2026
Ursprünglicher Berichttitel: “Ragekit: Mit Links über den Röstigraben”

Verwandte Marktsignale & Trends

Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.

Publisher & Media Owner16. Juni 2026

Media Forward Fund fördert Zürcher Recherchekollektiv WAV und ByteFM

Der Media Forward Fund hat nach einer Förderrunde mit 82 Bewerbungen finanzielle Mittel an das Zürcher Recherchekollektiv WAV und den Hamburger Radiosender ByteFM vergeben. WAV erhält Unterstützung zum Ausbau der Unterstützerstrukturen, der Markenpräsenz sowie zur Begleitung von drei Rechercheprojekten pro Jahr mittels Kampagnen, Newslettern und Events, um die Zahl der Regeldonoren zu verdreifachen. ByteFM erhält 100.000 Euro zur Weiterentwicklung seiner Audio-Angebote. Seit Juli 2024 hat der philanthropische Fonds nach eigenen Angaben 13 Medienorganisationen mit rund 4 Millionen Euro unterstützt; das Gesamtvolumen des Fonds beträgt 16 Millionen Euro. Am 7. September 2026 eröffnet der Fonds drei parallele Förderströme in den Bereichen Growth, Strategy und Launch Grants.

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Publisher fundraising / Membership drive30. Aug. 2026

Investigativ-Redaktion Reflekt startet Crowdfunding-Kampagne zur Verdopplung der Mitgliederzahl

Das in Bern ansässige Investigativ-Newsroom Reflekt hat eine Crowdfunding-Kampagne ins Leben gerufen, um die Zahl seiner zahlenden Mitglieder bis Ende September von 1.000 auf 2.000 zu verdoppeln. Hintergrund ist das Auslaufen wichtiger Fördermittel, die die mittelfristige Finanzierung gefährden. Die Kampagne setzt stark auf die gesellschaftliche Relevanz des investigativen Journalismus und nutzt die Social-Media-Reichweite von Reflekt, dessen Instagram-Videos regelmäßig 50.000 bis 100.000 Zuschauer erreichen. Flankierend veröffentlicht das Team Videos, die vergangene Recherchen wie zur Hate-Speech-Verfolgung oder zum Mosambik-Schulerskandal um die Credit Suisse beleuchten. Die Entwicklung dieser Videoformate wurde Ende 2024 vom Media Forward Fund mit 300.000 Euro unterstützt. Reflekt wurde 2019 gegründet und wird von einem gemeinnützigen Verein getragen, der sich aus Stiftungen, Mitgliedsbeiträgen und dem Verkauf von Recherchen an andere Medien finanziert.

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Publisher & Media Owner8. Mai 2026

SwissMediaForum: Überlebenskampf, KI-Herausforderungen und Kooperationskultur in der Schweizer Medienlandschaft

Auf dem SwissMediaForum in Luzern diskutierten die Spitzenköpfe der grössten Schweizer Medienhäuser – darunter Pietro Supino (TX Group), Felix Graf (NZZ), Susanne Wille (SRG), Michael Wanner (CH Media) und Marc Walder (Ringier) – unter der Moderation von Eveline Kobler (SRF) über digitale Überlebensstrategien, KI und Plattformdisruption. Marc Walders provokante These, dass digital nur Blick, NZZ und 20 Minuten überleben werden, sorgte für Gegenwind, insbesondere bezüglich subventionierter CH-Media-Resultate. Einig war man sich über die Notwendigkeit klarer Urheberrechtsregeln für KI: Walder unterstützte die Motion Gössi, während SRG-Chefin Susanne Wille anbot, SRG-Distributionskanäle für private Medien zu öffnen, um Reichweiten zu teilen. Die NZZ setzt auf internationale Expansion und KI-gestützte «liquid content»-Formate. CH Media meldete stabilisierte Abonnentenzahlen im zweiten Halbjahr 2025 und verwies auf eine Reuters-Studie, wonach die Zahlungsbereitschaft für Digital-News in der Deutschschweiz auf 22 % gestiegen ist. Die Meinungen zur SRG-Kooperation bleiben gespalten.

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