Beobachtetes Signal · 30. Apr. 2026 · Leadership Change · Quelle: DWDL · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral
Radio Bremen übernimmt ARD-Vorsitz: Yvette Gerner zur neuen Vorsitzenden ernannt
Zum Jahreswechsel 2027 geht der ARD-Vorsitz vom Hessischen Rundfunk (HR) an Radio Bremen über, wobei Yvette Gerner als Nachfolgerin von Florian Hager den ARD-Vorsitz übernimmt. Während der amtierenden HR-Präsidentschaft fungiert Radio Bremen bereits als Kooperationsepartner und übernimmt 2027 die Federführung, während der HR in eine unterstützende Rolle wechselt. Es wird erwartet, dass Radio Bremen den Vorsitz für ein Jahr innehat, gefolgt vom NDR für die Jahre 2028 und 2029. Zudem wird das ARD-Generalsekretariat zum 1. Januar 2027 im Zuge der Umsetzung eines neuen ARD-Staatsvertrages in eine ARD-Geschäftsstelle umorganisiert, die direkt an den amtierenden Vorsitz angebunden ist und die ARD-Unternehmenskommunikation integriert. Diese strukturellen Anpassungen betreffen primär die interne Governance und die strategische Ausrichtung der öffentlich-rechtlichen Medienorganisation im Rahmen künftiger Senderkooperationen und föderaler Abstimmungsprozesse.
Führungswechsel und administrative Umstrukturierungen beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk beeinflussen zwar die Governance und die Kommunikationsstrukturen der ARD, haben jedoch keine direkten Auswirkungen auf die Kerninfrastruktur im Bereich AdTech und MarTech oder auf marktweite Werbeoperationen.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Radio Bremen übernimmt zum Jahreswechsel 2027 den ARD-Vorsitz.
- Yvette Gerner tritt die Nachfolge von Florian Hager als ARD-Vorsitzende an.
- Der Hessische Rundfunk (HR) wechselt vom Vorsitz in eine unterstützende Rolle; Florian Hager wird stellvertretender Vorsitzender.
- Radio Bremen führt den Vorsitz voraussichtlich für ein Jahr; der NDR soll die Rolle 2028 und 2029 übernehmen.
- Das ARD-Generalsekretariat wird zum 1. Januar 2027 in eine ARD-Geschäftsstelle umstrukturiert, in die auch die Unternehmenskommunikation integriert wird.
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Führungstrio der neuen ARD-Geschäftsstelle ab 2027 benannt
Die ARD-Anstalten haben die Führung für die ab dem 1. Januar 2027 in Berlin arbeitende ARD-Geschäftsstelle bestätigt, die das bisherige Generalsekretariat ablöst. Die neu strukturierte Zentrale bündelt Verwaltungsfunktionen, den ARD-Strategieprozess und die Unternehmenskommunikation, um bei rotierendem ARD-Vorsitz für Kontinuität zu sorgen und wiederkehrende Teamentwicklungen zu minimieren. Die Einrichtung erfolgt im Zuge des neuen Medienstaatsvertrags. Christoph Rosenthal wird die Gesamtleitung übernehmen, Christoph Hammerschmidt leitet künftig die Kommunikation, und Kerstin Skiba verantwortet die Medienpolitik als zentrale Schnittstelle zu Regulierungsbehörden, Zivilgesellschaft und dem neuen Medienrat. Susanne Pfab gibt ihre Funktion als ARD-Generalsekretärin nach fast zwölf Jahren ab.
Tobias Lammert wird neuer Chef der ARD-Werbung
Tobias Lammert übernimmt zum 1. August 2026 den Vorsitz der ARD-Werbung sowie die Geschäftsführung der WDR Mediagroup und tritt damit die Nachfolge des langjährigen Geschäftsführers Michael Loeb an, der Ende Juli aus dem Amt scheidet. Die Entscheidung wurde von den Geschäftsführern der neun regionalen ARD-Werbegesellschaften beschlossen. Zu stellvertretenden Vorsitzenden der ARD-Werbung wurden Reinhard Hild (MDR Media) und Anja Melagge (RBB Media) ernannt. Thomas Schelberg (SWR Media Services) bleibt Vorsitzender der Gesellschafterversammlung von ARD Media, während Anja Melagge seine Stellvertretung übernimmt. Frank Nielebock fungiert als Sprecher der Geschäftsführung der WDR Mediagroup. Die ARD-Werbung bündelt die neun regionalen Vermarkter, während ARD Media die nationale Vermarktung von TV, Audio und Digital-Advertising verantwortet. Ziel der Neubesetzung ist es, die nationalen Werbeumsätze zu stärken und die strategische Abstimmung zu optimieren.
Florian Hager als einziger Kandidat für HR-Intendantenwahl nominiert
Florian Hager, amtierender Intendant des Hessischen Rundfunks (HR) und ARD-Vorsitzender, wurde vom Findungsausschuss einstimmig als einziger Kandidat für die HR-Intendantenwahl am 14. August 2026 nominiert. Da sein aktueller Vertrag bis März 2027 läuft, gilt eine zweite Amtszeit bei einer Bestätigung durch den Rundfunkrat mit einfacher Mehrheit als wahrscheinlich. Ratsmitglieder können zwar mit einem Quorum von mindestens acht Stimmen noch einen Gegenkandidaten vorschlagen, dies gilt jedoch als unwahrscheinlich. In derselben Sitzung billigte der Rundfunkrat den HR-Jahresabschluss 2025: Ein bilanzielles Plus von 52,2 Millionen Euro reduzierte den durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von 329,3 Millionen auf 277,1 Millionen Euro. Der HR stellte jedoch klar, dass es sich hierbei um ein rein bilanzielles Ergebnis handelt, das die Liquidität nicht verbessert.
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