Beobachtetes Signal · 14. Juli 2026 · Market Research Report · Quelle: The Drum · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Negativ
Prophet-Studie: KI-Nachfrage steigt, während das Verbrauchervertrauen sinkt
Die zweite Auflage der Prophet-Studie „The AI-Powered Consumer“ mit über 2.000 Befragten in UK, USA, Deutschland, China und Singapur zeigt ein KI-Paradoxon: Die Nutzung von Generative AI stieg um 28 %, während der Optimismus um 13 Punkte und das Vertrauen in Marken beim KI-Einsatz um 11 Punkte zurückgingen. 53 % der Verbraucher wünschen sich automatisierte Kaufentscheidungen und 49 % KI-gestützte Verhandlungen, doch bestehen Ängste vor dem Verlust menschlicher Nähe. Die Ergebnisse offenbaren signifikante regionale Unterschiede – in Deutschland glauben nur 27 % an den ethischen Markeneinsatz von KI, verglichen mit 74 % in China, das dem globalen Markt adoptionstechnisch zwei bis drei Jahre voraus ist. Marketer stehen vor der Herausforderung, diese Kluft zwischen Nachfrage und Vertrauen zu überwinden.
Eine umfassende, länderübergreifende Verbraucherstudie zu steigender KI-Adoption bei gleichzeitig sinkendem Vertrauen hat direkte Auswirkungen auf die Marketingstrategie, das Produtdesign und den verbrauchernahen KI-Einsatz von Marken.
Marktsignale zu ASOS in Echtzeit verfolgen
Polaris7 erfasst behördliche Registrierungen, Primärquellen, Führungswechsel und Deal-Aktivitäten rund um die Uhr. Erstellen Sie Ihren kostenlosen Explorer-Workspace, um automatisierte Executive Briefings zu erhalten.
Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Prophet veröffentlichte die zweite Auflage von „The AI-Powered Consumer“ mit über 2.000 Befragten in UK, USA, Deutschland, China und Singapur.
- Die allgemeine KI-Nutzung stieg zwischen 2024 und 2026 um 28 % an.
- 53 % der Befragten möchten, dass KI Kaufentscheidungen automatisiert, und 49 % wünschen sich KI als Verhandlungspartner.
- Der Verbraucheroptimismus bezüglich des KI-Potenzials sank um 13 Punkte, das Vertrauen in Marken beim KI-Einsatz ging um 11 Punkte zurück.
- Nur 27 % der deutschen Verbraucher glauben an einen ethischen Markeneinsatz von KI (gegenüber 74 % in China, das bei der Adoption 2-3 Jahre voraus ist).
Verknüpfte Unternehmen
4 verknüpfte Unternehmen“See ASOS’s virtual try on tool...”
“Bank of America’s always-on financial support tool Erica....”
“For example, Spotify uses AI-powered personalization to help all audiences discover their preferred music and create playlists, while keepin...”
“Asian-based companies such as Alibaba are already embedding AI across shopping journeys, from personalized discovery to agentic purchasing a...”
Ontologie & Marktkonzepte
Verwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
Report: Verbraucher nutzen AI häufiger, aber Skepsis und Frust wachsen
Der „2026 AI-Powered Consumer Report“ von Prophet zeigt, dass die Nutzung von generativer AI unter Verbrauchern auf 73 Prozent gestiegen ist (gegenüber 45 Prozent im Jahr 2024). Gleichzeitig sinken jedoch die Begeisterung und der Glaube an die transformative Kraft der Technologie. Die Studie verzeichnet einen Rückgang der AI-Begeisterung um 7 Prozent sowie einen Einbruch von 30 Prozent bei Konsumenten, die erwarten, dass GenAI künftig die Mehrheit ihrer Entscheidungen trifft. Rund 71 Prozent der Befragten sorgen sich über Ungenauigkeiten und Desinformation, während 62 Prozent Frustration über den Wegfall menschlichen Supports zugunsten von Automatisierung äußern. Diese Entwicklung verdeutlicht, dass AI zunehmend als reines Utility wahrgenommen wird. Für Marketer bedeutet dies, dass sie bei steigender Adaption und sinkendem Vertrauen Automatisierung geschickt mit menschlichen Interaktionen austarieren müssen, um das Kundenerlebnis nachhaltig zu sichern.
Mehr KI-Nutzer, sinkendes Vertrauen: Das KI-Paradoxon verschärft sich
Ein t3n-Bericht über eine groß angelegte Pew Research Center-Studie zeigt, dass inzwischen 49 % der US-Erwachsenen regelmäßig KI-Tools nutzen (Anstieg von 33 % im Jahr 2024). ChatGPT von OpenAI führt den Markt mit 44 % an, gefolgt von Google Gemini und Microsoft Copilot. Trotz der wachsenden Nutzung bleibt das Vertrauen gering: Nur 16 % erwarten in den nächsten 20 Jahren einen positiven gesellschaftlichen Einfluss von KI, während 40 % negative Folgen prognostizieren. Junge Erwachsene (18–29 Jahre) weisen mit 66 % die höchste Nutzung, aber mit 48 % auch den größten Pessimismus auf. Zudem ist das institutionelle Vertrauen schwach: 67 % bezweifeln eine effektive staatliche Regulierung, 61 % misstrauen den Entwicklern und 71 % sehen Risiken für ihre Datensicherheit. Die Kombination aus erzwungener Nutzung am Arbeitsplatz und Datenschutzbedenken birgt ökonomische Risiken für KI-Geschäftsmodelle.
Gen-Z-Vertrauenslücke: Hohe KI-Nutzung trifft auf strenge Transparenzanforderungen
Eine neue Studie von SAP Engagement Cloud unter 2.000 britischen Verbrauchern offenbart eine wachsende Vertrauenslücke bei KI-gestützten Retail-Lösungen innerhalb der Gen Z. Die junge Zielgruppe nutzt KI aktiv für die Product Discovery und Einkäufe, reagiert jedoch hochsensibel auf intransparente oder aufdringliche Anwendungen. Während 48 % bereits KI-empfohlene Produkte gekauft haben und 37 % KI-Assistenten sogar eigenständige Käufe anvertrauen würden, haben 43 % aufgrund mangelhafter KI-Implementierungen bereits die Marke gewechselt. Transparenz ist dabei der entscheidende Hebel: 32 % priorisieren Datenschutz und 29 % fordern Einblick in KI-Entscheidungsprozesse. Eine undeklarierte KI-Nutzung gefährdet bei 25 % die Brand Loyalty. Gleichzeitig können echter Mehrwert und personalisiertes Marketing die Kundenbindung signifikant stärken (21 % bzw. 15 %). Für Marketingentscheider unterstreichen die Daten die Notwendigkeit, KI-Innovationen zwingend mit maximaler Transparenz und klarem Kontext zu verknüpfen.
Marktsignale & Strategische Shifts in Echtzeit verfolgen
Erstellen Sie benutzerdefinierte Watchlists, um automatisierte, evidenzbasierte Executive Briefings zu erhalten, sobald wesentliche Signale oder Marktverschiebungen auftreten.
