Beobachtetes Signal · 10. Aug. 2021 · Regulation · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Negativ
Datenschutzaktivist reicht zahlreiche Beschwerden gegen Cookie-Banner ein
Die europäische Datenschutzorganisation noyb unter der Leitung von Max Schrems hat 422 formelle DSGVO-Beschwerden bei verschiedenen Aufsichtsbehörden eingereicht. Seit einer Warnung im Mai haben 42 Prozent der betroffenen Websites zumindest einige Verstöße behoben, allerdings sind nach wie vor 82 Prozent nicht konform. Zu den Verbesserungen gehören die Hinzufügung einer sichtbaren Ablehnungsoption bei 42 Prozent, das Entfernen vorab angekreuzter Einwilligungsfelder bei 68 Prozent sowie Farbanpassungen der Buttons bei 46 Prozent der Seiten. Zwar zeigten einige Unternehmen erste Anpassungen, doch große Plattformen wie Google, Amazon und Facebook blieben uneinsichtig, was zu weiteren rechtlichen Schritten führte. Die Organisation plant, im Laufe des Jahres bis zu 10.000 Websites zu scannen, um Betreiber vorzuwarnen und die DSGVO bei anhaltenden Verstößen konsequent durchzusetzen.
V verstärkte regulatorische Durchsetzung und anhaltende Mängel bei Cookie-Bannern, insbesondere durch prominente Aktionen von Datenschutzorganisationen und mangelnde Kooperation großer Plattformen.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- noyb reichte 422 formelle DSGVO-Beschwerden zu Cookie-Banner-Verstößen ein.
- Seit Mai haben 42 Prozent der untersuchten Websites Mängel behoben, während 82 Prozent weiterhin non-compliant sind.
- Die Sichtbarkeit der Widerrufsoption bleibt mit 18 Prozent gering; Banner wurden u.a. um Ablehnungsoptionen (42 Prozent) und bereinigte Checkboxen (68 Prozent) ergänzt.
- noyb plant für dieses Jahr das Screening von bis zu 10.000 Websites zur Durchsetzung der DSGVO.
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