Beobachtetes Signal · 1. März 2026 · Investigation · Quelle: TechCrunch · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Negativ
Polymarket verzeichnet 529 Millionen US-Dollar bei kontroversen Iran-Angriffswetten
Berichten zufolge wurden auf der Prognoseplattform Polymarket 529 Millionen US-Dollar auf Verträge gehandelt, die an den Zeitpunkt von US- und israelischen Luftangriffen auf den Iran geknüpft sind. Laut einer Analyse des Analyseunternehmens Bubblemaps SA erzielten sechs neu erstellte Konten einen Gewinn von rund einer Million US-Dollar, indem sie korrekt auf einen US-Angriff bis zum 28. Februar wetteten. Der CEO von Bubblemaps erklärte, dass dieses Muster angesichts der Plattform-Anonymität auf Insiderhandel hindeuten könnte. Polysights beobachtete zudem einen sprunghaften Anstieg bei Wetten darauf, ob Irans oberster Führer Ali Khamenei sein Amt bis Ende März nicht mehr innehaben wird. Kalshi-CEO Tarek Mansour betonte hingegen, dass Kalshi keine Märkte anbietet, die direkt mit dem Tod zusammenhängen, entsprechende Regeln Profitgier verhindern sollen und das Unternehmen alle Gebühren für solche Wetten erstatten werde.
Hohe Handelsvolumina und Anzeichen für potenziell informierten Handel auf Prognosemärkten werfen ethische, marktintegritätsbezogene sowie regulatorische Fragen für das gesamte Ökosystem der Prognosemärkte und des krypto-nahen Handels auf.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Auf Polymarket wurden 529 Millionen US-Dollar auf Kontrakte im Zusammenhang mit dem Zeitpunkt eines US- und israelischen Angriffs auf den Iran gehandelt.
- Eine Analyse von Bubblemaps SA ergab, dass sechs neu erstellte Konten rund eine Million US-Dollar Gewinn machten, indem sie richtig auf einen US-Angriff bis zum 28. Februar setzten.
- Bubblemaps-CEO Nicolas Vaiman warnte, dass Anonymität und Insiderwissen über Konflikte Anreize für vorzeitiges Handeln und potenziellen Insiderhandel schaffen können.
- Polysights verzeichnete einen Anstieg von Wetten darauf, ob Irans oberster Führer Ali Khamenei bis Ende März abgelöst wird.
- Kalshi-CEO Tarek Mansour erklärte, dass Kalshi keine direkt mit dem Tod verknüpften Märkte führt und anfallende Gebühren für solche Wetten zurückerstattet.
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Prognosemärkte stehen wegen Iran-Kriegswetten unter scharfer regulatorischer Kritik
Prognose-Market-Plattformen geraten nach heftiger öffentlicher Kritik stark in die Verfassung. Auslöser waren Polymarket-Wetten über den Zeitpunkt einer nuklearen Detonation, die nach Hunderttausenden Dollar an Einsätzen zunächst archiviert und eine vorübergehend veröffentlichte Eintrittswahrscheinlichkeit von 22 Prozent wieder gelöscht wurden. Während Polymarket-CEO Shayne Coplan den informativen Wert verteidigte, reagieren US-Regulatoren und Gesetzgeber: Die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) prüft den Sektor, und Kongressabgeordnete wie Senator Chris Murphy sowie der Abgeordnete Mike Levin fordern Gesetze zur Beschränkung von Märkten zu Militäraktionen und Regimewechseln. Zudem zielt der „End Prediction Market Corruption Act“ von den Senatoren Jeff Merkley und Amy Klobuchar darauf ab, den Insiderhandel durch Regierungsmitglieder und deren Familien durch Handelsverbote, Geldstrafen und Gewinnabschöpfungen zu unterbinden.
Kalshi-Präzisionsmärkte verzeichnen enormen Boom während der Fußball-Weltmeisterschaft
Der „Finance Forward“-Newsletter des Manager Magazins beleuchtet einen durch die Weltmeisterschaft ausgelösten Boom von Prediction-Markets, angeführt vom Marktführer Kalshi. Innerhalb der ersten zwei Turnierwochen kletterten die Einsätze auf Kalshi auf 2,9 Milliarden US-Dollar und übertrafen damit sogar die Zahlen von March Madness, während sich die Unternehmensbewertung im Jahresvergleich auf 22 Milliarden US-Dollar steigerte. CEO Tarek Mansour (30) gab Einblicke in die globale Expansionsstrategie der Plattform. Der Beitrag diskutiert die branchenweite Debatte darüber, ob sich solche Prognosemärkte zu regulierten Finanzbörsen entwickeln oder eher Online-Glücksspiel ähneln, und verweist auf den Rivalen Polymarket sowie prominente Investoren wie Sequoia, Charles Schwab und KKR. Ergänzend behandelt der Newsletter Fintech- und Zahlungsverkehrsthemen wie Metas Investment in Cred, die Wero-Expansion, Fortschritte beim digitalen Euro der EZB sowie Bundesbank-Daten zu Verbraucherzahlungen.
Polymarket zahlte Creator für irreführende Videos über gefälschte Wetten
Laut einem Bericht des Wall Street Journal, über den TechCrunch berichtet, hat Polymarket Online-Creator dafür bezahlt, irreführende Videos mit lukrativen Wetten und Gewinnen auf seiner Prediction-Market-Plattform zu veröffentlichen. Das WSJ analysierte rund 1.100 Videos und prüfte Instruktionen von Polymarket: Viele Clips entstanden auf fast perfekten Kopien der Website und zeigten gefälschte Trades. Ein Marketing-Dienstleister verstärkte die Beiträge über ein Netzwerk aus Social-Media-Accounts, während Creator angewiesen wurden, die finanzielle Vergütung zu verschleiern. Einige fügten erst nach journalistischen Anfragen entsprechende Hinweise hinzu. Polymarket kündigte eine Prüfung seiner Werbeinhalte an und betonte sein Bekenntnis zu transparenten Märkten. Der Vorfall wirft im Influencer Marketing erhebliche Fragen zu Ad Quality, Kennzeichnungspflichten und Betrugsschutz auf und schadet dem Vertrauen in creator-getriebene Kampagnen nachhaltig.
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