Beobachtetes Signal · 17. Juli 2026 · Potential Closure · Quelle: persoenlich.com News · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Negativ
Plädoyer gegen die Einstellung des SonntagsBlick
Ein meinungsstarker Beitrag plädiert vehement gegen eine mögliche Einstellung des SonntagsBlick (SoBli) und verweist auf dessen historische Rolle, den hohen Markenwert sowie die redaktionelle Bedeutung innerhalb des Ringier-Portfolios. Obwohl kommerzielle Druckfaktoren wie hohe Druck-, Vertriebs- und Produktionskosten sowie schwächelnde Online-Erlöse unbestritten sind, unterstreicht der Autor die kulturelle und ritualisierte Relevanz einer klassischen Sonntagszeitung. Dabei werden die jüngsten redaktionellen Qualitätssteigerungen unter Chefredakteur Reza Rafi gewürdigt, historische Skandale und prägende Alt-Chefredakteure in Erinnerung gerufen sowie darauf hingewiesen, dass die finale Entscheidung letztlich bei der Ringier-Führungsgruppe um Marc Walder und Michael Ringier liegt.
Meldung auf Ebene regionaler Verlagshäuser: Die mögliche Einstellung einer prominenten Schweizer Sonntagszeitung betrifft lokale Werbeinventare, Leserschaften und Markenplatzierungen, hat jedoch nur begrenzte Auswirkungen auf den globalen AdTech-Markt.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Der SonntagsBlick (SoBli) steht angeblich vor einer möglichen Einstellung.
- Die Pressestelle von Ringier hat sich zur Zukunft des SoBli bislang stets ausweichlich geäußert.
- Reza Rafi wird zugeschrieben, den SonntagsBlick als Chefredakteur zu alter Stärke zurückgeführt zu haben.
- Marc Walder agiert als CEO und Mitinhaber des Medienhauses Ringier, während Michael Ringier als Verleger fungiert.
- Matthias Ackeret ist Verleger und Chefredakteur von persoenlich.com sowie der Verfasser des Meinungsbeitrags.
Verknüpfte Unternehmen
3 verknüpfte Unternehmen“The SonntagsBlick is — and should not be forgotten — an important part of the local media universe and belongs to the flagship titles of the...”
“The SonntagsBlick is an important part of the domestic media universe and belongs to the flagship titles of the Ringier publishing house....”
“Matthias Ackeret is publisher and editor-in-chief of persoenlich.com....”
Ontologie & Marktkonzepte
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Ehemaliger Chefredaktor warnt vor drohendem Aus für den SonntagsBlick
Peter Rothenbühler, ehemaliger Chefredaktor des SonntagsBlick und späteren Le Matin Dimanche, erklärte gegenüber der NZZ, dass die Tage der traditionsreichen Sonntagszeitung in ihrer heutigen Form gezählt sein dürften. Er führt den Niedergang primär auf wirtschaftliche Faktoren wie die hohen Vertriebskosten am Sonntag zurück und verweist auf die historische Entwicklung sowie den massiven Reputationsschaden durch die Borer-Affäre. Berichten des Magazins Republik zufolge könnte der SonntagsBlick zum Jahresende endgültig eingestellt werden. Ringier dementiert eine beschlossene Schließung zwar, prüft in einem internen Schreiben jedoch eine Verlegung auf den Samstag sowie eine mögliche Namensänderung. CEO Marc Walder betonte bereits zuvor, dass in einer digitalen Zukunft nur Medien mit extrem hoher Reichweite oder in exklusiven Nischen überleben werden. Die 1969 gegründete Zeitung erreichte einst eine Auflage von rund 400.000 Exemplaren.
Ringier dementiert Einstellung des SonntagsBlick und prüft operative Anpassungen
Ringier Medien Schweiz hat Berichte über ein bevorstehendes Aus des traditionsreichen SonntagsBlick dementiert. In einem internen Memo stellt das Medienhaus klar, dass der Titel ein eigenständiges redaktionelles Wochenendprodukt bleibe, während zeitgleich operative Anpassungen evaluiert werden. Intern prüft Ringier, ob die Zustellung vom Sonntag auf den Samstag verlegt und der Titel entsprechend umbenannt werden soll. Ein finaler Beschluss oder ein konkreter Zeitplan existiert laut Verlag bislang nicht. Zuvor hatten CH Media und SRF unter Berufung auf interne Dokumente über Vorstudien zu einer früheren Produktion, eine mögliche Konsolidierung mit der Blick-Samstagsausgabe sowie strikte Geheimhaltungsvereinbarungen berichtet. Das Onlinemagazin Republik meldete hingegen die Einstellung bis Ende 2026. Eine Abkehr vom Sonntagstermin für das 1969 gegründete Blatt (Auflage rund 75.000) hätte zudem erhebliche Auswirkungen auf die bestehenden Vertriebs- und Kostenallianzen mit der SonntagsZeitung und der NZZ am Sonntag.
SonntagsBlick-Konkurrenz hält am gedruckten Sonntag fest
Ringier bereitet das nächste Kapitel für den SonntagsBlick vor, wobei Spekulationen über eine Vorverlegung der Zustellung auf Samstag die Runde machen. Die Konkurrenten Tamedia mit der SonntagsZeitung und die NZZ mit der NZZ am Sonntag bekräftigen indessen ihr Bekenntnis zum Sonntag als Publikationstag. Sie verweisen auf die ungebrochene Nachfrage der Leserschaft nach hintergründigem Journalismus am Wochenende und sehen keinen Anlass für eine Änderung des Print-Zeitplans. Ein möglicher Ausstieg des SonntagsBlick aus der Sonntagszustellung würde jedoch die Distributionskosten für die verbleibenden Titel erhöhen, da diese die Kosten für die Frühzustellung über die Presto Presse-Vertriebs AG gemeinsam tragen. Zwar verzeichnen beide Wettbewerber sinkende Leserzahlen, blicken der Zukunft der Sonntagszeitungen aber optimistisch entgegen.
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