Beobachtetes Signal · 10. März 2025 · Policy Update · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Negativ
Pinterest trainiert generative KI künftig mit sämtlichen Nutzerinhalten
Pinterest plant, alle öffentlich zugänglichen Nutzerinhalte, einschließlich der seit dem Plattformstart im Jahr 2010 hochgeladenen Pins, für das Training seines generativen KI-Modells Pinterest Canvas zu nutzen. Das Training soll am 30. April 2025 beginnen und sowohl neue als auch bestehende Inhalte umfassen. Die Aktualisierung der Datenschutzbestimmungen basiert auf einem Opt-out-Verfahren: Nutzer müssen der Verwendung ihrer Daten aktiv widersprechen. Das Unternehmen weist darauf hin, dass EU-Datenschutzvorgaben aufgrund strengerer Schutzstandards möglicherweise abweichen. Pinterest begründet den Schritt mit der Verbesserung von Services und verweist auf frühere KI-Funktionen sowie den Start von Canvas im Sommer 2024 als Text-zu-Bild-Modell. Diese Entwicklung stößt wegen mangelnder Transparenz und Nutzerkontrolle auf Kritik und reiht sich in den branchenweiten Trend ein, dass Plattformen wie Meta, Google und Reddit Nutzerdaten für das KI-Training nutzen.
Die Aktualisierung der Richtlinien zur Nutzung von Trainingsdaten für KI und die Berücksichtigung des EU-Datenschutzrechts verdeutlichen branchenweite Datenschutzrisiken und den wachsenden Druck auf Plattformbetreiber.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Pinterest nutzt alle öffentlich zugänglichen Nutzerinhalte inklusive Pins seit 2010 für Pinterest Canvas.
- Das KI-Training startet am 30. April 2025.
- Die Umstellung erfolgt über ein Opt-out-Modell; Nutzer müssen aktiv widersprechen.
- Die Anwendbarkeit innerhalb der EU könnte aufgrund strengerer Datenschutzrichtlinien eingeschränkt sein.
- Pinterest Canvas wurde Mitte 2024 als Text-zu-Bild-Modell auf Basis kuratierter Daten eingeführt.
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Pinterest gibt Nutzern Kontrolle über Gen AI Content im Home Feed
Pinterest führt neue Steuerungsoptionen für Gen AI Content im Home Feed ein, mit denen Nutzer das Volumen und die Art der angezeigten KI-Inhalte individuell anpassen können. Über einen neuen Gen AI Content Tuner in den Einstellungen unter 'Empfehlungen verfeinern' lassen sich Präferenzen nach Kategorien wie Sport oder Beauty steuern, um gezielt weniger KI-Bilder anzuzeigen. Zudem können einzelne Pins über das Drei-Punkte-Menü feinjustiert werden, um mehr oder weniger derartiger Inhalte anzufordern. Diese Funktion erhöht die Transparenz und ergänzt die Kennzeichnung von Bild-Pins, die künftig noch prominenter platziert wird. Pinterest nutzt öffentliche Inhalte für das AI Training von Canvas, sofern Nutzer dem nicht widersprechen. CTO Matt Madrigal und Ben Wood betonen die strategische Ausrichtung auf Gen AI-gestützte Werbelösungen, wobei die Balance zwischen Inspiration, Shopping und KI-Features im Vordergrund steht.
Pinterest startet experimentelle KI-Shopping-App „Ask Pinterest“ und neue Werbetools
Pinterest hat beim Cannes Lions Festival 2026 zahlreiche KI-gestützte Produktupdates für Werbetreibende und Nutzer vorgestellt. Zu den wichtigsten Neuerungen gehört der Business Assistant, ein in den Pinterest Ads Manager und die Mobile App integrierter KI-Helfer, der visuelle Trend-Insights, Kampagnenempfehlungen und Push-Benachrichtigungen liefert (derzeit geschlossene Beta in den USA). Zudem wurde „Ask Pinterest“ gelauncht, eine experimentelle, eigenständige und konversationelle Shopping-App für ein limitiertes US-Publikum, die gespeicherte Pins und Intent Signals nutzt. Ergänzend führte das Unternehmen das Pinterest Model Context Protocol (MCP) ein – eine standardisierte Schnittstelle, die externen KI- und Marketing-Tools den Zugriff auf ausgewählte Kampagnen-, Trend- und Keyword-Daten ermöglicht. Das Performance+ Creative Modell, welches kreative Varianten in Echtzeit testet, wurde global ausgerollt und erzielte in ersten Tests ein Klick-Plus von 7,5 %. Diese strategischen Schritte positionieren Pinterest stärker im Bereich der kontextgetriebenen, KI-gestützten Entdeckung und der automatisierten Ad Workflows.
Google bringt agentische KI in Gemini für Unternehmen
Bei einer Google-Cloud-Veranstaltung am Donnerstag kündigte Google an, seine Gemini-KI ins agentische Zeitalter zu führen. Ein einheitlicher Agent kann nicht nur Fragen beantworten, sondern Aufgaben eigenständig planen und ausführen. Zunächst für Unternehmen gedacht, kann der Agent mit internen Systemen verbunden werden, benutzerdefinierte Fähigkeiten nutzen und sogar Modelle von Drittanbietern wie Anthropics Claude auswählen. Er verfügt über ein eigenes Workspace-Konto mit E-Mail-Adresse und schreibt ein eigenes Audit-Protokoll. Zu den frühen Testern gehören On, Shopify und PayPal. Gemini hat über 1 Milliarde monatlich aktive Nutzer, und fast 90% der Fortune-100-Unternehmen nutzen Gemini Enterprise.
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