Beobachtetes Signal · 1. Okt. 2026 · Product Launch · Quelle: https://martechseries.com/feed/ · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Negativ
Persona erweitert Betrugsschutz bei KI-getriebenem Identitätsbetrug
Persona, eine Plattform für Identitätsprüfung und Betrugsabwehr, veröffentlichte neue Daten, die einen Anstieg von High-Velocity-Angriffen um 125 % im Jahresvergleich zeigen, bei denen Betrüger KI und Automatisierung nutzen, um wiederholte Verifizierungsversuche in hoher Geschwindigkeit durchzuführen. Die Daten zeigen außerdem, dass sich die Anzahl der Geräte, die mit High-Velocity-Angriffen in Verbindung stehen, mehr als verdoppelt hat und dass Angreifer-Geräte mit 1,5-mal mehr IP-Adressen verknüpft waren als legitime Nutzer. Zudem gab es einen 8-fachen Anstieg bei Geräten, die 10 oder mehr IP-Adressen durchliefen. Als Reaktion bringt Persona neue Produkte zur Betrugsbekämpfung auf den Markt, darunter Fraud Fight Flow, Graph-Link-Analyse und Sentinel-Risikoanalyse, um Unternehmen gegen adaptiven Identitätsbetrug zu schützen.
Der Artikel beleuchtet eine wachsende Bedrohung durch Identitätsbetrug, die durch KI verstärkt wird, was für Identitätsprüfung und Betrugsprävention im AdTech-Ökosystem relevant ist. Es handelt sich jedoch nicht um eine große Branchenveränderung, sondern um eine Produktaktualisierung und Datenveröffentlichung eines bestimmten Anbieters.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Persona meldete einen Anstieg von High-Velocity-Identitätsbetrugsangriffen um 125 % im Jahresvergleich.
- Die Anzahl der Geräte, die mit High-Velocity-Angriffen in Verbindung stehen, hat sich im Jahresvergleich mehr als verdoppelt.
- Angreifer-Geräte waren mit 1,5-mal mehr IP-Adressen verbunden als legitime Nutzer.
- Es gab einen 8-fachen Anstieg bei Geräten, die 10 oder mehr IP-Adressen durchliefen.
- Persona brachte neue Produkte auf den Markt: Fraud Fight Flow, Graph und Sentinel.
Ontologie & Marktkonzepte
Verwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
Infobip: Unternehmen skalieren KI-Abwehr gegen automatisierten Betrug
Infobip hat seinen Fraud & Security Report 2026 veröffentlicht, der Milliarden globaler Interaktionen analysiert und einen massiven Anstieg von KI-gestütztem Betrug sowie eine rasche Aufrüstung der Unternehmenssicherheit aufzeigt. Laut dem Bericht stiegen die erkannten Bedrohungen im Jahresvergleich um 77 Prozent, während die Einführung von KI-gestützter Betrugserkennung um 71 Prozent und musterbiederer Erkennung um 105 Prozent zunahm. Phishing machte 49 Prozent der blockierten Schadinhalte aus (ein Anstieg von 94 Prozent im Jahresvergleich), und die Interaktionen mit Network APIs wuchsen um 91 Prozent, wobei der Finanzsektor die Adaption anführt. Der Bericht veranschaulicht Praxisfälle wie den des britischen Einzelhändlers NEXT, der Infobip Signals zur Bekämpfung künstlich aufgeblähter Datenpfeile einsetzt. Zudem beleuchtet er das sich beschleunigende Wettrüsten zwischen automatisiertem Betrug und KI-getriebener Schutztechnologie im digitalen Ökosystem.
Account-Betrug und Phishing verzeichnen drastischen Anstieg im Jahr 2025
Ein t3n-Bericht verzeichnet einen massiven Anstieg von Konto- und Kartenbetrug, angetrieben durch Phishing- und Smishing-Angriffe, die zunehmend KI zur Personalisierung von Nachrichten nutzen. Die deutsche Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) registrierte 2025 rund 96.400 Fälle im Bereich Konto und Zahlungskarten, was einem Anstieg von rund fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Gesamtschaden belief sich auf etwa 2,25 Milliarden Euro (ein Plus von rund 65 Prozent). Aufklärungs- und Ermittlungsraten bleiben niedrig: Lediglich in rund 20 Prozent der Fälle wurden Tatverdächtige ermittelt, bei vermutlich im Ausland begangenen Taten lag die Aufklärungsquote bei mageren 1,4 Prozent. Verbraucherschützer kritisieren, dass Banken Erstattungen oft unter Berufung auf angebliche grobe Fahrlässigkeit verweigern; der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) meldete einen Anstieg der Cybercrime-Beschwerden im Finanzdienstleistungssektor um 54 Prozent. Behörden warnen vor einer hohen Dunkelziffer, da viele Opfer keine Anzeige erstatten.
INTERPOL warnt: KI erhöht Tempo und Umfang von Cyberbedrohungen
INTERPOLs globaler CISO Bjorn R. Watne erklärte, dass KI bestehende Cyberbedrohungen wie Betrug und Scams verstärkt, indem sie deren Geschwindigkeit und Umfang erhöht, statt völlig neue Angriffsarten zu schaffen. Er riet Unternehmen, ihre kritischsten Assets ("Kronjuwelen") zu identifizieren und ihre Verteidigung auf spezifische Bedrohungsakteure zuzuschneiden, da nicht jedes Unternehmen alles schützen müsse. Watne betonte auch die Diskrepanz zwischen Unternehmensführung und Cybersicherheitsstrategie und zeigte sich besonders besorgt über agentische KI, die im Namen von Nutzern handeln kann und potenziell zu realen Schäden führen könnte, insbesondere wenn KI in physischen Systemen wie autonomen Fahrzeugen eingesetzt wird. Das hohe Vertrauen der Menschen in Technologie im Vergleich zu Finanzdienstleistungen verschärfe diese Risiken.
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