Beobachtetes Signal · 7. Apr. 2026 · Lawsuit · Quelle: onlinemarketing.de · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Negativ
Perplexity soll Millionen Chats mit Meta und Google geteilt haben
Eine Sammelklage wirft Perplexity vor, Millionen von Chat-Transkripten – darunter sensible Gesundheits-, Finanz- und Rechtsgespräche – über integrierte Werbe-Tracker an Meta und Google übermittelt zu haben. Die Klage betrifft den Zeitraum von Dezember 2022 bis Februar 2026 und fordert Schadenersatz von über 5.000 US-Dollar pro Verstoß. Demnach erfassten Tracker wie Meta Pixel, Google Ads und DoubleClick Prompts, Folgefragen sowie vollständige Chat-Links, selbst wenn Nutzer im Inkognitomodus unterwegs waren. Teilweise seien Inkognitositzungen sogar zusammen mit E-Mail-Adressen und anderen Identifikatoren übertragen worden. Google verwies darauf, dass Plattformen selbst für den Umgang mit erfassten Daten verantwortlich seien; Meta und Perplexity äußerten sich bisher nicht umfassend. Der Fall folgt auf frühere Rechtsstreitigkeiten, darunter eine Klage von Reddit im Oktober 2025 wegen unzulässigen Content-Scrapings.
Die Vorwürfe des großflächigen Datentransfers sensibler KI-Chat-Inhalte an Ad-Giganten könnten weitreichende regulatorische Prüfungen nach sich ziehen und die Implementierung von Trackern in Conversational UIs im gesamten AdTech-Ökosystem grundlegend verändern.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Eine Sammelklage wirft Perplexity vor, Millionen von Chat-Transkripten mit sensiblen Inhalten an Meta und Google übermittelt zu haben.
- Die Klage deckt den Zeitraum von Dezember 2022 bis Februar 2026 ab und fordert mehr als 5.000 US-Dollar Schadenersatz pro Verstoß.
- Integrierte Werbe-Tracker wie Meta Pixel, Google Ads und DoubleClick sollen Prompts, Folgefragen und Chat-Links erfasst haben.
- Berichten zufolge bot der Inkognitomodus keinen Schutz, da Sitzungen teilweise zusammen mit E-Mail-Adressen und Identifikatoren übertragen wurden.
- Google betonte die Eigenverantwortung von Plattformen beim Datenschutz; Meta und Perplexity blieben umfassende Stellungnahmen schuldig.
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Sammelklage wirft Perplexity unzulässige Datenweitergabe an Meta und Google vor
Eine US-Sammelklage wirft dem KI-Such- und Chat-Startup Perplexity vor, Millionen von Chat-Protokollen – darunter sensible Finanz-, Gesundheits- und Rechtsdaten – an Meta und Google weitergeleitet zu haben. Betroffen seien sowohl eingeloggte als auch nicht eingeloggte Nutzer, wobei der angebliche Datentransfer selbst im Inkognito-Modus stattgefunden habe. Die Klage erfasst den Zeitraum von Dezember 2022 bis Februar 2026 und führt an, dass Tracker wie Meta Pixel, Google Ads und DoubleClick Prompts, Folgefragen sowie Nutzeridentifikatoren erfassten. Die Kläger fordern gesetzlichen Schadensersatz von über 5.000 US-Dollar pro Verstoß sowie mögliche Zusatzstrafen. Zudem verweist die Klageschrift auf frühere rechtliche Auseinandersetzungen, etwa eine Klage von Reddit aus dem Oktober 2025 wegen angeblichen Content-Scrapings. Während Meta und Perplexity zunächst schwiegen, verwies Google darauf, dass Plattformen selbst für den Umgang mit ihren erhobenen Daten verantwortlich seien.
Reddit verklagt Perplexity wegen illegalen Content-Scrapings für KI-Dienste
Reddit hat Klage eingereicht und wirft Perplexity sowie mehreren Scraping-Firmen wie Oxylabs UAB, AWMProxy und SerpApi vor, urheberrechtlich geschützte Inhalte von Reddit und Google illegal abgegriffen zu haben. Die Daten sollen zur Einspeisung in KI-Antworten und verwandte Services genutzt sowie an Dritte weiterverkauft worden sein. Laut Klageschrift haben die Unternehmen technische Kontrollmechanismen umgangen, um an die Daten zu gelangen. Reddit betont, dass lizenzierte Partnerschaften zur Datenteilung mit Giganten wie Google und OpenAI jährliche Einnahmen in Millionenhöhe generieren, womit das digitale Ökosystem eine kritische Ressource für KI-Entwickler darstellt. Berichten von The Information und Forbes zufolge bestehen enge Verbindungen zwischen Perplexity und SerpApi, wobei Forbes Perplexity bereits 2024 des Plagiats bezichtigte. Perplexity weist die Vorwürfe zurück und kündigte an, den Zugang zu öffentlichem Wissen zu verteidigen. Dieser Fall könnte einen wegweisenden Präzedenzfall für Datenrechte und das Governance-Framework von KI-Trainingsdaten im digitalen Ökosystem schaffen.
Meta Platforms: US-Prozess zum Schutz der Privatsphäre von Kindern eröffnet
In den USA haben die Eröffnungsplädoyers in einer Bundesstaaten-Klage gegen Meta Platforms begonnen. Dem Konzern werden Verstöße gegen das Gesetz zum Schutz der Privatsphäre von Kindern im Internet (COPPA), Verbraucherschutzgesetze sowie die gezielte Förderung suchterzeugender Verhaltensweisen bei Minderjährigen vorgeworfen. Die Kläger fordern drastische Abhilfemaßnahmen: Neben der Löschung von Daten und KI-Modellen, die auf Daten Minderjähriger trainiert wurden, stehen Produktanpassungen wie das Deaktivieren von Infinite Scroll im Raum. Während Metas Verteidigung vor potenziellen Haftungssummen von bis zu 1,4 Billionen US-Dollar warnte, bezifferten die Klägervertreter den realistischen Rahmen auf rund 200 Milliarden US-Dollar. Marktbeobachter preisen bereits spürbare Volatilität in die Meta-Aktie ein. Erzwungene Modifikationen der Kernalgorithmen und Produktfeatures stellen ein erhebliches Risiko für die Time-in-App und das fundamentale Werbegeschäft des Plattformriesen dar.
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