Beobachtetes Signal · 5. Apr. 2026 · Lawsuit · Quelle: t3n · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Neutral
Penguin Random House verklagt OpenAI wegen Urheberrechtsverletzungen bei „Drache Kokosnuss“
Die deutsche Verlagsgruppe von Penguin Random House hat beim Landgericht München Klage gegen OpenAI eingereicht. Im Fokus steht die Buchreihe „Der kleine Drache Kokosnuss“ des Autors und Illustrators Ingo Siegner. Die Klage führt an, dass einfache Prompts bei ChatGPT erkennbar ähnliche Texte sowie Illustrationen erzeugen und druckreife Manuskriptvorschläge sowie Publikationsanweisungen liefern. Der Verlag wirft OpenAI vor, Siegner-Werke unrechtmäßig für das Model-Training verwendet zu haben, sodass diese nun als „memorisierte“ Inhalte vorliegen. Dies stelle eine unbefugte Vervielfältigung und öffentliche Zugänglichmachung dar und verletze die Urheberrechte sowie exklusiven Verwertungsrechte des CBJ-Imprints. Der Fall erfolgt vor dem Hintergrund eines teilweisen juristischen Erfolgs der Gema gegen OpenAI im November 2025 sowie einer Welle weiterer Klagen von Verlagen und Rechteinhabern im Jahr 2026.
Die Klage eines großen Verlags gegen OpenAI in Deutschland könnte einen wichtigen Präzedenzfall dafür schaffen, wie generative KI-Anbieter urheberrechtlich geschützte Werke für das Training nutzen dürfen und welche Ausgaben zulässig sind. Dies hat weitreichende Auswirkungen auf KI-Anbieter, Verlage, Kreative und alle Unternehmen, die generative Modelle in ihre kreativen Workflows integrieren.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Penguin Random House hat beim Landgericht München Klage gegen OpenAI wegen Urheberrechtsverletzungen an Ingo Siegners „Der kleine Drache Kokosnuss“-Werken eingereicht.
- Der Verlag argumentiert, dass ChatGPT erkennbar ähnliche Texte sowie Illustrationen der Kokosnuss-Figur generieren und druckreife Manuskripte erstellen kann.
- Laut Klage wurden Siegners Werke unrechtmäßig für das Training von OpenAI-Modellen genutzt und sind nun als memorisierte Inhalte abrufbar.
- Die Beschwerde rügt die Verletzung von Urheberrechten sowie der exklusiven Verwertungsrechte des Verlagsimprints CBJ.
- Der Fall reiht sich in einen Präzedenzfall der Gema gegen OpenAI vom November 2025 und zahlreiche weitere juristische Schritte von Verlagen und der Musikindustrie im Jahr 2026 ein.
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Penguin Random House verklagt OpenAI wegen Urheberrechtsverletzungen an „Drache Kokosnuss“
Penguin Random House hat beim Landgericht München Klage gegen OpenAI eingereicht. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, mit ChatGPT Urheberrechte an der bekannten Kinderbuchreihe „Der kleine Drache Kokosnuss“ von Ingo Siegner zu verletzen. Laut Verlagsangaben kann ChatGPT erkennbare Textpassagen wiedergeben, dem Drachen ähnliche Illustrationen erzeugen, druckfertige Manuskripte samt Cover erstellen und Anleitungen für Self-Publishing liefern. Der Verlag argumentiert, dass die Werke unrechtmäßig für das Training der OpenAI-Modelle verwendet wurden und nun als sogenannte Memorization in den Outputs auftauchen. Damit würden die exklusiven Verwertungsrechte des Verlags sowie die Rechte des Autors verletzt. Der Fall reiht sich in eine welle branchenweiter Klagen von Verlagen und Musikgesellschaften gegen KI-Firmen ein, zu denen auch ein Teilerfolg der Gema gegen OpenAI im November 2025 gehört.
Britannica and Merriam-Webster Sue OpenAI Over Copyright Violations
Encyclopedia Britannica and Merriam‑Webster have filed a lawsuit against OpenAI alleging large‑scale copyright infringement, claiming nearly 100,000 online articles owned by Britannica were scraped and used to train OpenAI’s large language models without permission. The complaint accuses OpenAI of producing outputs that reproduce full or partial verbatim content and of using Britannica’s articles in ChatGPT’s retrieval‑augmented generation (RAG) workflows. The suit also alleges Lanham Act violations for false attribution when the model hallucinates. The filing joins multiple publisher lawsuits against OpenAI; a similar Britannica suit against Perplexity is pending. The legal landscape over using copyrighted material as LLM training data remains unsettled.
Buchverlage verklagen Google wegen unerlaubten KI-Trainings
Eine Koalition führender Verlage und Autoren – darunter Hachette Book Group, Cengage, Elsevier, der Schriftsteller Scott Turow und S.C.R.I.B.E. – hat am 14. Juli 2026 beim U.S. District Court for the Southern District of New York eine Sammelklage gegen Google eingereicht. Die Kläger werfen Google vor, seine Gemini-Modelle ohne Genehmigung mit urheberrechtlich geschützten Büchern aus Google Books und Google Play trainiert zu haben. Zudem seien Copyright-Informationen entfernt oder verändert worden, um diese Nutzung zu verschleiern. Die Kläger verweisen auf interne Google-Schätzungen, die potenzielle Haftungsrisiken im zwei- bis dreistelligen Milliardenbereich beziffern, und argumentieren, dass diese Praxis Buchverkäufe verdränge sowie Lizenzmärkte untergrabe. Die Klage ist Teil einer breiteren Klagewelle bezüglich KI-Trainingsdaten und folgt auf Maßnahmen der Publisher wie Crawler-Blockaden und Drohungen zum Delisting aus der Suche.
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