Beobachtetes Signal · 8. Sept. 2021 · Acquisition · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Positiv
PayPal übernimmt japanischen BNPL-Anbieter Paidy für 2,7 Milliarden US-Dollar
PayPal treibt seine Expansion im Bereich Buy Now, Pay Later (BNPL) voran und übernimmt das japanische Fintech Paidy für 2,7 Milliarden US-Dollar. Paidy betreibt eine zweiseitige Plattform, die Verbraucher und Händler in Japan vernetzt, und verfügt über mehr als sechs Millionen registrierte Nutzer sowie etablierte Lösungen wie die monatliche Ratenzahlung Paidy 3-Pay. Die Akquisition kombiniert Paidys Expertise bei Bonitätsprüfungen und Zahlungsgarantien mit PayPals globaler Reichweite, um die Marktposition im strategisch wichtigen E-Commerce-Markt Japan signifikant zu stärken. Angesichts der durch die COVID-19-Pandemie beschleunigten Nachfrage nach flexiblen Online-Zahlungsmethoden spiegelt der Deal die anhaltende Konsolidierung in der Payment- und BNPL-Branche wider. Während globale Giganten wie Amazon ebenfalls Partnerschaften für Ratenzahlungsdienste eingehen, unterstreicht die Transaktion PayPals strategischen Vorstoß zur Diversifizierung hin zu verbrauchernahen Kreditlösungen im drittgrößten E-Commerce-Markt der Welt.
Erweitert die globale BNPL-Präsenz massiv und positioniert PayPal strategisch im drittgrößten E-Commerce-Markt der Welt.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- PayPal übernimmt Paidy für 2,7 Milliarden US-Dollar.
- Paidy ist ein führender BNPL-Anbieter in Japan.
- Das Unternehmen verzeichnet über sechs Millionen registrierte Nutzer.
- Zum Portfolio gehört die Ratenzahlungsoption Paidy 3-Pay.
- Peter Kenevan, Vice President und Head of PayPal Japan, begleitete die Übernahme.
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Ratenkauf legt bei Großkäufen deutlich zu
Buy now, pay later (BNPL) gewinnt bei größeren Online-Einkäufen deutlich an Bedeutung. Laut einer repräsentativen Verivox-Umfrage würden 15 Prozent der Befragten einen Online-Einkauf über 1.000 Euro bevorzugt in Teilbeträgen bezahlen – 2024 waren es nur 9 Prozent. Das ist das stärkste Wachstum unter den gängigen Zahlungsmethoden. Der Kauf auf Rechnung bleibt mit 29 Prozent die beliebteste Zahlungsart, gefolgt von PayPal (21 Prozent) und Karten (14 Prozent). Der Trend ist besonders bei Haushalten mit niedrigerem Einkommen ausgeprägt: 23 Prozent der Befragten mit unter 2.000 Euro netto bevorzugen Ratenzahlung, aber nur 7 Prozent mit über 4.000 Euro. Die steigende Nutzung von Ratenkäufen erhöht jedoch auch das Risiko der Überschuldung. Ab dem 20. November treten strengere gesetzliche Vorgaben in Kraft, darunter umfassendere Kreditwürdigkeitsprüfungen. Bei kleineren Beträgen (25-100 Euro) bleibt PayPal klar dominierend, Ratenzahlung spielt kaum eine Rolle.
Amazon integriert PayPals BNPL-Ratenzahlung im DACH-Checkout
Amazon und PayPal haben eine strategische Kooperation zur Integration der PayPal-Ratenzahlung in den Checkout für Kunden in Deutschland und Österreich angekündigt. Ab August können berechtigte Nutzer auf Amazon.de und in der Amazon-App Einkäufe im Wert von 30 bis 10.000 Euro über Laufzeiten von 3, 6, 12 und 24 Monaten finanzieren; spezifisch für Amazon werden zudem 36 und 48 Monate angeboten. PayPal übernimmt das Risikomanagement inklusive Bonitätsprüfung und wickelt die Rückzahlungen ab. Der standardmäßige effektive Jahreszins liegt bei 11,49 Prozent, wobei für ausgewählte Produkte auch Null-Prozent-Finanzierungen vorgesehen sind. Die Partnerschaft markiert einen signifikanten Schritt im Payment-Sektor, bedeutet jedoch vorerst keine vollständige Öffnung des Amazon-Checkouts für PayPal als reguläre Standard-Zahlungsmethode, sondern beschränkt sich exklusiv auf das BNPL-Finanzierungsangebot.
SoftBank-backed PayPay Files Nasdaq IPO at ~$12–13B
PayPay Corporation, a SoftBank-backed Japanese mobile payments super app with ~72 million registered users, is expected to price an IPO on the Nasdaq under the ticker PAYP. The offering is targeting an ADS price range of $17–$20, implying a fully diluted market capitalization of roughly $11.4–$13.4 billion on about 669 million shares outstanding. The company reports ¥15.39 trillion (~$103B) in annual Payment Segment GMV and said its business flipped from operating losses to a ~22% operating margin within nine months and reached ~30% EBITDA margins in under two years. Initial valuation targets were reportedly near $19.6B but were marked down to the current range amid macroeconomic headwinds. Cornerstone investors named include Visa, Qatar Holding, and the Abu Dhabi Investment Authority.
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