Beobachtetes Signal · 25. Feb. 2026 · M&A / Proxy Fight · Quelle: State of Streaming · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Neutral
Paramount verklagt Warner Bros. Discovery und startet Proxy Fight
Paramount Skydance eskaliert das feindliche Übernahmeangebot für Warner Bros. Discovery (WBD) durch eine Klage in Delaware sowie einen Proxy Fight, um den konkurrierenden Deal von WBD mit Netflix zu blockieren. Paramount argumentiert, dass die eigene reine Barofferte in Höhe von 108 Milliarden US-Dollar (rund 30 US-Dollar pro Aktie) finanziell überlegen sei. Vor Gericht fordert der Konzern umfassendere Finanzinformationen zur 83-Milliarden-Dollar-Vereinbarung mit Netflix ein. Zudem beabsichtigt Paramount, auf der WBD-Hauptversammlung 2026 eigene Kandidaten für das Board of Directors zu nominieren, um ein Gremium zu etablieren, das Verhandlungen über das Übernahmeangebot aufnimmt. CEO David Ellison kritisierte das Board von WBD in einem Aktionärsbrief dafür, das Angebot von Paramount aus dem Dezember bislang ignoriert zu haben.
Der eskalierende Übernahmekampf der Medienriesen könnte die Eigentumsverhältnisse an Premium-Inhalten, Streaming-Kooperationen und die Distribution hochwertiger Werbeinventare grundlegend verändern, was massive Auswirkungen auf die Dynamik im Streaming- und AdTech-Markt hätte.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Paramount Skydance klagt in Delaware auf Offenlegung von Finanzdetails zur rund 83 Milliarden US-Dollar schweren Vereinbarung zwischen Warner Bros. Discovery und Netflix.
- Paramount bietet 108 Milliarden US-Dollar in bar für Warner Bros. Discovery, was rund 30 US-Dollar pro Aktie entspricht.
- Paramount initiiert einen Proxy Fight und plant eigene Board-Kandidaten für die WBD-Hauptversammlung 2026 aufzustellen.
- Ziel der rechtlichen und aktionärsseitigen Schritte ist es, den Netflix-Deal zu blockieren und WBD zu Verhandlungen mit Paramount zu zwingen.
- CEO David Ellison führt die Kampagne öffentlich über einen Aktionärsbrief an.
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Paramount plant feindliche Übernahme von Warner Bros. Discovery für 108 Mrd. Dollar
Paramount Skydance hat ein unaufgefordertes, rein barmittelbasiertes Übernahmeangebot in Höhe von 108 Milliarden US-Dollar für Warner Bros. Discovery (WBD) vorgelegt. Der Vorstoß torpediert die bestehende Vereinbarung von WBD, seine Streaming- und Studio-Assets für 83 Milliarden US-Dollar an Netflix zu verkaufen. Während der Netflix-Deal WBD-Aktionären einen variablen Erlös von etwa 21 bis 28 US-Dollar je Aktie in Aussicht stellt, bietet Paramount fixe 30 US-Dollar pro Aktie. Zudem übernimmt Paramount die Breakup-Fee in Höhe von 2,8 Milliarden US-Dollar sowie rund 1,5 Milliarden US-Dollar an Finanzierungskosten der Netflix-Transaktion. Sollten regulatorische Hürden den Abschluss über Ende 2026 hinaus verzögern, stellt Paramount eine vierteljährliche Ticking Fee von 650 Millionen US-Dollar bereit. Das WBD-Board prüft Verhandlungen mit Paramount; Netflix besitzt ein vertragliches Nachbesserungsrecht, um die Offerte zu kontern.
Paramount gewinnt Übernahmeschlacht um Warner Bros. Discovery
Paramount hat sich gemeinsam mit Skydance die Übernahme von Warner Bros. Discovery gesichert, nachdem das WBD-Board das nachgebesserte Angebot offiziell als überlegen eingestuft hatte. Netflix, das als bisheriger Partner ein Matching Right besaß, lehnte eine Anpassung innerhalb der Frist ab und wertete das Angebot als finanziell nicht mehr attraktiv. Das Paramount-Angebot sieht eine reine Barzahlung von 31,00 US-Dollar je Aktie für 100 Prozent des Unternehmens vor. Zudem übernimmt Paramount die fällige Ausstiegsgebühr von 2,8 Milliarden US-Dollar gegenüber Netflix und garantiert eine regulatorische Abbruchgebühr von 7 Milliarden US-Dollar für den Fall kartellrechtlicher Untersagungen. Das Vorhaben verbindet bedeutende Filmstudios, Streaming-Plattformen und Nachrichtenassets, wodurch es massiven Einfluss auf die Medien- und Streaming-Landschaft sowie das Werbeinventar ausüben wird. Experten erwarten intensive kartellrechtliche und politische Prüfungen der Fusion.
Paramount erhöht Übernahmeangebot für Warner Bros. Discovery auf 31 US-Dollar
Paramount Skydance hat sein reines Barangebot zur Übernahme von Warner Bros. Discovery (WBD) von 30 auf 31 US-Dollar je Aktie angehoben. Dies gab CEO David Ellison im Rahmen des Q4-Earnings-Calls bekannt. Das nachgebesserte Angebot umfasst eine vierteljährliche Ticking Fee von 0,25 US-Dollar pro Aktie ab dem 30. September sowie eine Breakup-Fee in Höhe von 7 Milliarden US-Dollar. Zudem bekräftigte Paramount die Zusage, die Kündigungsgebühr von 2,8 Milliarden US-Dollar zu übernehmen, die WBD bei einem Scheitern des Netflix-Deals fällig würde. WBD empfiehlt seinen Aktionären weiterhin das konkurrierende Barangebot von Netflix über 72 Milliarden US-Dollar (27,75 US-Dollar je Aktie). Parallel meldete Paramount ein Direct-to-Consumer-Wachstum von 10 % im Jahresvergleich, getrieben durch Paramount+, prognostiziert rund 30 Milliarden US-Dollar Umsatz für 2026 und verringerte die Verluste im linearen TV-Netzwerkgeschäft auf 4,7 Milliarden US-Dollar.
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