Beobachtetes Signal · 10. Juni 2026 · M&A · Quelle: Cord Cutters News · Relevanz: 5/5 · Sentiment: Negativ
Paramount wirft Netflix Sabotage bei 110-Mrd.-USD-WBD-Merger vor
Paramount Skydance wirft Netflix eine verdeckte Kampagne zur Untergrabung der geplatzten beziehungsweise anstehenden 110 Milliarden US-Dollar schweren Übernahme von Warner Bros. Discovery vor. In einem Schreiben an das US-Justizministerium, verfasst von Chief Legal Officer Makan Delrahim, wird Netflix beschuldigt, Regulierungsbehörden und Dritte wie die Gewerkschaft Teamsters gegen den Deal aufzubringen. Netflix wies die Anschuldigungen zurück und betonte, nach dem Rückzug vom eigenen Gebot kein Interesse mehr zu haben. Die WBD-Aktionäre hatten der Transaktion zugestimmt, die derzeit von US-Behörden, dem Generalstaatsanwalt von Kalifornien sowie der britischen Wettbewerbsbehörde geprüft wird. Während über 1.000 Branchenprofis und die Teamsters Widerstand leisten, verteidigen Paramount-Führungskräfte wie CEO David Ellison den Zusammenschluss und versprechen gesteigerte Content-Produktion.
Eine geplante Konsolidierung großer Filmstudios und Streaming-Dienste im Wert von 110 Milliarden US-Dollar könnte die Content-Inhaberschaft, die Dynamik im Bereich Connected TV und Streaming sowie die Werbeinventare grundlegend neu definieren. Die regulatorischen Entscheidungen werden weitreichende Auswirkungen auf das gesamte Medien- und Ad-Ecosystem haben.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Paramount Skydance beschuldigt Netflix einer verdeckten Kampagne zur Blockade der 110-Mrd.-USD-Übernahme von Warner Bros. Discovery.
- Ein entsprechender Brief wurde von Chief Legal Officer Makan Delrahim an das US-Justizministerium übermittelt.
- Netflix wies die Vorwürfe zurück und verwies auf den früheren Rückzug vom eigenen Gebot sowie fehlende finanzielle Beteiligungen.
- WBD-Aktionäre haben dem Merger zugestimmt; die Prüfung läuft durch US-Behörden, den kalifornischen Attorney General und die britische Kartellbehörde.
- Über 1.000 Unterhaltungs-Profis und die Gewerkschaft Teamsters äußerten Bedenken gegen die Transaktion.
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Paramount gewinnt Übernahmeschlacht um Warner Bros. Discovery
Paramount hat sich gemeinsam mit Skydance die Übernahme von Warner Bros. Discovery gesichert, nachdem das WBD-Board das nachgebesserte Angebot offiziell als überlegen eingestuft hatte. Netflix, das als bisheriger Partner ein Matching Right besaß, lehnte eine Anpassung innerhalb der Frist ab und wertete das Angebot als finanziell nicht mehr attraktiv. Das Paramount-Angebot sieht eine reine Barzahlung von 31,00 US-Dollar je Aktie für 100 Prozent des Unternehmens vor. Zudem übernimmt Paramount die fällige Ausstiegsgebühr von 2,8 Milliarden US-Dollar gegenüber Netflix und garantiert eine regulatorische Abbruchgebühr von 7 Milliarden US-Dollar für den Fall kartellrechtlicher Untersagungen. Das Vorhaben verbindet bedeutende Filmstudios, Streaming-Plattformen und Nachrichtenassets, wodurch es massiven Einfluss auf die Medien- und Streaming-Landschaft sowie das Werbeinventar ausüben wird. Experten erwarten intensive kartellrechtliche und politische Prüfungen der Fusion.
WBD-Board lehnt Paramount-Angebot ab und unterstützt Netflix-Deal
Das Board von Warner Bros. Discovery hat den Aktionären einstimmig empfohlen, das feindliche Übernahmeangebot von Paramount Skydance abzulehnen. Das Gremium stufte die Finanzierung als unzureichend ein und warf Paramount vor, bezüglich einer angeblichen Rückendeckung durch die Ellison-Familie zu täuschen. Das Board äußerte tiefes Misstrauen gegenüber einem undurchsichtigen Treuhandfonds, während Paramount zudem den Finanzpartner Affinity Partners verlor. Paramounts Offerte belief sich auf über 108 Milliarden US-Dollar in bar, während die konkurrierende Netflix-Transaktion mit rund 83 Milliarden US-Dollar bewertet wird. Der Netflix-Deal sieht vor, WBDs Studio- und Streaming-Assets zu übernehmen und die linearen Netzwerke in eine separate Einheit auszugliedern. Netflix-Co-CEO Ted Sarandos betonte, dass die Entscheidung die Überlegenheit der Netflix-Merger-Vereinbarung unterstreicht. Die endgültige Entscheidung liegt nun bei den WBD-Aktionären.
Paramount verklagt Warner Bros. Discovery und startet Proxy Fight
Paramount Skydance eskaliert das feindliche Übernahmeangebot für Warner Bros. Discovery (WBD) durch eine Klage in Delaware sowie einen Proxy Fight, um den konkurrierenden Deal von WBD mit Netflix zu blockieren. Paramount argumentiert, dass die eigene reine Barofferte in Höhe von 108 Milliarden US-Dollar (rund 30 US-Dollar pro Aktie) finanziell überlegen sei. Vor Gericht fordert der Konzern umfassendere Finanzinformationen zur 83-Milliarden-Dollar-Vereinbarung mit Netflix ein. Zudem beabsichtigt Paramount, auf der WBD-Hauptversammlung 2026 eigene Kandidaten für das Board of Directors zu nominieren, um ein Gremium zu etablieren, das Verhandlungen über das Übernahmeangebot aufnimmt. CEO David Ellison kritisierte das Board von WBD in einem Aktionärsbrief dafür, das Angebot von Paramount aus dem Dezember bislang ignoriert zu haben.
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