Beobachtetes Signal · 25. März 2026 · Business Update · Quelle: Manager Magazin · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral
Otto strebt bis zum Geschäftsjahr 2027/28 Online-Umsatz von 10 Milliarden Euro an
Der Hamburger Online-Händler Otto plant, seinen Umsatz bis zum Geschäftsjahr 2027/28 auf 10 Milliarden Euro zu steigern. Im abgelaufenen Geschäftsjahr verzeichnete das Unternehmen einen Umsatz von rund 7,5 Milliarden Euro – ein Plus von 6 Prozent im Jahresvergleich – sowie 12,6 Millionen Kundinnen und Kunden. Die Plattform listet aktuell etwa 19 Millionen Artikel von rund 40.000 Marken über rund 6.100 Partner. Das Sortiment wurde um Kategorien wie Tiernahrung, Kosmetik und Erlebnisgutscheine erweitert; Bücher folgen im Frühjahr. Zudem will Otto internationale Verkäufer gewinnen und Anfang 2027 auf Dänemark expandieren. Trotz des Wachstums plant das Management den Abbau von 460 Vollzeitstellen in Hamburg, um die jährlichen Kosten bis zum Geschäftsjahr 2027/28 um 110 Millionen auf voraussichtlich 500 Millionen Euro zu senken. Das Unternehmen beschäftigt in Deutschland rund 4.900 Mitarbeiter und gehört zur Otto Group.
Ottos ehrgeiziges Umsatzziel, das erweiterte Plattformsortiment und die Gewinnung internationaler Verkäufer stärken die Marktplatz-Skalierung im europäischen E-Commerce. Die geplanten Stellenstreichungen sind für das Unternehmen zwar bedeutend, verändern jedoch die Branche als Ganzes nicht grundlegend.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Otto peilt bis zum Geschäftsjahr 2027/28 einen Umsatz von 10 Milliarden Euro an.
- Letztes Geschäftsjahr: ca. 7,5 Milliarden Euro Umsatz (6 Prozent Plus im Jahresvergleich).
- Kundenstamm wuchs um 4 Prozent auf 12,6 Millionen.
- Plattform listet rund 19 Millionen Artikel von ca. 40.000 Marken über ca. 6.100 Partner.
- Geplanter Abbau von 460 Vollzeitstellen in Hamburg zur Kostensenkung von jährlich 110 Millionen Euro.
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Otto Group strebt eine Milliarde Euro Gewinn an
Petra Scharner-Wolff, die neu ernannte CEO der Otto Group, hat in einem Podcast strategische Prioritäten zur Umsatzsteigerung und Profitabilitätsverbesserung skizziert, um ein Gewinnziel von einer Milliarde Euro zu erreichen. Die aktuellen Kennzahlen liegen bei rund 15 Milliarden Euro Umsatz und etwa 250 Millionen Euro Gewinn. Scharner-Wolff erwartet zwei große Transformationen während ihrer Amtszeit: die generationsübergreifende Übergabe in der Eigentümerfamilie Otto im Jahr 2026 sowie den flächendeckenden Einsatz von Künstlicher Intelligenz zur Personalisierung des Einkaufs – etwa durch generierte Bilder, Videos und virtuelle Avatare – sowie zur Reduzierung von Retouren. Otto.de bleibt als zweitgrößter deutscher Online-Marktplatz ein zentraler Wachstumsmotor, wobei das Sortiment nach der Öffnung für externe Seller von zwei bis drei Millionen auf bis zu 20 Millionen Artikel erweitert wurde. Gleichzeitig fungiert die US-Möbelmarke Crate & Barrel als wesentlicher Treiber im Wettbewerb mit Amazon, während Effizienzmaßnahmen auch Personalabbaumaßnahmen beinhalten könnten.
Otto steigert Gewinn deutlich und forciert KI- sowie Plattform-Offensive
Die Otto Group verzeichnet für das Geschäftsjahr 2025/26 eine nahezu verdoppelte Profitabilität bei gleichzeitig rückläufigem Umsatz. Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg von 276 Millionen Euro auf 641 Millionen Euro, während der Nettogewinn nach Steuern von 165 Millionen Euro auf 312 Millionen Euro kletterte. Der weltweite Umsatz sank um rund 7,4 Prozent auf 13,8 Milliarden Euro, was unter anderem auf den im Juli 2025 vollzogenen Verkauf von About You an Zalando zurückzuführen ist. Der Plattformumsatz wuchs um rund sechs Prozent auf etwa 7,5 Milliarden Euro; die Zahl der aktiven Kunden in Deutschland stieg auf 12,6 Millionen, global auf 42 Millionen. Das Management führt die verbesserte Ertragslage auf das Plattformwachstum, den Finanzdienstleister Eos sowie strenge Kosteneinsparungen zurück. Otto plant nun Investitionen von bis zu 350 Millionen Euro in Technologie und KI, treibt die Internationalisierung des Marktplatzes voran und unterstreicht die Wachstumsstrategie im E-Commerce.
Otto-Gruppe setzt auf KI und Automatisierung für starkes EBIT
Die Otto Group hat das Geschäftsjahr 2025/26 trotz gedämpfter Konsumstimmung und geopolitischer Unsicherheiten mit einem signifikanten Anstieg des operativen Ergebnisses abgeschlossen. Maßtreibend dafür waren gezielte Investitionen in Künstliche Intelligenz, Plattform-Technologien und Automatisierung. Während der vergleichbare Umsatz stabil blieb, stiegen das EBIT drastisch, das Plattform-GMV sowie die Zahl der aktiven Kunden. Für 2026 plant das Unternehmen die internationale Expansion seines Marktplatzes. Zudem investiert Otto in eine KI-gesteuerte Personalisierung, darunter einen auf Google Gemini basierenden Shopping-Assistenten, sowie in die Logistikautomatisierung im Rahmen einer Kooperation mit Nvidia. Das Management kündigte an, in den kommenden Jahren rund 350 Millionen Euro in Tech und AI zu investieren. Diese Entwicklung unterstreicht den erfolgreichen digitalen Umbau des Konzerns im europäischen Handelsumfeld.
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