Beobachtetes Signal · 16. Jan. 2026 · Earnings Report · Quelle: VideoWeek · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Negativ
Oracle zieht sich leise aus dem Werbegeschäft zurück
Oracle hat während seiner Quartalskonferenz die Abwicklung seines Werbegeschäfts bekannt gegeben. Das Ad-Segment erwirtschaftete im letzten Geschäftsjahr noch rund 300 Millionen US-Dollar, wobei der geordnete Rückzug bereits seit etwa drei Monaten läuft; Details zur Verwertung von Assets oder Kundenübergängen wurden nicht genannt. Dieser Schritt beendet ein Jahrzehnt strategischer Übernahmen, mit denen Oracle seinen AdTech-Stack aufgebaut hatte. Dazu zählten BlueKai (2014, ca. 350 Mio. USD) als Basis der Oracle Data Cloud, Datalogix, AddThis (2016, ca. 200 Mio. USD), Crosswise, Moat (2017, ca. 850 Mio. USD) und Grapeshot (2018, ca. 400 Mio. USD). Die Data Cloud wurde daraufhin in Oracle Advertising umbenannt. Die Sparte sah sich jedoch massiven Datenschutz- und Regulierungsregimen wie der DSGVO, den Folgen des Cambridge-Analytica-Skandals, einer Sammelklage zu Trackern aus dem Jahr 2022 sowie drastischen internen Personalabbauten ausgesetzt. Lagen die Werbeumsätze 2021 noch bei geschätzten zwei Milliarden US-Dollar, entspricht dies einem Einbruch von rund 85 Prozent. Der Marktaustritt unterstreicht die anhaltende Konsolidierung im globalen AdTech-Ökosystem.
Von enormer Bedeutung aufgrund Oracles historischer Marktmacht im AdTech-Bereich und des strategischen Ausstiegs, der die Branchenstruktur nachhaltig beeinflusst.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Oracle kündigte die Abwicklung seines Werbegeschäfts im Rahmen der Quartalszahlen an.
- Der Umsatz des Werbesegments lag im letzten Geschäftsjahr bei rund 300 Millionen US-Dollar.
- Die Übernahme von BlueKai (2014) für ca. 350 Mio. USD bildete das Fundament der Oracle Data Cloud.
- Akquisitionen wie Moat (850 Mio. USD im Jahr 2017) und Grapeshot (ca. 400 Mio. USD im Jahr 2018) bauten Oracle Advertising aus.
- Die Werbeumsätze sanken von 2 Milliarden US-Dollar im Jahr 2021 um rund 85 Prozent.
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KI-Aktien fallen nach OpenAI-Umsatzbericht
Die Aktien von Nvidia, Oracle, CoreWeave und anderen KI-Unternehmen fielen am Donnerstag, nachdem Details zu den Umsätzen von OpenAI bekannt wurden. OpenAI teilte Investoren mit, dass es Ende September einen annualisierten Umsatz von rund 50 Milliarden US-Dollar erreicht habe, niedriger als die weit verbreitete Zahl von 68 Milliarden US-Dollar. Eine mit der Sache vertraute Person sagte, die 68-Milliarden-Zahl habe Bruttoumsätze von Partnern enthalten, was einen direkteren Vergleich mit Anthropic ermögliche. OpenAI hob außerdem ein Gesamtwachstum von 77 % im dritten Quartal und ein Wachstum von 107 % im Enterprise-Geschäft hervor. Das Unternehmen bereitet sich auf einen möglichen Börsengang vor, mit einer Bewertung von 852 Milliarden US-Dollar, und führt frühe Gespräche über eine neue Finanzierungsrunde von rund 30 Milliarden US-Dollar.
US-Regierung schließt Microsoft von Visa-Programm aus
Die US-Regierung hat Microsoft von der Beantragung dauerhafter Aufenthaltsgenehmigungen für ausländische Fachkräfte mit H-1B-Visa ausgeschlossen und wirft dem Unternehmen Missbrauch des Programms vor. Vizepräsident JD Vance erklärte, Microsoft habe im vergangenen Jahr 6.000 amerikanische Mitarbeiter entlassen, aber von 6.300 H-1B-Visainhabern profitiert. Das Arbeitsministerium unter Keith Sonderling wird keine neuen Anträge von Microsoft, mehreren Beratungsunternehmen und Adobe annehmen. Dieser Schritt erfolgt wenige Wochen vor den Parlamentswahlen und spiegelt die Kritik der Trump-Regierung am H-1B-Programm wider, das angeblich amerikanische Arbeiter benachteiligt. Microsoft hat noch nicht reagiert. Der Schritt könnte die Fähigkeit der Tech-Branche beeinträchtigen, qualifizierte ausländische Talente zu halten.
Oracle nutzt ChatGPT und Codex zur Transformation von Arbeitsabläufen
Oracle berichtet, dass über 100.000 Mitarbeiter die ChatGPT Work- und Codex-Tools von OpenAI in Bereichen wie Talentakquise, Oracle Applications Lab und IT nutzen. Diese Tools haben Aufgaben, die früher Tage dauerten, auf Minuten reduziert. Das Talentteam entwickelte ein Marktinformationstool, das Vergütungs- und Talentpool-Daten in 15-20 Minuten statt 2-4 Tagen zusammenstellt. Das Applications Lab erstellte eine Ontologie, die Abfragen in natürlicher Sprache in SQL umwandelt und Geschäftsanwendern sofortige Berichte liefert. Site-Reliability-Ingenieure lösen Incidents schneller. Führungskräfte betonen menschliche Aufsicht, Schutzmechanismen und Verantwortung für den Code.
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