Beobachtetes Signal · 29. Okt. 2026 · Research Report · Quelle: PR Newswire: Advertising & Marketing · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Negativ
Online-Betrug überholt Phishing: Akamai-Bericht
Ein neuer Bericht von Akamai, der Threat Intelligence von Bolster AI nutzt, zeigt, dass Online-Betrug zum ersten Mal das traditionelle Phishing im erkannten Volumen überholt hat. Zwischen Juli 2025 und Juni 2026 verdoppelten sich die Betrugserkennungen von 3,2 Millionen auf 6,4 Millionen, während die durchschnittliche Lebensdauer von Phishing-Angriffen von 48,3 Tagen im Q4 2025 auf 22 Tage im Q2 2026 sank – ein Rückgang um über 50 %. Cyberkriminelle nutzen zunehmend das Vertrauen in Marken aus, um finanziellen Betrug zu begehen, etwa durch gefälschte Online-Shops, Anlagebetrug und Zahlungsbetrug über Websites, soziale Medien und Anzeigen. Der Bericht unterstreicht die Notwendigkeit einer vernetzten Bedrohungserkennung und der Störung koordinierter Betrugsinfrastruktur.
Der Bericht beleuchtet eine bedeutende Verschiebung in der Cyberkriminalität mit Auswirkungen auf Markensicherheit und Ad Fraud, ist aber nicht direkt auf Ad-Tech-Operationen bezogen.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Online-Betrugserkennungen überholten Phishing erstmals im Q1 2026.
- Betrugserkennungen verdoppelten sich von 3,2 Millionen auf 6,4 Millionen im Berichtszeitraum.
- Die durchschnittliche Lebensdauer von Phishing-Angriffen fiel von 48,3 Tagen (Q4 2025) auf 22 Tage (Q2 2026).
- Phishing-Erkennungen stiegen bis Q2 2026 dennoch um 61 %.
- Daten stammen aus der Threat Intelligence von Bolster AI im Akamai State of the Internet Report 2026.
Verknüpfte Unternehmen
1 verknüpfte Unternehmen“Der 2026 State of the Internet Report von Akamai enthält die Threat Intelligence von Bolster AI.”
Ontologie & Marktkonzepte
Verwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
Account-Betrug und Phishing verzeichnen drastischen Anstieg im Jahr 2025
Ein t3n-Bericht verzeichnet einen massiven Anstieg von Konto- und Kartenbetrug, angetrieben durch Phishing- und Smishing-Angriffe, die zunehmend KI zur Personalisierung von Nachrichten nutzen. Die deutsche Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) registrierte 2025 rund 96.400 Fälle im Bereich Konto und Zahlungskarten, was einem Anstieg von rund fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Gesamtschaden belief sich auf etwa 2,25 Milliarden Euro (ein Plus von rund 65 Prozent). Aufklärungs- und Ermittlungsraten bleiben niedrig: Lediglich in rund 20 Prozent der Fälle wurden Tatverdächtige ermittelt, bei vermutlich im Ausland begangenen Taten lag die Aufklärungsquote bei mageren 1,4 Prozent. Verbraucherschützer kritisieren, dass Banken Erstattungen oft unter Berufung auf angebliche grobe Fahrlässigkeit verweigern; der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) meldete einen Anstieg der Cybercrime-Beschwerden im Finanzdienstleistungssektor um 54 Prozent. Behörden warnen vor einer hohen Dunkelziffer, da viele Opfer keine Anzeige erstatten.
Studie: Dramatischer Anstieg von Trojanern und Online-Betrug in Deutschland
Der Gen Threat Report H1 2026 belegt einen massiven Anstieg der Cyberkriminalität in Deutschland. Angreifer verlagern ihren Fokus zunehmend von klassischer Malware auf Täuschungsmethoden, die vertrauenswürdige Plattformen und Prozesse ausnutzen. Die Untersuchung verzeichnet signifikante prozentuale Steigerungen bei Droppern (+160 %), Trojanern (+145 %) und Online-Shop-Betrug (+134 %) sowie Zuwächse bei Remote-Access-Trojanern (+69 %) und Phishing (+47 %). Allein im ersten Halbjahr 2026 wurden in Deutschland 2,3 Millionen Angriffe durch Tech-Support-Fraud blockiert, womit das Land weltweit den dritten Platz belegt. Global blockierten Analysten über 114 Millionen Fake-Shop-Angriffe und registrierten zudem steigende Web-Skimming-Aktivitäten, Identitätsbetrug, Tracking-Versuche sowie den zunehmenden Missbrauch von KI-Agenten als neue Angriffsvektoren.
Infobip: Unternehmen skalieren KI-Abwehr gegen automatisierten Betrug
Infobip hat seinen Fraud & Security Report 2026 veröffentlicht, der Milliarden globaler Interaktionen analysiert und einen massiven Anstieg von KI-gestütztem Betrug sowie eine rasche Aufrüstung der Unternehmenssicherheit aufzeigt. Laut dem Bericht stiegen die erkannten Bedrohungen im Jahresvergleich um 77 Prozent, während die Einführung von KI-gestützter Betrugserkennung um 71 Prozent und musterbiederer Erkennung um 105 Prozent zunahm. Phishing machte 49 Prozent der blockierten Schadinhalte aus (ein Anstieg von 94 Prozent im Jahresvergleich), und die Interaktionen mit Network APIs wuchsen um 91 Prozent, wobei der Finanzsektor die Adaption anführt. Der Bericht veranschaulicht Praxisfälle wie den des britischen Einzelhändlers NEXT, der Infobip Signals zur Bekämpfung künstlich aufgeblähter Datenpfeile einsetzt. Zudem beleuchtet er das sich beschleunigende Wettrüsten zwischen automatisiertem Betrug und KI-getriebener Schutztechnologie im digitalen Ökosystem.
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