Beobachtetes Signal · 16. Okt. 2026 · Policy Update · Quelle: DWDL · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Positiv
Oliver Berben fordert politische Entschlossenheit für deutsches Kino
Oliver Berben, Vorstandsvorsitzender der Constantin Film, verfasste einen Gastbeitrag für die Reihe "25 Wünsche" von DWDL.de und hebt die starken Kinobesuche im ersten Halbjahr 2026 hervor: 47,5 Millionen verkaufte Tickets und 502,2 Millionen Euro Umsatz, das beste Ergebnis seit der Vor-Pandemie-Zeit. Deutsche Produktionen verkauften 12,2 Millionen Tickets, ein Plus von 61 Prozent im Jahresvergleich, und erreichten einen Marktanteil von 26,5 Prozent, der höchste seit zehn Jahren. Er verweist auch auf den Erfolg von "Resident Evil", das am Startwochenende weltweit 108,3 Millionen Dollar einspielte. Berben fordert politische Entschlossenheit, einschließlich einer gesetzlichen Investitionsverpflichtung, um die deutsche Filmbranche zu stärken, und warnt vor steigenden Kosten und schwindenden Margen. Er plädiert für verlässliche Rahmenbedingungen, um Kreativität und wirtschaftliche Stabilität zu fördern, mit dem Ziel eines deutschen Marktanteils von 30 Prozent.
Der Aufruf von Oliver Berben nach politischer Entschlossenheit und einer gesetzlichen Investitionsverpflichtung könnte die Regulierung der deutschen Filmbranche prägen und Investitionen in Inhalte sowie Produktionsdynamiken beeinflussen.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Deutsche Kinos verkauften im ersten Halbjahr 2026 47,5 Millionen Tickets und erzielten 502,2 Millionen Euro Umsatz.
- Deutsche Produktionen verkauften 12,2 Millionen Tickets, ein Plus von 61 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2025, und erreichten einen Marktanteil von 26,5 Prozent.
- Constantin Films 'Resident Evil' spielte am Startwochenende weltweit 108,3 Millionen Dollar ein.
- Oliver Berben fordert eine gesetzliche Investitionsverpflichtung zur Unterstützung der deutschen Filmproduktion.
- Die Ticketverkäufe in Städten mit bis zu 50.000 Einwohnern stiegen im ersten Halbjahr 2026 um 18 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
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1 verknüpfte Unternehmen“Oliver Berben ist Vorstandsvorsitzender der Constantin Film AG.”
Ontologie & Marktkonzepte
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Constantin-Geschäftsführerin fordert bessere Fehlerkultur in der TV-Branche
Laura Machutta, Geschäftsführerin der Constantin Film Produktion GmbH und stellvertretende Vorsitzende der Sektion Fernsehen der Produktionsallianz, hat einen Gastbeitrag verfasst, in dem sie ihre Wünsche für die deutsche Fernsehbranche formuliert. Sie fordert eine faire und respektvolle Zusammenarbeit zwischen Filmschaffenden, Produktionsfirmen und Sendern sowie einen transparenten Dialog über Budgets. Machutta kritisiert die aktuelle Förderpolitik, die internationale Auftragsproduktionen bevorzugt und Deutschland als Produktionsstandort schwächt, was deutsche Produzenten zwinge, ins Ausland auszuweichen. Als positives Beispiel nennt sie die Zusammenarbeit mit dem ZDF beim historischen Film 'Zeit der Wunder'. Zudem plädiert sie für eine bessere Fehlerkultur, wobei sie auf den internen 'Code of Conduct' und Workshops bei Constantin als Vorbild verweist.
Stefan Oelze: Chancen durch Internationalisierung und KI nutzen
In einem Gastbeitrag für die 25-Jahre-Serie von DWDL fordert Stefan Oelze, Geschäftsführer der Rosebank Entertainment AG, die deutsche Film- und TV-Produktionsbranche auf, den größten technologischen und wirtschaftlichen Umbruch ihrer Geschichte zu bewältigen. Er sieht zentrale Chancen in der Internationalisierung, der Nutzung von KI und der Schaffung von Investitionsanreizen wie einem Steueranreizmodell nach dem Vorbild anderer europäischer Länder. Oelze verweist auf das 31-prozentige Wachstum der britischen Spielfilmproduktion auf 3,8 Mrd. US-Dollar im Jahr 2025, das er auf ausländische Investitionen und günstige Rahmenbedingungen zurückführt. Er fordert, die Werte des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu verteidigen und sich gleichzeitig an KI-bedingte Veränderungen in Arbeitswelt und Geschäftsmodellen anzupassen. Er betont die Notwendigkeit von Partnerschaften, um die Zukunft der Branche aktiv zu gestalten.
Starkes Kino-H1 2026: Steigende Ticketverkäufe und Umsätze in Deutschland
Deutschlands Kinos verzeichneten im ersten Halbjahr 2026 ein starkes Wachstum, angetrieben von Blockbustern wie dem neuen Spider-Man-Film und Christopher Nolans „The Odyssey“. Nach Angaben der Filmförderungsanstalt (FFA) wurden rund 47,5 Millionen Tickets verkauft, was einem Plus von 16,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Der Kinoumsatz stieg um 24.5 Prozent auf 502,2 Millionen Euro, während der durchschnittliche Ticketpreis auf 10,57 Euro kletterte. Branchenverbände und Verlage gehen davon aus, dass dieser positive Trend die Gesamtverkäufe im laufenden Jahr auf etwa 100 Millionen Kinotickets treiben und damit das stärkste Jahr seit der Pandemie markieren könnte. Für Werbetreibende im Bereich Cinema Advertising und OOH bietet diese Entwicklung eine verbesserte Audience-Reichweite.
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