Beobachtetes Signal · 27. Apr. 2026 · Programming Change · Quelle: DWDL · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral
ntv stellt traditionsreiche „Telebörse“ nach 100.000 Ausgaben ein
Der deutsche Nachrichtensender ntv wird sein langjähriges Wirtschaftsformat „Telebörse“ im Mai 2026 nach der 100.000. Ausgabe einstellen. Das Format, das 1987 auf Sat.1 startete und 1994 zu ntv wechselte, prägte jahrzehntelang das Programm und lief zeitweise bis zu 22 Mal täglich. Im Zuge der Inbetriebnahme eines neuen Nachrichtestudios ersetzt ntv die etablierte Sendermarke durch ein breiter aufgestelltes, cross-mediales Wirtschaftsangebot unter dem einfacheren Titel „ntv wirtschaft“. Susanne Althoff, stellvertretende Chefredakteurin und Leiterin Wirtschaft bei ntv, betonte, dass der Sender das starke Erbe des Programms weiterentwickeln und gleichzeitig den visuellen sowie redaktionellen Ansatz modernisieren wolle. Die Umstellung markiert eine evolutionäre Weiterentwicklung der Wirtschaftsberichterstattung hin zu integrierten, medienübergreifenden Formaten.
Die Modifikation einer traditionsreichen TV-Marke und Programmstruktur bei einem nationalen Nachrichtensender beeinflusst Werbeinventar, Sponsoringpakete sowie das Audience Targeting im linearen und cross-medialen Bereich, stellt jedoch keinen grundlegenden Technologie- oder Regulierungsumbruch dar.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- ntv stellt das Wirtschaftsformat „Telebörse“ im Mai 2026 nach 100.000 Ausgaben ein.
- Die „Telebörse“ debütierte 1987 auf Sat.1 und war seit 1994 fester Bestandteil des ntv-Programms.
- Die Sendermarke wird durch das cross-mediale Angebot „ntv wirtschaft“ im Rahmen eines neuen Studios ersetzt.
- Das Format lief bis zu 22 Mal täglich und kam auf über 16.250 Sendestunden.
- Susanne Althoff, stellvertretende Chefredakteurin und Wirtschaftsleiterin bei ntv, äußerte sich öffentlich zu dem Wandel.
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RTL stellt Produktion der Daily Soap „Unter uns“ ein
RTL hat das Aus für die langjährige Daily Soap „Unter uns“ nach 32 Jahren angekündigt. Die Produktion wird Ende 2026 eingestellt, die letzten Episoden laufen bis März 2027 im Linearfernsehen bei RTL sowie im Streaming auf RTL+. Grund für die Entscheidung sind veränderte Sehgewohnheiten und sinkende Einschaltquoten: Die durchschnittliche Zuschauerschaft sank von fast einer Million im Jahr 2022 auf zuletzt knapp über 600.000, wobei die Reichweite in der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen oft unter 100.000 lag. Auch die Performance auf RTL+ war unzureichend. Produzent UFA Serial Drama prüft nun alternative Vertriebsoptionen und neue Partnerschaften, um die Marke weiterzuführen. Die Zusammenarbeit zwischen RTL und UFA bei anderen Formaten wie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ bleibt unberührt, während „Alles was zählt“ kürzlich sein 20-jähriges Jubiläum mit stabilen Quoten feierte.
Channel 21 to End Broadcast Operations
Channel 21, the successor to the RTL Shop teleshopping channel, announced it will cease broadcasting and stop business operations on 31 May 2026. The Hannover-based company had entered provisional insolvency in March and this week the insolvency proceedings were formally opened at the local court (Amtsgericht Hannover). Management said no viable continuation solution could be found despite intensive efforts; the company previously sought a new investor and published a LinkedIn video about a sale. The story was published by DWDL.de on 27 May 2026 (author: Alexander Krei).
RTL-Frühstücksfernsehen beendet: „Punkt 8“ verabschiedet sich mit Allzeittief
RTL hat am Donnerstag die letzten Ausgaben seiner traditionellen „Punkt“-Morgenmagazine ausgestrahlt, bevor ein neuer gemeinsamer Vormittagsblock mit ntv startet. Die Abschiedssendungen verzeichneten eine durchwachsene Reichweite: Während „Punkt 6“ noch rund 190.000 Zuschauer und einen Marktanteil von 14,3 Prozent in der werberelevanten Zielgruppe erreichte, fiel „Punkt 7“ auf 170.000 Zuschauer (8,4 Prozent Marktanteil). „Punkt 8“ endete schließlich mit schwachen 2,4 Prozent Marktanteil, dem Jahrestiefstwert für das Format. Die Nachrichten von ntv um 8:00 Uhr kamen auf rund 50.000 Zuschauer (2,3 Prozent in der Zielgruppe). Konkurrenten wie Welt (150.000 Zuschauer und 4,7 Prozent um 8:00 Uhr) sowie das Sat.1-Frühstücksfernsehen (im Schnitt 390.000 Zuschauer und 19,5 Prozent) zeigten sich deutlich stärker. Die Daten basieren auf den vorläufig gewichteten Zahlen der AGF Videoforschung via AGF SCOPE.
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