Beobachtetes Signal · 29. Apr. 2024 · Regulation · Quelle: Trending Topics · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Negativ
noyb reicht DSGVO-Beschwerde gegen OpenAI wegen Falschinformationen ein
Die Datenschutzorganisation noyb hat bei der österreichischen Datenschutzbehörde (DSB) Beschwerde gegen OpenAI eingereicht. Sie wirft dem Unternehmen vor, mit ChatGPT gegen die europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) zu verstoßen, da der Dienst ungenaue personenbezogene Daten verarbeitet und Auskunfts-, Berichtigungs- sowie Löschungsrechte missachtet. Laut noyb hat OpenAI eingeräumt, weder die faktische Richtigkeit garantieren noch personenbezogene Daten vollständig filtern zu können; zudem wurde eine geforderte Datenkorrektur abgelehnt. Die Organisation beruft sich auf die Artikel 5, 15 und 16 der DSGVO und verweist auf Medienberichte, wonach Chatbots in bis zu 27 Prozent der Fälle Halluzinationen erzeugen. noyb fordert eine umfassende Untersuchung, die Durchsetzung von Auskunftsrechten sowie Geldbußen. Sollten KI-Systeme keine genauen und transparenten personenbezogenen Daten liefern können, dürften sie für diese Datenverarbeitung nicht eingesetzt werden.
Eine wegweisende DSGVO-Beschwerde gegen OpenAI könnte präzedenzchaffend für die Vereinbarkeit von Large Language Models mit europäischen Datenschutz- und Berichtigungsrechten sein, was weitreichende Folgen für KI-Anwendungen im gesamten Marketing- und Werbeökosystem hat.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- noyb reicht Beschwerde bei der österreichischen Datenschutzbehörde (DSB) gegen OpenAI wegen fehlerhafter personenbezogener Daten in ChatGPT ein.
- Die Organisation sieht Verstöße gegen die DSGVO-Artikel 5, 15 und 16 hinsichtlich Datengenauigkeit, Auskunft und Berichtigung.
- OpenAI hat die Korrektur oder Löschung von Daten angeblich abgelehnt, da eine vollständige Filterung technischerseits nicht möglich sei.
- Medienberichten zufolge erzeugen Chatbots in mindestens 3 Prozent bis hin zu 27 Prozent der Fälle falsche Informationen.
- noyb fordert behördliche Untersuchungen, die Einhaltung von Auskunftsrechten und finanzielle Sanktionen gegen OpenAI.
Verknüpfte Unternehmen
2 verknüpfte Unternehmen“OpenAI is the company behind ChatGPT, accused by noyb of violating GDPR through inaccurate personal data processing and insufficient transpa...”
“The New York Times is cited as the source of data on chatbot hallucination rates....”
Ontologie & Marktkonzepte
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OpenAI entlässt Sicherheitsforscher; GPT-6.1 Ultrafast gestartet
Dieser AINews-Newsletter behandelt mehrere bedeutende Entwicklungen: OpenAI hat drei Sicherheitsforscher entlassen, die mit einem METR-Audit in Verbindung stehen, und beruft sich auf den Missbrauch vertraulicher Informationen. OpenAI hat außerdem GPT-6.1 Sol Ultrafast, ein schnelleres und günstigeres Modell, sowie eine intelligente Benutzeroberfläche für ChatGPT eingeführt. Anthropic hat Claude Haiku 5.5 veröffentlicht und die Preise für Sonnet 5.5-Cache-Reads gesenkt. Darüber hinaus hat Arena 200 Mio. USD eingesammelt, und es gibt Berichte über OpenAIs Umsatzzahlen. Der Newsletter enthält auch verschiedene Modellveröffentlichungen, Benchmarks und Sicherheitsforschungs-Updates.
OpenAI holt im KI-Preiskampf gegen Anthropic auf
Laut einem Bericht des Wall Street Journal hat OpenAI den Rückstand auf Anthropic bei Firmenkunden, die über die Plattform OpenRouter einkaufen, nahezu aufgeholt. Im September teilten sich die beiden Rivalen die Ausgaben von rund 120.000 Unternehmen nahezu hälftig, während zu Jahresbeginn noch etwa drei Viertel auf Anthropic entfielen. OpenAIs aggressive Preisgestaltung, insbesondere die GPT-5.6-Modellfamilie mit Preissenkungen von bis zu 80 %, war ein entscheidender Faktor. Anthropic kämpft mit Kapazitätsengpässen bei Claude Code und einer Datenschutzdebatte über die 30-tägige Speicherung von Nutzerdaten. Beide Unternehmen bereiten sich auf Börsengänge vor und benötigen nachhaltige Umsätze, um Bewertungen von über 1 Billion Dollar zu rechtfertigen.
AWNY & Jupiter Fest: Agentic Ads und Open Web im Fokus
Die Advertising Week New York und das erste Jupiter Festival Miami zeigten die Branchenentwicklung hin zu agentischer Werbung und die Besorgnis über die Zukunft des Open Web. Zu den wichtigsten Ankündigungen gehörten Tiktoks Off-Platform-Werbeexpansion und ein neuer KI-Einkaufsagent, Metas Test eines KI-Kampagnenassistenten und die Einführung visueller Anzeigen durch OpenAI. Die Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount im Wert von 110 Milliarden Dollar wurde abgeschlossen und bildet nun Skydance. Zentrale Themen waren die Bedrohung des Publisher-Traffics durch KI, der Aufstieg von KI-Sichtbarkeitstools, das frühe Stadium des agentischen Medienkaufens, ungelöste Cross-Platform-Messung und der boomende Sport- und Retail-Media-Sektor. Zu den Deals gehörten PubXs Übernahme von Compliant und eine 5-Millionen-Dollar-Series-A sowie OpenAIs gemeldete 30-Milliarden-Dollar-Runde mit BlackRock und Investoren aus den VAE.
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