Beobachtetes Signal · 19. Aug. 2026 · Market Signal · Quelle: Advision · Relevanz: 5/5
In-Store Retail Media: Digitale Screens erschließen neue Umsatzquellen für Händler
Ein neuer Branchenbericht von Advision News Monitor beleuchtet das wachsende Potenzial von In-Store Retail Media und analysiert, wie digitale Bildschirme am Point of Sale neue Einnahmequellen für den stationären Handel generieren. Durch die Verknüpfung von First-Party-Daten mit programmatischer Ausspielung über Digital-out-of-Home (DOOH) und digitale Instore-Touchpoints können Einzelhändler Werbetreibenden hochrelevante Werbeflächen direkt im Moment der Kaufentscheidung anbieten. Dieser Ansatz ermöglicht es Händlern, ihr Retail-Media-Netzwerk nahtlos von digitalen E-Commerce-Plattformen auf die physische Verkaufsfläche zu erweitern. Werbetreibende Marken profitieren dabei von einer verbesserten Closed-Loop-Attribution und können Werbewirkung unmittelbar mit realen Kassenumsätzen korrelieren. Die Professionalisierung von In-Store Retail Media treibt die Konvergenz zwischen E-Commerce, DOOH und stationärem Handel maßgeblich voran und wandelt den klassischen Verkaufsraum zunehmend in ein hochprofitables, datenbasiertes Werbemedium.
In-Store Retail Media überbrückt die Lücke zwischen digitalem AdTech-Ökosystem und stationärem Handel, wodurch Händler ihre physische Präsenz in hochmargige Werbekanäle transformieren können.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- In-Store Retail Media erweitert digitale Handelsmedien auf Bildschirme im physischen Point of Sale.
- Händler erschließen margenstarke, zusätzliche Einnahmequellen durch die Vermarktung digitaler Flächen am POS.
- Die Verknüpfung von First-Party-Daten ermöglicht Closed-Loop-Attribution direkt bis zum Checkout.
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Instore-Screens erleben Comeback im Zuge der Retail Media-Evolution
Ein Interview mit Julian Plange von Seatback beleuchtet die Renaissance digitaler Instore-Screens und die Transformation von Retail Media. Als technischer Dienstleister für DOOH und Digital Signage entwickelt Seatback seit rund 2015 das CMS AdPlacer, das große, heterogene Instore-Netzwerke steuert und eine zielgerichtete Ausspielung ermöglicht. Zu den Nutzern zählen Handelsgiganten wie Rewe, während Philip Morris ein eigenes Werbenetzwerk mit Tankstellenscreens und digitalen Zahltellern betreibt. Seatback beschreibt eine hybride Realität: Programmatic-ähnliche Abläufe existieren in privaten Netzwerken, während echtes Real-Time Bidding selten bleibt und Händler ihre Inventare zunehmend monetarisieren. Zu den praktischen Hürden zählen fragmentierte Bildschirmformate, gesetzliche Werbebeschränkungen für Tabakwaren sowie der zurückhaltende Einsatz von Kassa-Daten und generativer KI für Creative Formats.
Digital Signage an Flughäfen: Monetarisierung von Zielgruppen mit hoher Verweildauer
Ein neuer Fachbeitrag auf Advision News Monitor analysiert das erhebliche Monetarisierungspotenzial von Digital-Signage-Lösungen an Flughäfen. Dreh- und Angelpunkt ist die überdurchschnittlich hohe Verweildauer (Dwell Time) von Passagieren in Gate-Bereichen, Lounges und Retail-Zonen. Diese Rahmenbedingungen schaffen ein hocheffektives Werbeumfeld für Digital Out-of-Home (DOOH), Retail Media und programmatische Werbeformate. Durch den gezielten Einsatz vernetzter Screens können Flughafenbetreiber und Vermarkter konsumstarke Zielgruppen in unterschiedlichen Reisephasen präzise ansprechen. Die Verknüpfung von First-Party-Daten, kontextuellem Targeting und datengetriebener Ausspielung eröffnet dabei neue, skalierbare Erlösquellen. Der Artikel hebt hervor, wie moderne Display-Technologien passive Wartezeiten in hochgradig konvertierende Touchpoints für Premium-Marken transformieren.
Instore Ads: Der Schlüssel für das Wachstum von Retail Media
Instore Ads fungieren als das fehlende Bindeglied im modernen Retail Media Mix. Digitale Screens am Point of Sale ermöglichen datengetriebene, programmatische Kampagnen nach Online-Standards. Prognosen zufolge verdoppeln sich die Umsätze im deutschen Retail Media Markt zwischen 2023 und 2027. Der entscheidende Differenzierungsfaktor ist die Omnichannel-Verknüpfung digitaler Kontakte mit realen Ladenkäufen, wodurch ROPO-Effekte messbar werden. Erste Pilotprojekte zeigen, dass sich Instore-Flächen nahtlos in Demand-Side Platform- und Supply-Path Optimization-Infrastrukturen integrieren lassen, um Closed-Loop-Messungen bis zum Checkout zu ermöglichen. Zu den etablierten KPIs zählen Ad Plays, Impressions und Category Uplifts, flankiert von IAB- und WFA-Initiativen für ein einheitliches Reporting. Fünf Hebel treiben die smarte Planung voran: Full-Funnel-Ansätze, Shelf-Kontext, Cross-Channel-Attribution, zielgerichtetes Targeting sowie der kontinuierliche technologische Fortschritt beim programmatischen Einkauf.
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