Beobachtetes Signal · 9. Sept. 2026 · Market Signal · Quelle: Ringier · Relevanz: 4/5
Ringier schlägt mit „Blick fürs Wochenende“ neues Kapitel auf
Nach nahezu 60 Jahren Tradition stellt das Medienhaus Ringier den SonntagsBlick ein und schlägt mit dem neuen Format „Blick fürs Wochenende“ ein frisches Kapitel in der Publikationsgeschichte ein. Diese tiefgreifende konzeptionelle Weiterentwicklung markiert einen strategischen Meilenstein für die gedruckten und digitalen Medienangebote der Schweizer Medienmarke. Flankiert wird diese strukturelle Neuaufstellung von wichtigen personellen und technologischen Weichenstellungen: So findet ein gezielter Generationswechsel in der Führung der EqualVoice-Initiative statt, die sich für mehr Sichtbarkeit von Frauen in der Berichterstattung starkmacht. Zudem treibt der Medienkonzern seine technologische Zukunftsfähigkeit durch eine strategische Kooperation mit OpenAI voran. Diese kombinierten Initiativen unterstreichen Ringiers Ambition, traditionelle Print-Exzellenz konsequent mit modernen Narrativen, Diversität und künstlicher Intelligenz im Rahmen einer zukunftsweisenden Publishing-Strategie zu verknüpfen.
Die Transformation unterstreicht Ringiers Entschlossenheit, etablierte Print-Marken durch innovative Formate, Diversität und den Einsatz von Künstlicher Intelligenz zukunftssicher aufzustellen.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Einstellung des traditionsreichen SonntagsBlick nach fast 60 Jahren
- Einführung des neuen Medienformats „Blick fürs Wochenende“
- Führungswechsel bei der konzernweiten EqualVoice-Initiative
- Vertiefung der strategischen Kooperation mit OpenAI
Verknüpfte Unternehmen
1 verknüpfte UnternehmenVerwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
OneLog: CEO Silvano Oeschger geht, Jochen Witte interim
Silvano Oeschger, CEO der OneLog AG, verlässt das Unternehmen Ende September, um zur Axpo Group zu wechseln. Der Verwaltungsrat wurde im Juni informiert. Jochen Witte, seit 2023 als Berater tätig, übernimmt ab 1. Oktober interimistisch. Oeschger leitete OneLog seit der Gründung 2021 als Joint Venture der Schweizer Verlage TX Group, Ringier, NZZ und CH Media. Er trieb das gemeinsame Medien-Login voran, das auf über 40 Portalen eingesetzt wurde, aber nach dem Ausstieg von Ringier scheiterte. Seit 2023 baute er zudem die Werbeplattform OneDSP auf, die über 6 Millionen Nutzer auf mehr als 200 Schweizer Medientiteln erreicht. Der Verwaltungsratspräsident Markus Wirth dankte Oeschger für seine Arbeit.
SRF-Moderator Sandro Brotz wechselt für Video-Podcast zu Blick
Sandro Brotz, prominenter Schweizer Moderator und Gastgeber der SRF-Politiksendung «Arena», verlässt den öffentlichen Rundfunk Ende Januar 2027 nach 14 Jahren. Ab Februar 2027 wechselt er zur Ringier-Gruppe, wo er für Blick einen neuen Video-Podcast konzipieren und moderieren wird, der mehrmals pro Woche Themen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft mit Gästen einordnet. Der Podcast wird über Blicks Kanäle sowie auf Social-Media- und Videoplattformen verbreitet. Dieser Schritt ist Teil von Blicks Video- und Crossmedia-Strategie. Brotz hatte seine Karriere einst beim SonntagsBlick der Ringier-Gruppe begonnen. SRF wird die Nachfolge für die «Arena» zu gegebener Zeit bekannt geben.
Wemf-Zahlen: Blick ist die grosse Sensation
Die neuen Wemf-Zahlen, diskutiert im persoenlich.com-Podcast, zeigen, dass die gedruckte Blick-Zeitung rund 17 Prozent an Leserschaft gewann und nun die meistgelesene Tageszeitung der Deutschschweiz ist. Die Verleger Matthias Ackeret und Christian Beck führen diesen Erfolg auf einen langfristigen Trend und die Führung von Chefredaktor Rolf Cavalli zurück. Im Gegensatz dazu verloren neun Magazine, darunter Coopzeitung und Migros-Magazin, signifikant an Leserschaft. Der Podcast behandelt auch den Stellenabbau bei Ringier in Lausanne, wo 14 Stellen gestrichen werden. Die Diskussion beleuchtet die Herausforderungen für Printmedien in der Schweiz, wobei Magazine unter dem Druck digitaler Konkurrenz und veränderter Konsumgewohnheiten leiden.
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