Beobachtetes Signal · 25. Juni 2026 · Policy Update · Quelle: DWDL · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Negativ
Netflix schränkt Transparenz bei Nutzungsdaten deutlich ein
Netflix hat angekündigt, die bisher halbjährlichen Veröffentlichungen seines Nutzungsberichts „What we watched“ einzustellen und künftig auf einen jährlichen Turnus umzustellen. Damit sinkt die Frequenz öffentlich zugänglicher globaler Abrufdaten spürbar. Im erstenhalbjahr 2026 verzeichnete die Plattform insgesamt 97 Milliarden gestreamte Minuten, was einem leichten Anstieg gegenüber den Vorzeiträumen entspricht. Zwei Serien – „His & Hers“ (104,0 Mio.) und die vierte Staffel von „Bridgerton“ (100,2 Mio.) – durchbrachen die Marke von 100 Millionen vollständigen Haushalten. Deutsche Produktionen zeigten ein durchmischtes Bild: Die Gaumont-Produktion „Unfamiliar“ erreichte 31,6 Millionen Abrufe (global Platz 13), während diverse andere deutsche Serien und Filme schwächere Halbjahreswerte als frühere Staffeln verzeichneten. Zudem meldete Netflix mehrere Filme mit über 100 Millionen Abrufen, angeführt von „War Machine“ mit 146,9 Millionen.
Dass eine große Streaming-Plattform wie Netflix die Veröffentlichungshäufigkeit ihrer Nutzungsdaten reduziert, beeinträchtigt die Messtransparenz, das Audience-Benchmarking sowie die Media-Planung im Bereich Connected TV und Streaming-Analytics nachhaltig.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Netflix stellt den halbjährlichen „What we watched“-Bericht ein und veröffentlicht Abrufdaten künftig nur noch jährlich.
- Im ersten Halbjahr 2026 generierte Netflix 97 Milliarden gestreamte Minuten und übertraf damit leicht die Vorwerte von 96 und 95 Milliarden.
- „His & Hers“ (104,0 Mio.) und „Bridgerton“ (Staffel 4) (100,2 Mio.) knackten im H1 2026 die Schwelle von 100 Millionen komplett geschauten Haushalten.
- Der von Gaumont produzierte Spionagethriller „Unfamiliar“ erreichte weltweit 31,6 Millionen Views und belegte global Platz 13.
- Mehrere Filme übertrafen im H1 2026 die Marke von 100 Millionen Abrufen, wobei „War Machine“ mit 146,9 Millionen Views das Ranking anführte.
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2 verknüpfte Unternehmen“Netflix has announced it will step back from this transparency initiative: the semiannual "What we watched" report appeared for the last tim...”
“Source: Netflix report "What we watched"; calculation: DWDL.de....”
Ontologie & Marktkonzepte
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Netflix Deutschland: Globale Franchises dominieren, lokale Eigenproduktionen mit gemischter Bilanz
DWDL.de analysiert die Performance von Netflix mit Fokus auf deutsche Produktionen und die Plattform-Entwicklung. Globale Franchise-Titel wie Stranger Things, Wednesday, Bridgerton und Squid Game dominierten die deutschen Top10-Rankings. Deutsche Serien verzeichneten derweil durchmischte Ergebnisse: Die neue Serie „Unfamiliar“ verbuchte mit über 15 Millionen Abrufen in elf Tagen den stärksten globalen Start einer deutschen Netflix-Serie seit „Liebes Kind“, fiel jedoch nach fünf Wochen aus den deutschen Charts. Lediglich „Kaulitz & Kaulitz“ (Staffel 2) hielt sich über den gesamten Betrachtungszeitraum in den deutschen Top10. Weitere deutsche Shows und Filme schwankten zwischen moderater internationaler Reichweite und deutlichen Flops. Im Filmbereich verzeichneten deutsche Titel wie „Brick“ (66,7 Millionen Abrufe) und Dokumentationen wie „Babo – Die Haftbefehl-Story“ (ca. 7,5 Millionen weltweit) beachtliche globale oder lokale Wirkung.
Bridgerton erobert Nielsen-Streaming-Charts für die Woche vom 26. Januar an
In der Woche vom 26. Januar sorgte kühleres Wetter für ein erhöhtes Streaming-Aufkommen zu Hause, wodurch gleich sechs Titel auf den Top-10-Gesamt-Streaming-Charts von Nielsen die Marke von einer Milliarde Betrachtungsminuten durchbrachen. Netflixs Bridgerton kehrte mit 3,032 Milliarden Minuten auf Platz 1 zurück, angetrieben durch neue Episoden der vierten Staffel und ein starkes weibliches Publikum ab 18 Jahren. Stranger Things belegte mit 1,302 Milliarden Minuten den zweiten Platz, gefolgt von Prime Videos The Wrecking Crew auf Rang 3 mit 1,260 Milliarden Minuten. Weitere Platzierungen in der Milliarden-Minuten-Gruppe sicherten sich The Pitt auf HBO Max, Fallout auf Prime Video sowie eine plattformübergreifende Auswertung von Rizzoli & Isles. Disney+ verfehlte mit Bluey die Milliardengrenze nur knapp. Als Datenquelle für diese Auswertung dienten die von Adweek veröffentlichten Nielsen-Ergebnisse.
Netflix-Serie «His & Hers» erobert Streaming-Spitzenplatz
Der Mystery-Thriller «His & Hers» von Netflix hat laut Nielsen-Daten für die Woche vom 12. bis 18. Januar 2026 «Stranger Things» von der Spitze der wöchentlichen Streaming-Charts verdrängt und 2,24 Milliarden Streaming-Minuten verzeichnet. «Stranger Things» fiel mit 1,9 Milliarden Minuten auf den zweiten Platz zurück. Zu den weiteren bemerkenswerten Titeln mit über einer Milliarde Minuten zählten «Landman» auf Paramount+ mit einem Serienhöchstwert von 1,77 Milliarden Minuten sowie «The Pitt» auf HBO Max mit 1,16 Milliarden Minuten. Demografische Analysen zeigen, dass «His & Hers» vor allem Erwachsene im Alter von 35 bis 64 Jahren sowie ein diverses Publikum ansprach, während das Publikum von «The Pitt» zu 58 Prozent aus Frauen ab 18 Jahren bestand. Die Ergebnisse unterstreichen den intensiven Wettbewerb im Bereich Connected TV und die Relevanz zielgerichteter, prominenter Inhalte für maximale Reichweite.
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