Beobachtetes Signal · 28. Okt. 2025 · Expansion · Quelle: State of Streaming · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Positiv
MLB prüft kanadische Expansion nach Quoten-Boom der Blue Jays
Angesichts massiv gestiegener Einschaltquoten der Toronto Blue Jays prüft die Major League Baseball ernsthaft die Aufnahme eines zweiten kanadischen Standorts im Rahmen einer geplanten Expansion auf 32 Teams. Commissioner Rob Manfred bezeichnete Metropolen wie Montreal und Vancouver als lebensfähige Kandidaten, während US-Märkte wie Nashville und Salt Lake City ebenfalls im Rennen sind. Das entscheidende ALCS-Spiel der Blue Jays erreichte bei Sportsnet die Rekordmarke von 6 Millionen Zuschauern – rund 15 Prozent der kanadischen Bevölkerung. Zudem haben die Teameigner signalisiert, die Teilnahme von Spielern an den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles zu befürworten; die finalen Details werden mit der Spielergewerkschaft verhandelt. Die Entscheidungen zur Expansion sollen vor Manfreds voraussichtlichem Ausscheiden im Jahr 2029 fallen.
Ein starkes Wachstum bei Live-Sport-Reichweiten beeinflusst direkt die Bewertung von Medienrechten, regionale Distribution und Werbeinventar. Eine mögliche neue Franchise in Kanada würde zusätzliches Broadcast- und Streaming-Inventar sowie neue kommerzielle Potenziale für Werbetreibende und Plattformen schaffen.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Die MLB plant die Expansion auf 32 Franchises und zieht ein zweites Team in Kanada in Betracht.
- Commissioner Rob Manfred nannte Montreal und Vancouver als mögliche kanadische Expansionsstandorte.
- Das entscheidende ALCS-Spiel der Toronto Blue Jays lockte 6 Millionen Zuschauer zu Sportsnet (~15% der kanadischen Bevölkerung).
- Nashville und Salt Lake City gelten neben kanadischen Städten als US-Favoriten für die Expansion bis 2029.
- MLB-Eigner unterstützen die Olympia-Teilnahme von Spielern für Los Angeles 2028; die Logistik wird mit der Gewerkschaft verhandelt.
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Rogers: World Series Game 7 bricht kanadische TV-Rekorde
Rogers Communications hat während der World Series 2025 historische Einschaltquoten im kanadischen Fernsehen verzeichnet. Spiel 7 zwischen den Toronto Blue Jays und den Dodgers erreichte im Durchschnitt 10,9 Millionen Zuschauer – die größte Audience, die Rogers jemals übertragen hat, übertroffen im englischsprachigen Kanada nur von den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver. Die gesamte Serie über sieben Spiele kam auf einen Schnitt von 7,5 Millionen Zuschauern, wobei jedes Match neue Maßstäbe setzte. Branchenberichten zufolge erreichte die Serie rund 45 Prozent der kanadischen Bevölkerung. Die Ergebnisse bestätigen die Strategie von Rogers, Team, Stadion und Sendernetzwerk unter einem Dach zu vereinen, und unterstreichen, dass nationale Sportereignisse nach wie vor ein unverzichtbarer Kanal für signifikante Werbebudgets und maximale Reichweite im linearen Fernsehen sowie im Bereich Connected TV bleiben.
MLB zieht positive Zwischenbilanz ihrer neuen TV- und Streaming-Verträge vor der Postseason
Die Major League Baseball (MLB) verbucht in der ersten Saison unter ihrer neu strukturierten nationalen Medienrechte-Strategie deutliche Erfolge. Laut Commissioner Rob Manfred steigerte Rückkehrer NBC die Reichweite von Sunday Night Baseball auf durchschnittlich 2,7 Millionen Zuschauer – der stärkste Wert seit 2007. Fox erzielte seine beste Regular Season seit 2021. Netflix übertrug drei Highlight-Events und erschloss dabei insbesondere jüngere Zielgruppen. ESPN fungierte primär als Distributionspartner für Out-of-Market-Spiele via MLB.TV auf der ESPN-App, mit einer geplanten Erweiterung auf In-Market-Rechte ab 2027. Parallel dazu zentralisierte die MLB die lokale TV-Distribution von 14 Franchises in Eigenregie und erzielte ein Zuschauerplus von 8 %. Zum Start der Postseason sieht sich die MLB in ihrem hybriden Distributionsmodell aus linearem Broadcast und Streaming bestätigt.
MLB-Spring-Training verzeichnet beste Einschaltquoten seit 18 Jahren
Die lineare Berichterstattung von ESPN über das MLB-Spring-Training 2026 erzielte laut Nielsen Big Data + Panel im Schnitt 531.000 Zuschauer über vier Spiele hinweg – ein Plus von 84 Prozent im Jahresvergleich und der höchste Wert seit 2008. Ein Testspiel zwischen Team USA und den San Francisco Giants führte das Feld mit 677.000 Zuschauern an. Als starker Beschleuniger erwies sich zudem der World Baseball Classic (WBC): Die Partie USA gegen Mexiko bei Fox und Fox Deportes lockte 5,018 Millionen Zuschauer (Spitzenwert 5,649 Millionen) vor die Bildschirme und markierte einen WBC-Rekord. Gleichzeitig treibt der Zusammenbruch regionaler Sportnetworks (RSNs) die MLB dazu, lokale Übertragungen selbst zu übernehmen und Direct-to-Consumer-Dienste (DTC) wie Angels.TV oder Detroit SportsNet zu etablieren. Die zentrale Branchenfrage ist nun, ob dieses turniergetriebene Zuschauerinteresse in nachhaltige, kostenpflichtige lokale Streaming-Abonnements überführt werden kann, während die Liga ein nationales Streaming-Paket für 2028 vorbereitet.
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